Am 20. März 2026 übernimmt der Glaziologe die wissenschaftliche Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Bislang leitete er als Direktor das International Arctic Research Center der Universität von Alaska in Fairbanks.
„Das AWI ist ein international renommiertes Institut der Polar- und Meeresforschung. Seine hervorragende Expertise in zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen, die internationale Vernetzung sowie die einmalige Logistik und Infrastruktur machen es zu einem der attraktivsten Forschungszentren der Welt. Es ist mir eine große Freude und Ehre, hier künftig als wissenschaftlicher Direktor tätig zu sein“, sagt Prof. Dr. Hajo Eicken.
Der gebürtige Bremerhavener hat 1990 an der Universität Bremen promoviert. Bis 1997 war er am Alfred-Wegener-Institut im Bereich der Ozeanischen und Atmosphärischen Physik tätig. 1998 wechselte er an die Universität von Alaska in Fairbanks, wo er verschiedene wissenschaftliche Positionen bekleidete. In den vergangenen zehn Jahren leitete er dort das International Arctic Research Center (IARC). Die Erforschung von Meereis zählt zu seinen wissenschaftlichen Kerngebieten.
„Meine langjährige Tätigkeit in Alaska, insbesondere als Direktor des International Arctic Research Center, hat zu einem erheblichen Teil darin bestanden, Brücken zu bauen zwischen Sozial- und Naturwissenschaften, zwischen der Wissenschaft und Entscheidungsträger:innen in Politik und Wirtschaft, zwischen akademischer Forschung und indigenen Wissensformen. Das wird künftig auch für das AWI immer wichtiger werden“, sagt der Glaziologe. „Besonders spannend ist die Einbindung von modernen Sensorsystemen und weltweit einmaligen Polarforschungsplattformen wie dem Polarstern-Neubau in ganzheitliche Fragestellungen der Erdsystemforschung. Hier hat das AWI auch über Partnerschaften in der Region und darüber hinaus enormes Potential, das es in den kommenden Jahren auszuschöpfen gilt.“
„Das Alfred-Wegener-Institut ist zentral für Deutschlands hervorragende Position in der Meeres- und Polarforschung. Ich freue mich daher außerordentlich, dass wir Professor Hajo Eicken als international renommierten Arktisforscher für den Standort Deutschland gewinnen konnten. Ich wünsche ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe als wissenschaftlicher Direktor des AWI und dem AWI unter seiner Leitung weitere herausragende Beiträge zur Meeres- und Polarforschung. Unsere Forschung heute führt zu neuer Wertschöpfung morgen und zu mehr Resilienz gegenüber den großen Herausforderungen im Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz“, sagt Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Hajo Eicken freut sich besonders darauf, die AWI-Expertise mit lokalen Partnern in Politik und Wirtschaft zu koppeln. In diesem Bereich könne viel Wissen in die Umsetzung gebracht werden. In der fachlichen Beratung von Behörden des Wasser- und Küstenschutzes beispielsweise sieht er großes Potenzial.
„Mit Prof. Dr. Hajo Eicken bekommt das AWI einen Spitzenforscher als Leiter, der aus unserer Region stammt und den es nach einer beeindruckenden internationalen Karriere hierher zurückzieht. Das zeigt, wie attraktiv wir in Bremen und Bremerhaven als Wissenschaftsstandort sind. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Herrn Eicken künftige Potenziale auszuloten, die auch bei uns vor Ort Wirkung entfalten. Unsere Küsten- und Meeresgebiete beispielsweise sind ebenso empfindlich wie auch lebens- und schützenswert. Hier kann das Alfred-Wegener-Institut wichtige Beiträge leisten“, sagt Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen.
Sein Werdegang in Alaska habe ihn nun an einen Punkt gebracht, an dem er die bestehende AWI-Expertise gut ergänzen könne. Aber auch die kooperative Ausrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft wisse er zu schätzen, sagt der 60-Jährige. Eine wichtige Grundlage für exzellente Forschung sei die nationale und internationale Kooperation. Hier könne er auf ein Netzwerk zurückgreifen, das er über Jahrzehnte aufgebaut habe.
„Hajo Eicken ist eine starke und überzeugende Wahl für das AWI. Er gehört zu den führenden Polarforschern weltweit und bringt eine transatlantische Perspektive mit, die in einer sich wandelnden Welt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ich freue mich auf den Austausch und die Zusammenarbeit – welcome back to Germany!“, sagt Prof. Dr. Martin Keller, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.
Das AWI wird sich in den kommenden Jahren unter anderem beim Internationalen Polarjahr engagieren, aber auch in vielen wegweisenden Expeditionen in der Arktis und der Antarktis. „Einen in der Polarforschung so erfahrenen Top-Wissenschaftler als künftigen AWI-Direktor zu gewinnen, ist ein echter Glücksfall für uns“, sagt Prof. Dr. Maarten Boersma, der derzeitige kommissarische Direktor des Instituts. „In einer Zeit, in der gerade die internationale Arktisforschung vor großen Herausforderungen steht, bringt er genau die Erfahrung und Expertise mit, die wir brauchen, um die richtigen wissenschaftlichen Impulse zu setzen. Das AWI besitzt in der internationalen Polar- und Meeresforschung eine hervorragende Stellung. Mit Hajo Eicken können wir unsere Partnerschaften nun weiter ausbauen.“
„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, den renommierten Wissenschaftler Hajo Eicken als neuen Direktor des AWI zu gewinnen. Das ist ein großer Erfolg – auch für uns als Universität. Die Verbindung, die über die Kooperationsprofessur entsteht, ist ein großer Gewinn auch für die Universität Bremen. Ich gratuliere Herrn Eicken sehr herzlich und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, sagt Prof. Dr. Jutta Günther, Rektorin der Universität Bremen.
https://www.awi.de/ueber-uns/service/presse.html Pressemitteilung
Neuer wissenschaftlicher Direktor des AWI - Hajo Eicken
Source: Chynna Lockett
Copyright: © IARC, UAF, Chynna Lockett
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students, Teachers and pupils, all interested persons
Environment / ecology, Oceanology / climate
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications, Organisational matters
German

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