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02/12/2026 17:14

PSI Founder Fellowship für KI-Plattform und Festkörperbatterien

Dr. Mirjam van Daalen Abteilung Kommunikation
Paul Scherrer Institut (PSI)

    Das Paul Scherrer Institut PSI vergibt je ein PSI Founder Fellowship an Mohsen Sadr und Mohammadhossein Montazerian. Gefördert werden zwei Geschäftsideen auf Basis von PSI-Technologien: eine KI-basierte Plattform für die Entwicklung von Fusionsenergie- und Raumfahrttechnologien sowie neuartige Dünnschicht-Festkörperbatterien für kompakte Energiespeicher.

    Die beiden PSI-Forscher Mohsen Sadr und Mohammadhossein Montazerian erhalten je ein PSI Founder Fellowship: Sie erhalten eine finanzielle Förderung in Höhe von bis zu 150 000 CHF und zudem Coaching und Beratung durch das Technologietransfer-Team des PSI sowie durch externe Fachpersonen.

    KI-gestützte Entwicklung für Fusionsenergie und Raumfahrt

    Der Founder Fellow Mohsen Sadr entwickelt ein KI-basiertes Werkzeug, das physikalische Simulationen für die Fusionsenergie, Raumfahrt und Halbleitertechnologien beschleunigt und kostengünstiger macht. Ziel ist es, KI-Werkzeuge zu entwickeln, anzupassen und bei industriellen Partnern einzusetzen, um deren Entwicklungs- und Designprozesse zu optimieren.

    «Die Entwicklung von Fusionsenergie-Systemen erfordert heute jahrelange Simulations- und Testzyklen. Unsere KI-Lösung kann diese Prozesse deutlich beschleunigen und macht jahrzehntelanges wissenschaftliches Know-how gezielt für industrielle Anwendungen nutzbar», so Sadr.

    Indem die Technologie zentrale Engpässe in Simulations- und Designprozessen adressiert, ermöglicht sie es, neue Konzepte schneller zu bewerten und zu optimieren. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Weiterentwicklung von Fusionsenergie als langfristig verfügbarer, sauberer Energiequelle sowie für anspruchsvolle Anwendungen in der Raumfahrt.

    Mikrobatterien für Medizintechnik und Wearables

    Mohammadhossein Montazerian, der zweite Founder Fellow, beschäftigt sich mit Grenzflächenengineering sowie Mikro- und Nanofabrikationsverfahren für Festkörper-Energiespeicher der nächsten Generation. Hierauf aufbauend verfolgt er das Ziel, eine neue Klasse von dünnschichtigen Festkörper-Lithium-Ionen-Batterien zu entwickeln.

    «Unsere vollständig oxidbasierte Batteriearchitektur ermöglicht nicht nur deutlich erhöhte Sicherheit, sondern auch über 5000 Ladezyklen bei ultraschnellem Laden – genau die Eigenschaften, die biomedizinische Implantate und Geräte der nächsten Generation im Bereich des «Internet der Dinge» benötigen», ergänzt Montazerian.

    Die Technologie kommt ohne metallisches Lithium aus und erlaubt besonders dünne, integrierbare Baustrukturen. Damit begegnet das Projekt dem wachsenden Bedarf an zuverlässigen Mikro-Energiespeichern für Anwendungen wie biomedizinische Implantate, Wearables, Internet-of-Things-Geräte oder sogar Mikrodrohnen.

    Von der Forschung zum Spin-off: PSI-Ausgründungen schaffen Wertschöpfung

    PSI Founder Fellows werden jedes Jahr von einer Jury ausgewählt, die aus Vertretenden aus Industrie, Forschung und dem Venture-Capital-Umfeld bestehen. Die beiden diesjährigen Gewinner werden ab dem ersten Quartal 2026 über einen Zeitraum von zwölf bis achtzehn Monaten ihre jeweiligen Technologien systematisch weiterentwickeln, Marktvalidierungen durchführen und einen ersten Businessplan ausarbeiten. Ziel ist es, bis Ende 2026 weitere Investoren zu gewinnen und die Grundlage für eine mögliche Spin-off-Gründung zu schaffen.

