Flüchtlinge aus der Ukraine, die möglicherweise unter einem Kriegstrauma leiden, nehmen seltener eine Arbeit auf als ihre Landsleute, die kein Trauma haben. Dies ist das Ergebnis einer von der ROCKWOOL Foundation finanzierten Studie, die jetzt als RFBerlin-Diskussionspapier (19/26) veröffentlicht worden ist. „Wenn wir mehr Ukrainer in Arbeit bringen wollen, könnte es hilfreich sein, jene mit schweren Trauma-Reaktionen psychologisch zu unterstützen“, sagt Mette Foged, Associate Professor an der Universität Kopenhagen und Senior Researcher bei der ROCKWOOL Foundation. „Dies könnte auch in anderen Ländern relevant sein, in denen Ukrainer Zuflucht gesucht haben.“
Der Studie zufolge leidet fast jeder dritte ukrainische Flüchtling in Dänemark unter einem möglichen Kriegstrauma. Deren Beschäftigungsquote liegt um 7,4 Prozentpunkte unter der anderer Flüchtlinge aus der Ukraine. Wenn sie arbeiten, arbeiten sie auch weniger Stunden. Ihr Stundenlohn ist jedoch ähnlich hoch wie der anderer Ukrainer.
Die Studie untersuchte eine repräsentative Stichprobe ukrainischer Flüchtlinge, die zwischen dem Beginn der vollständigen Invasion Russlands am 24. Februar 2022 und dem 30. September 2022 in Dänemark ankamen. Sechs Monate nach ihrer Ankunft sind 51 Prozent von ihnen beschäftigt. Nach zwei Jahren steigt diese Zahl auf 68 Prozent. Zum Vergleich: Die Beschäftigungsquote bei Dänen liegt bei etwa 80 Prozent.
Auf Deutsch: Dr. Edith Zink, ezi.zink@gmail.com
Englisch und Dänisch: Prof. Mette Foged; mette.foged@econ.ku.dk; Tel.: 0045 35 32 35 82
Prof. Karen-Inge Karstoft; kik@psy.ku.dk, Tel.: 0045 35 33 50 50
RFBerlin Discussion Paper 19/2026: ‘PTSD and refugees' underemployment: Evidence from displaced Ukrainians’ von Mette Foged, Karen-Inge Karstoft und Edith Zink.
https://www.rfberlin.com/wp-content/uploads/2026/01/26019.pdf
https://www.rfberlin.com/research-insights/why-some-refugees-struggle-to-work/
https://RFBerlin Research Insight: Why Some Refugees Struggle to Work: The Role of Early Signs of PTSD
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, all interested persons
Economics / business administration, Psychology, Social studies
transregional, national
Research results, Scientific Publications
German

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