Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hält sich im Januar den sechsten Monat in Folge über 100 Punkten. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt im Vergleich zum Vormonat aber minimal um 0,1 Punkte auf 100,1 Punkte. Das European Labour Market Barometer sinkt im Januar ebenfalls um 0,1 Punkte auf 99,9 Punkte, knapp unter die neutrale Marke von 100.
Die Komponente zur Vorhersage der Beschäftigung in Deutschland legt im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte zu und liegt im Januar bei 100,5 Punkten. Sie bleibt damit stabil im leicht positiven Bereich. „Die Beschäftigung behauptet sich, ein klarer Aufschwung kommt angesichts der Verluste in der Industrie aber nicht in Gang“, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit fällt mit dem vierten Rückgang in Folge wieder unter 100 Punkte: Sie verliert 0,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat und liegt damit bei 99,6 Punkten. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist seit einem halben Jahr allerdings nur darauf zurückzuführen, dass die Entlastung durch Teilnahmen an Qualifikationsmaßnahmen oder Kursen abnimmt. „Drei Millionen Arbeitslose werden kurzfristig nicht vermeidbar sein. Jenseits der Winterarbeitslosigkeit ist für eine Trendwende aber ein anziehender Arbeitsmarkt mit besseren Jobchancen entscheidend“, so Weber.
Die europäischen Arbeitsmärkte bleiben gedämpft. Das European Labour Market Barometer verliert im Januar leicht. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 99,9 Punkte. „Die europäischen Arbeitsmärkte haben auch zum Jahresauftakt keine klare Richtung“, berichtet Weber.
Datengrundlage
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.
Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
Zum Download stehen bereit:
- eine Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometers einschließlich seiner Einzelkomponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ unter https://iab.de/presse/abzeitreihe (xlsx).
- eine Grafik mit den aktuellen Werten des IAB-Arbeitsmarktbarometers und seiner Komponenten sowie eine Zeitreihengrafik unter https://iab.de/daten/iab-arbeitsmarktbarometer/ .
Eine Zeitreihe des European Labour Market Barometer einschließlich seiner Einzelkomponenten für alle beteiligten Arbeitsverwaltungen ist unter https://iab.de/Presse/elmb-components (xlsx) abrufbar.
Mehr zum Europäischen Arbeitsmarktbarometer findet sich unter https://iab.de/en/daten/european-labour-market-barometer/ .
Weitere Information zum Arbeitskräfteknappheits-Index des IAB finden Sie unter https://iab.de/daten/arbeitskraefteknappheits-index/
Criteria of this press release:
Journalists
Economics / business administration, Politics, Social studies
transregional, national
Research results
German

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