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02/10/2026 13:10

Neugier, Verantwortung und Gestaltungsspielraum

Dipl.-Wirts.-Ing. (FH) Moritz Faller Öffentlichkeitsarbeit
Hahn-Schickard

    Zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar machen zwei Wissenschaftlerinnen von Hahn-Schickard sichtbar, welche Faktoren ihren Weg in der Wissenschaft geprägt und welche Hürden sie überwunden haben.

    Der Anteil der Frauen, die in Baden-Württemberg ein MINT-Studium begonnen haben, ist laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg leicht angestiegen: im Wintersemester 2023/24 lag er mit 32,4 Prozent knapp zwei Prozent höher als im Jahr davor. Frauen sind in MINT-Berufen und Professuren in Baden-Württemberg jedoch weiterhin stark unterrepräsentiert. Es bleibt also wichtig, Arbeitsumfelder zu schaffen, in denen wissenschaftliche Neugier, Chancengleichheit und Gestaltungsspielraum gefördert werden.

    Darüber wie dieser Anspruch in der Praxis eingelöst wird, berichten die promovierten Physikerinnen Dr. Carolin Klose, Bereichsleiterin Elektrochemische Energiesysteme, und Dr. Sophie Billat, Gruppenleiterin Thermische Sensorsysteme – um junge Frauen zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen.

    Für Dr. Carolin Klose stand am Anfang vor allem eines: die Neugier. „Ich wollte verstehen, wie Dinge funktionieren, Zusammenhänge erkennen und Fragen stellen, auf die es noch keine fertigen Antworten gibt“, beschreibt sie ihre Motivation für ein Physikstudium und die anschließende Promotion. Eine Führungsrolle war dabei kein ursprüngliches Ziel, sondern entwickelte sich im Laufe der Zeit. „Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass man durch Führung nicht nur eigene Ideen umsetzen, sondern auch Rahmenbedingungen für andere verbessern kann“, so Klose. Entscheidend seien dabei Vertrauen, Gestaltungsspielräume und ein unterstützendes Umfeld, wie sie es bei Hahn-Schickard erlebt.

    Auch Dr. Sophie Billat betont die Bedeutung von intrinsischer Motivation. Schon früh habe sie der Wunsch angetrieben, Neues zu erfinden und mit Technologien zu arbeiten. „Mich hat es immer gereizt, Neues zu entwickeln. Ich war und bin sehr wissbegierig, besonders wenn es um neue Technologien geht“, sagt Billat. Karriere bedeute für sie dabei nicht zwingend eine Führungsposition, sondern vor allem, „das zu tun, was man wirklich mag“. Die Verbindung aus fachlicher Arbeit, Führungsverantwortung und der Umsetzung von Forschung in die Praxis mache für sie den besonderen Reiz ihres Berufs aus.

    Beide Wissenschaftlerinnen sehen positive Entwicklungen in der Gleichstellung, betonen jedoch, dass weiterhin Herausforderungen bestehen. Während Chancengleichheit heute sichtbarer diskutiert werde und es mehr Unterstützungsangebote gebe, spielten nach wie vor innere Zweifel und gesellschaftliche Zuschreibungen eine Rolle – insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen. „Viele glauben, man müsse ein Genie sein, um in der Wissenschaft bestehen zu können. Aber Wissenschaft lebt von Fragen, Ausprobieren, Fehler machen und Dranbleiben – nicht von Perfektion“, sagt Klose.

    Ihr gemeinsamer Rat an junge Frauen und Mädchen ist klar: den eigenen Interessen vertrauen und den Mut haben, den eigenen Weg zu gehen. „An sich selbst glauben und einfach machen“, bringt es Billat auf den Punkt.

    Lesen Sie die vollständigen Interviews unter
    www.hahn-schickard.de/ueber-uns/gleichstellung/interview-billat-klose


    Contact for scientific information:

    Tanja Trächtler / Gleichstellungsbeauftragte (Tanja.Traechtler@Hahn-Schickard.de)


    Original publication:

    https://www.hahn-schickard.de/news-detail/neugier-verantwortung-und-gestaltungss...


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    Dr. Carolin Klose
    Dr. Carolin Klose

    Copyright: Quelle: Hahn-Schickard

    Dr. Sophie Billat
    Dr. Sophie Billat

    Copyright: Quelle: Hahn-Schickard


    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    interdisciplinary
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications
    German


     

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