idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
02/19/2026 11:31

Empirische Sozialforschung im Zeichen digitaler Transformationen - Neu an der UDE: Bernd Weiß

Dr. Alexandra Nießen Ressort Presse - Stabsstelle des Rektorats
Universität Duisburg-Essen

    Methoden für die präzise und akkurate Beschreibung gesellschaftlicher Prozesse bereitstellen: Dr. Bernd Weiß, neuberufener Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung an der Universität Duisburg-Essen, befasst sich an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften mit neuen Datenquellen und methodischen Ansätzen.

    „Datenqualität ist mir sehr wichtig“, sagt Prof. Dr. Bernd Weiß. Vor der Berufung an die Universität Duisburg-Essen (UDE) leitete er am Forschungsinstitut „GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften“ das GESIS Panel, mit dem sowohl Umfrage- als auch digitale Verhaltensdaten erhoben werden. „Ich möchte mich an meinem Lehrstuhl weiterhin mit Fragestellungen aus der Umfragemethodik befassen. Zusätzlich aber auch Antworten auf Probleme finden, die sich aus der Verknüpfung von Umfrage- und digitalen Verhaltensdaten ergeben.“ Zwar sind solche verknüpften Daten besonders informativ, aber sie werden immer selektiver. Nur bestimmte Gruppen seien bereit, ihre Umfrage- sowie digitalen Verhaltensdaten zu teilen. Typische Forschungsfragen betreffen daher die Beschreibung des Ausmaßes dieser Selektivität oder die Entwicklung möglicher Maßnahmen, um breitere Bevölkerungsgruppen anzusprechen.

    An Künstlicher Intelligenz (KI) wird der Empiriker bei der Umfrageforschung nicht vorbeikommen. „Ich beschäftige mich zunehmend mit dem Einsatz von KI“, sagt der UDE-Professor. Er hält ihren Einsatz unter bestimmten Bedingungen für sinnvoll, betont aber, dass es noch viele grundlegende Fragen gibt. „Diese Technik unterstützt uns beispielsweise beim Auswerten erhobener Daten. Sie kann etwa nützlich sein, um Freitext-Antworten in Umfragen (weitgehend) automatisiert bestimmten Inhaltskategorien zuzuordnen. Im Sinne von ergebnisoffener Grundlagenforschung prüfen wir auch, inwieweit uns diese Modelle helfen können, fehlende Antworten auf Basis vorhandener Informationen zu ergänzen.“

    Nach seinem Soziologiestudium (1996-2002) an der Universität Köln forschte und lehrte Bernd Weiß bis 2010 dort, bevor er unter anderem Visiting Scholar an der Florida State University (2010-2012) in den USA und Gastprofessor an der Universität Duisburg-Essen (2015-2016) war. Ab 2017 leitete er bei GESIS in Mannheim das Team GESIS Panel und war zudem stellvertretender Leiter der Abteilung Umfragedesign und Methodik. Seine Forschung wurde mehrfach ausgezeichnet.

    Für die Presse:
    Ein Foto von Prof. Dr. Bernd Weiß (© UDE / Fabian Strauch) finden Sie zur Publikation unter folgendem Link:
    https://mediaportal.uni-due.de/search

    Weitere Informationen:
    Prof. Dr. Bernd Weiß, Tel. 0201/18-3168, bernd.weiss@uni-due.de

    Redaktion: Dr. Alexandra Nießen, Tel. 0203/37-91487, alexandra.niessen@uni-due.de


    Contact for scientific information:

    Institut für Soziologie: Prof. Dr. Bernd Weiß, Tel. 0201/18-3168, bernd.weiss@uni-due.de


    Images

    Blickt empirisch auf Gesellschaft: Prof. Dr. Bernd Weiß
    Blickt empirisch auf Gesellschaft: Prof. Dr. Bernd Weiß

    Copyright: UDE/Fabian Strauch


    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars, Students, all interested persons
    Cultural sciences, Psychology, Social studies
    transregional, national
    Personnel announcements
    German


     

    Blickt empirisch auf Gesellschaft: Prof. Dr. Bernd Weiß


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).