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02/09/2026 10:35

Forschende wollen Wasserstoffproduktion auf dem Meer ermöglichen

Nadine Metzler Hochschulkommunikation
Hochschule Bremerhaven

    Um Deutschland klimaneutral mit Energie zu versorgen, sind Wasserstofftechnologien ein wichtiger Bestandteil. Mit ihnen ließe sich Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachhaltig speichern und dann nutzen, wenn Wind und Sonne keine Energie liefern. Im Projekt „wind2hydrogen“ an der Hochschule Bremerhaven wird nach einer Möglichkeit gesucht, die Energie aus Offshore-Windenergieanlagen direkt vor Ort auf dem Meer in Wasserstoff umzuwandeln. Dafür arbeiten die Bremerhavener Forschenden mit der Universität Bremen und der Bremerhavener EnPro GmbH zusammen. Kürzlich wurde der erste Meilenstein präsentiert.

    Das Projekt wird gefördert durch die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH und kofinanziert mit Mitteln aus dem "EFRE Bremen 2021 bis 2027" Programm.

    Im Jahr 2025 speisten rund 1.600 Offshore-Windenergieanlagen etwa sechs Prozent der deutschen Jahresstrommenge in das öffentliche Stromnetz ein. Damit die Energie an Land kommt, müssen Seekabel verlegt werden. Dies ist nicht nur ein wahrer Kostentreiber bei der Installation der Anlagen, sondern muss auch aus Umweltschutzgründen gut durchdacht sein. Eine günstigere Lösung könnte sein, den erzeugten Strom direkt vor Ort in Wasserstoff umzuwandeln und so zu speichern. Dafür müsste jedoch das Meerwasser, das für die Elektrolyse verwendet wird, zunächst entsalzt werden.

    Hier kommt die Arbeit der Bremerhavener Forschenden ins Spiel. Ihr Schwerpunkt im Projekt ist die verfahrenstechnische Planung und Entwicklung einer schwimmenden Wasserstoffproduktionsanlage – also die Frage, wie eine solche Anlage aussehen und funktionieren könnte. Dies bringt einige Herausforderungen mit sich. Eine solche Plattform muss autonom funktionieren und den schwierigen Umweltbedingungen auf See standhalten. Kürzlich konnten die Forschenden ihren ersten Meilenstein präsentieren. „Wir haben uns in den vergangenen Monaten intensiv mit der Plattformstruktur beschäftigt und recherchiert, welche Verfahren sich für die Wasseraufbereitung eignen. Mithilfe einer Marktanalyse können wir ermitteln, welche Komponenten es bereits gibt. So können wir bei der Entwicklung auf bereits bestehende Technologien zurückgreifen, was zu einer schnelleren Marktreife führt“, erklärt Marc-Kevin Baer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt. Diese Analyse ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts. „Es kann sein, dass die technischen Anforderungen, die in der Studie erarbeitet werden, über den Stand des Marktangebots hinausgehen und später auf Basis des abschließenden Empfehlungskataloges von der Industrie zu lösen sind“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Uwe Werner.

    In den kommenden Monaten wollen die Forschenden ein Modell entwickeln, mit dem verschiedene Wasserstoffplattformen simuliert werden können. Dadurch können sie ermitteln, wie hoch die Kosten für die Installation wären und welche Risiken beim Betrieb bestehen würden. Eine konkrete Skizze für eine Testanlage soll zum Projektende im kommenden Jahr vorliegen.


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr.-Ing. Uwe Werner
    uwerner@hs-bremerhaven.de


    More information:

    https://www.hs-bremerhaven.de/de/forschung/projekte/wind2hydrogen Projektseite wind2hydrogen


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    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars, all interested persons
    Energy
    transregional, national
    Research projects
    German


     

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