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02/24/2026 10:00

DHV-Ministerranking: Schüle vor Willingmann und Olschowski

Dr. Matthias Jaroch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Hochschulverband

    Note ausreichend für Bär; Czyborra und Gremmels als Schlussduo der Länder

    Dr. Manja Schüle (SPD), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, ist von den Mitgliedern des Deutschen Hochschulverbands (DHV) erstmals zur „Wissenschaftsministerin des Jahres“ gewählt worden. Ihre hochschul- und wissenschaftspolitischen Leistungen wurden im diesjährigen DHV-Ministerranking mit der Note „gut“ am besten bewertet. Schüle, die die DHV-Mitglieder in Kommentaren als „sehr empathisch“ bezeichneten und als „eine aktive Verfechterin freier und qualitativ hochwertiger Wissenschaft in Brandenburg“ würdigten, setzte sich knapp gegen den Vorjahreszweiten und Gewinner der Jahre 2019 und 2021, Professor Dr. Armin Willingmann (SPD), Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, durch. Dritte wurde Baden-Württembergs Ministerin Petra Olschowski (Bündnis 90/Die Grünen), die sich gegenüber dem Vorjahr um sechs Plätze verbessern konnte und damit im Ranking den größten Sprung nach vorn machte.

    Zum sechzehnten Mal wurde der/die „Wissenschaftsminister/-in des Jahres“ in einer Online-Umfrage unter den fast 34.000 Mitgliedern des Verbands ermittelt. An der Abstimmung vom 13. November bis 12. Dezember 2025 nahmen 2.222 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil. Für das DHV-Ministerranking wurden sie gefragt, inwieweit sie die Bundesministerin beziehungsweise ihre Landesministerinnen und -minister als geeignet für ihr Amt ansehen. Dabei konnten sie ihre an Schulnoten orientierte Bewertung auf sechs Stufen von „die ideale Besetzung“ (Note 1) bis „die denkbar schlechteste Besetzung“ (Note 6) angeben. Insgesamt sahen nur 9,3 Prozent ihre Ministerinnen und Minister als „die ideale Besetzung“ an, aber 19,4 Prozent als „eine sehr schlechte“ bzw. „die denkbar schlechteste Besetzung“. Die durchschnittliche Bewertung entspricht einem „Befriedigend minus“ (Note 3,31) und damit dem Urteil „eher eine gute Besetzung“.

    Das Ranking-Mittelfeld führt der niedersächsische Wissenschaftsminister Felix Mohrs (SPD) auf Platz vier an, der damit gegenüber dem Vorjahr sechs Plätze gut machen konnte. Fünfter und sechster wurden sein sächsischer Kollege Sebastian Gemkow (CDU) und Bayerns Staatsminister Markus Blume (CSU). Neueinsteiger auf den Plätzen sieben und acht sind Hamburgs Senatorin Maryam Blumenthal (Bündnis 90/Die Grünen) und Thüringens Minister Christian Tischner (CDU). Auf den Rängen neun bis elf folgen die nordrhein-westfälische Ministerin Ina Brandes (CDU), ihr rheinland-pfälzischer Kollege Clemens Hoch (SPD), der damit gegenüber dem Vorjahr um fünf Plätze abrutschte, und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerin Bettina Martin (SPD).

    Als „eine eher schlechte Besetzung“ empfinden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Bundesministerin Dorothee Bär (CSU), die erstmalig bewertet werden konnte und mit der Note „ausreichend“ auf Platz 12 landet. Auch wenn sie damit besser als zuletzt ihre Vorgängerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) abschneidet, wird an ihrer Eignung und fachlichen Qualifikation für das Amt der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt gezweifelt. Ihre starke Technikorientierung wird von einigen wenigen gelobt, die meisten halten ihr jedoch ein verkürztes Wissenschaftsverständnis vor, das das Gespür für akademische Fachkulturen in der Breite vermissen lasse.

    Das Schlussduo bilden wie in den Vorjahren Berlins Senatorin Dr. Ina Czyborra (SPD) und der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD)).

    Die wissenschaftliche Leitung und Durchführung des Rankings lag in den Händen des Zentrums für Evaluation und Methoden der Universität Bonn. In die Bewertung kamen nur Ministerinnen und Minister, für die mindestens 50 Bewertungen abgegeben wurden. Das erforderliche Quorum verfehlten Bremens Senatorin Kathrin Moosdorf (Bündnis 90/Grüne), Saarlands Minister Jakob von Weizsäcker (SPD) und die schleswig-holsteinische Ministerin Dr. Dorit Stenke (CDU). Gewählt werden konnten nur Ministerinnen und Minister, die zu Beginn der Abstimmung mindestens 100 Tage im Amt waren. Andernfalls stand die Amtsvorgängerin beziehungsweise der Amtsvorgänger zur Abstimmung. Das detaillierte Ergebnis ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift „Forschung & Lehre“ zu finden und kann unter dem Link https://www.hochschulverband.de/fileadmin/redaktion/download/pdf/presse/ranking-... abgerufen werden.

    Die „Wissenschaftsministerin des Jahres“ wird im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft geehrt, die am 23. März 2026 in Berlin stattfindet.

    - Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit fast 34.000 Mitgliedern. -


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