Wie lässt sich Wissenschaft modern und innovativ vermitteln?
Die Daimler und Benz Stiftung fördert die Konzeption und Durchführung einer oder mehrerer innovativer Veranstaltungen zum Thema „Wissenschaftskommunikation“ mit einem Gesamtbetrag in Höhe von bis zu 30.000 Euro. Antragsberechtigt sind Mitarbeiter* in wissenschaftlichen Einrichtungen sowie gemeinnützigen Unternehmen oder Organisationen aus Wissenschaft, Bildung, Kultur und Wirtschaft in Deutschland.
1. Motivation
Der Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wie jüngste Entwicklungen weltweit zeigen, herrscht oft Unwissenheit hinsichtlich wissenschaftlicher Grundlagen. Teile der Bevölkerung misstrauen wissenschaftlichen Erkenntnissen und lehnen sie mitunter gänzlich ab. Aus Sicht der Daimler und Benz Stiftung kann aber gerade der persönliche Kontakt zwischen Wissenschaftlern und interessierten Laien ein unverzichtbares Element darstellen, um den Diskurs – und dadurch das eigene Wissen – über aktuelle Fragestellungen auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu intensivieren. Nur ein vertrauensvoller Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft kann einen Beitrag für eine gleichermaßen freie Gesellschaft und lebenswerte Zukunft leisten.
2. Ausschreibungsfokus
Gefördert werden eine oder mehrere Veranstaltungen, die wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit in neuer Form vermitteln sollen. Dadurch soll ein grundsätzliches Interesse an Wissenschaft und Forschung geweckt bzw. vermittelt werden. Zu den primären Zielgruppen gehören weder ein fachlich vorgebildetes Publikum noch Schüler. Vielmehr soll sich die Veranstaltung vorrangig an Personen richten, die bislang wissenschaftlichen Erkenntnissen gegenüber kritisch stehen oder nur wenig Kontakt zu diesen hatten. Die Veranstaltung sollte Menschen unterschiedlicher Altersgruppen ansprechen; Ort, Zeit und Dauer können frei gewählt werden.
Der Antragsteller ist hinsichtlich der inhaltlichen und formalen Ausrichtung der Veranstaltung frei, sofern eine von üblichen Formaten abweichende Idee präsentiert wird. Klassische Formate – Vortragsveranstaltungen, Konferenzen, Workshops, Podiumsdiskussionen etc. – werden nicht gefördert. Auch Veranstaltungen, die in ähnlicher Form bereits stattgefunden haben, wiederkehrend stattfinden oder von anderer Seite gefördert werden, sind in dieser Förderlinie nicht förderungswürdig.
Aufgerufen sind Mitarbeiter in wissenschaftlichen Einrichtungen sowie in Organisationen und Unternehmen aus Bildung, Kultur und Wirtschaft mit kreativen Ideen für ein innovatives Veranstaltungsformat, das den direkten und persönlichen Austausch zwischen Wissenschaftlern und interessierten Laien berücksichtigt. Allerdings muss der Antragsteller in einer Institution beschäftigt sein, die als steuerbegünstigte Körperschaft anerkannt ist. Mit Ausnahme von Hochschulen und staatlichen Forschungseinrichtungen müssen diese einen Freistellungsbescheid für die Körperschaftssteuer mit dem Hinweis „Förderung von Wissenschaft und Forschung“ vorlegen.
3. Verwendung der Fördermittel
Die Fördersumme von bis zu 30.000 Euro kann je nach Idee, Ausprägung und Gestaltung der Veranstaltung frei für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Beantragt werden können Personal-, Reise- und Sachmittel, z. B. für Raummieten und Catering.
Der Antragsteller kann nicht die Vergütung der eigenen Stelle beantragen. Nicht finanziert werden zudem Overhead-Kosten, Kosten für die Freistellung von der Lehre, Honorare für fest angestellte Wissenschaftler sowie typische Aufgaben der Forschungseinrichtung (Publikationskosten, Bürobedarf etc.). Personalkosten müssen nach den Sätzen der DFG bzw. den Tarifentgelten für den öffentlichen Dienst des Bundes oder der Länder berechnet werden. Vollkostensätze oder Pauschalen werden nicht akzeptiert.
Die Mittel müssen innerhalb eines Jahres nach Bewilligung verausgabt werden.
4. Antragstellung
Bitte reichen Sie bis zum 30.04.2026 Ihren Antrag online auf der Homepage der Stiftung https://tinyurl.com/5dr8wddr Form einer einzigen PDF-Datei ein. Die Stiftung stellt für den Antrag keine Vorlage zur Verfügung, allerdings müssen der Randabstand mindestens 2 cm betragen und eine gut lesbare Schriftgröße (mindestens 11 pt Arial) gewählt werden. Der Antrag muss folgende Informationen in der genannten Reihenfolge enthalten:
1. Titel der Veranstaltung, Name des Antragstellers (nur eine einzige Person) mit Kontaktdaten sowie Kurzprofil der Einrichtung, in der der Antragsteller tätig ist (max. 1 DIN-A4-Seite)
2. Lebenslauf des Antragstellers (max. 1 DIN-A4-Seite)
3. Beschreibung der Veranstaltung (max. 4 DIN-A4-Seiten)
4. Detaillierte tabellarische Budgetübersicht (max. 1 DIN-A4-Seite)
5. Freistellungsbescheid für die Körperschaftssteuer mit dem Hinweis „Förderung von Wissenschaft und Forschung“ der antragstellenden Institution (außer Hochschulen und staatliche Forschungseinrichtungen)
5. Projektauswahl
Die Entscheidung über die Vergabe fällen externe Gutachter gemeinsam mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der Daimler und Benz Stiftung.
6.Kontakt
Für Rückfragen steht Ihnen in der Stiftung Frau Marion Hartmann zur Verfügung.
Tel.: 06203-1092-0
E-Mail: hartmann@daimler-benz-stiftung.de
Hinweis zur Sprachform:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für Personen aller Geschlechter. Wir möchten die in unseren Texten verwendete Form als geschlechtsneutral und wertfrei verstanden wissen.
Ausschreibung für ein Projekt zur Stärkung der Wissenschafts-kommunikation: Wie lässt sich Wissensch ...
Copyright: © Daimler und Benz Stiftung_sunny Studio
Criteria of this press release:
Business and commerce, Scientists and scholars, Students, Teachers and pupils
interdisciplinary
transregional, national
Research projects, Science policy
German

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