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02/16/2026 09:48

„SUMP-Assistant“: KI-Assistenz für smarte Mobilität in NRW

Yvonne Gather Hochschulkommunikation
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen

    Die Westfälische Hochschule (WH) hat im Rahmen des EFRE-Innovationswettbewerbs NeueWege.IN.NRW den Förderbescheid für das Projekt „SUMP-Assistant“ erhalten. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative, digitale und nachhaltige Lösungen für eine vernetzte Mobilität und urbane Logistik zu unterstützen. Das Projekt der Westfälischen Hochschule wird mit rund 472.000 Euro gefördert und in Zusammenarbeit mit den Städten Gelsenkirchen und Aachen umgesetzt. Weitere Kommunen sollen profitieren.

    Mit dem Projekt entwickelt die WH gemeinsam mit den Projektpartnern eine intelligente, KI-basierte Assistenzlösung, die Kommunen bei der Planung und Umsetzung nachhaltiger urbaner Mobilitätsstrategien unterstützt. Das System orientiert sich am europäischen Leitbild der „Sustainable Urban Mobility Plans (SUMP)“ und richtet sich speziell an kommunale Fachverwaltungen. „SUMP“ steht für ein strategisches Konzept, das Städte und Gemeinden dabei unterstützt, eine nachhaltige, umweltfreundliche und sozial verträgliche Mobilität zu fördern. Der Verkehr in Städten soll so gestaltet werden, dass Umweltbelastungen minimiert, die Lebensqualität verbessert und alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen berücksichtigt werden. Die angestrebte IT-Lösung der WH vereinfacht komplexe Planungsprozesse, macht vorhandenes Wissen besser nutzbar und entlastet bei zentralen Arbeitsschritten – etwa der Auswertung von Beteiligungsverfahren, der Analyse von Strategiedokumenten sowie der Erstellung strukturierter Berichte und Textbausteine für politische Gremien.

    Innovative KI-Technologie mit Fokus auf Nachvollziehbarkeit und Datenschutz
    Im Kern basiert der „SUMP-Assistant“ auf modernen KI-Technologien, insbesondere Large Language Models, die mit einer speziell aufgebauten Wissensbasis kombiniert werden. Nutzende können über eine webbasierte Oberfläche gezielt Fragestellungen formulieren. Die KI verarbeitet diese kontextbezogen und greift dabei auf öffentlich zugängliche Quellen sowie – unter strikter Einhaltung des Datenschutzes – kommunalspezifische Dokumente zurück. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Nachvollziehbarkeit und Qualität der KI-Ergebnisse: Durch den Einsatz von sogenannten Retrieval-Augmented-Generation-Verfahren werden Ausgaben stets auf konkrete, geprüfte Quellen gestützt.

    Datenschutz und IT-Sicherheit haben höchste Priorität
    Das Institut für Internet-Sicherheit (if(is)) der Westfälischen Hochschule verantwortet die Entwicklung eines umfassenden Sicherheits- und Datenschutzkonzepts, das den Vorgaben der DSGVO, des IT-Grundschutzes sowie der europäischen KI-Verordnung (AI Act) entspricht. Nicht-öffentliche Dokumente werden ausschließlich in gesicherten Systemumgebungen verarbeitet und – wo erforderlich – anonymisiert oder pseudonymisiert.

    Modulare Entwicklung und Pilotierung in mehreren NRW-Kommunen
    Während der Pilotphase begleitet das Institut die technische Nutzung, analysiert Systemleistung und Nutzerfeedback und optimiert das System iterativ, um ein robustes, praxisnahes und rechtssicheres Werkzeug für die kommunale Mobilitätsplanung zu schaffen. Die Erprobung startet in der Stadt Aachen und wird anschließend in weiteren Pilotkommunen in NRW fortgesetzt, darunter Troisdorf, Düsseldorf, Bielefeld und Gelsenkirchen. Das Feedback aus der Praxis fließt kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein.

    Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt rund 525.000 Euro, davon werden ca. 472.000 Euro durch den EFRE-Innovationswettbewerb gefördert.

    Aufgaben der Westfälischen Hochschule:
    Das Institut für Internet-Sicherheit (if(is)) übernimmt die zentrale technische Konzeption, Umsetzung und Absicherung des KI-basierten Assistenzsystems. Dazu gehören die Entwicklung einer skalierbaren Systemarchitektur, die Integration relevanter Datenquellen, die technische Validierung von Anwendungsfällen sowie die Umsetzung des MVP und Demonstrators inklusive KI-Komponenten und webbasiertem Interface. Während der Pilotphase begleitet das Institut die technische Nutzung, analysiert Systemleistung und Nutzerfeedback und optimiert das System iterativ, um ein robustes, praxisnahes und rechtssicheres Werkzeug für die kommunale Mobilitätsplanung zu schaffen.


    Contact for scientific information:

    Westfälische Hochschule
    Institut für Internetsicherheit (if)is
    Prof. Dr. Tobias Urban
    Mail: tobias.urban@w-hs.de


    Images

    Den Förderbescheid für das Projekt „SUMP Assistant“ nahmen Prof. Dr. Tobias Urban (r.), Westfälische Hochschule, und Henning Holdinghausen (m.), Rupprecht Consult, von Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, entgegen.
    Den Förderbescheid für das Projekt „SUMP Assistant“ nahmen Prof. Dr. Tobias Urban (r.), Westfälische ...
    Source: M. Kremer
    Copyright: PtJ


    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students, all interested persons
    Information technology, Traffic / transport
    transregional, national
    Cooperation agreements, Research projects
    German


     

    Den Förderbescheid für das Projekt „SUMP Assistant“ nahmen Prof. Dr. Tobias Urban (r.), Westfälische Hochschule, und Henning Holdinghausen (m.), Rupprecht Consult, von Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, entgegen.


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