    Spin-offs sind ein zentrales Instrument des Technologietransfers am PSI. Sie überführen wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in marktfähige Produkte und Lösungen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für Gesellschaft und Wirtschaft. Das PSI Founder Fellowship unterstützt seit seiner Lancierung 2017, mit Unterstützung der UBS, Forschende und Ingenieurinnen und Ingenieure des PSI bei der Weiterentwicklung vielversprechender Geschäftsideen bis hin zur möglichen Ausgründung. Bereits sieben Spin-offs sind aus dem Programm hervorgegangen, darunter die Araris Biotech AG, mit einer Marktbewertung von über 1 Milliarde US-Dollar das erste Unicorn unter den PSI-Spin-offs.

    Text: Paul Scherrer Institut PSI/Stefanie Wiedner

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    Über das PSI

    Das Paul Scherrer Institut PSI entwickelt, baut und betreibt grosse und komplexe Forschungsanlagen und stellt sie der nationalen und internationalen Forschungsgemeinde zur Verfügung. Eigene Forschungsschwerpunkte sind Zukunftstechnologien, Energie und Klima, Health Innovation und Grundlagen der Natur. Die Ausbildung von jungen Menschen ist ein zentrales Anliegen des PSI. Deshalb sind etwa ein Viertel unserer Mitarbeitenden Postdoktorierende, Doktorierende oder Lernende. Insgesamt beschäftigt das PSI 2300 Mitarbeitende und ist damit das grösste Forschungsinstitut der Schweiz. Das Jahresbudget beträgt rund CHF 450 Mio. Das PSI ist Teil des ETH-Bereichs, dem auch die ETH Zürich und die ETH Lausanne angehören sowie die Forschungsinstitute Eawag, Empa und WSL.


    Contact for scientific information:

    Mohsen Sadr
    PSI Center for Scientific Computing, Theory and Data
    Paul Scherrer Institut PSI

    +41 56 310 55 10
    mohsen.sadr@psi.ch
    [Englisch]

    Mohammadhossein Montazerian
    PSI Center for Neutron and Muon Sciences
    Paul Scherrer Institut PSI

    +41 56 310 50 54
    mohammadhossein.montazerian@psi.ch
    [Englisch]


    More information:

    https://www.psi.ch/de/news/medienmitteilungen/psi-founder-fellowship-fuer-ki-pla... – Medienmitteilung auf der Webseite des Paul Scherrer Instituts PSI


    Images

    Mohsen Sadr entwickelt am PSI KI-basierte Methoden, die physikalische Simulationen für Fusionsenergie, Raumfahrt und Halbleitertechnologien beschleunigen und kostengünstiger machen. Ziel ist deren Anwendung in industriellen Entwicklungsprozessen.
    Mohsen Sadr entwickelt am PSI KI-basierte Methoden, die physikalische Simulationen für Fusionsenergi ...
    Source: Stefanie Wiedner
    Copyright: Paul Scherrer Institut PSI

    Mohammadhossein Montazerian arbeitet am PSI an neuartigen Dünnschicht-Festkörperbatterien für kompakte Energiespeicher. Im Fokus seiner Forschung stehen Lithiumoxid-basierte Mikro-Batterien für Anwendungen zum Beispiel im Internet der Dinge.
    Mohammadhossein Montazerian arbeitet am PSI an neuartigen Dünnschicht-Festkörperbatterien für kompak ...
    Source: Stefanie Wiedner
    Copyright: Paul Scherrer Institut PSI


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Physics / astronomy
    transregional, national
    Transfer of Science or Research
    German


     

    Mohsen Sadr entwickelt am PSI KI-basierte Methoden, die physikalische Simulationen für Fusionsenergie, Raumfahrt und Halbleitertechnologien beschleunigen und kostengünstiger machen. Ziel ist deren Anwendung in industriellen Entwicklungsprozessen.


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    Mohammadhossein Montazerian arbeitet am PSI an neuartigen Dünnschicht-Festkörperbatterien für kompakte Energiespeicher. Im Fokus seiner Forschung stehen Lithiumoxid-basierte Mikro-Batterien für Anwendungen zum Beispiel im Internet der Dinge.


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