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02/24/2026 13:00

Digitale Helfer für die Psychotherapie – Uni Wuppertal erforscht neue Angebote für Kinder und Jugendliche

Marylen Reschop Pressestelle
Bergische Universität Wuppertal

    Mit dem Projekt CARE-MAP wollen Wissenschaftler*innen der Bergischen Universität dazu beitragen, Therapieangebote für Kinder und Jugendliche mit psychischen Belastungen zukünftig zielgruppengerechter und individueller zu gestalten. Im Fokus steht der Einsatz von digitalen Möglichkeiten der Diagnostik z. B. durch die Nutzung von Apps oder Smartwatches. In ihrer Studie befragen die Forschenden Eltern und Jugendliche zu ihren Erfahrungen, Erwartungen und auch möglichen Sorgen hinsichtlich der Nutzung.

    Im Alltag können digitale Technologien wie Smartphones oder Smartwatches zunehmend dazu genutzt werden, Informationen über Verhalten, Gefühle oder Aktivitäten zu erfassen – beispielsweise durch kurze Fragen über eine App oder durch Sensoren, die Bewegungs- oder Standortdaten aufzeichnen.

    „Solche Informationen gewinnen für Fachpersonen in der Kinder- und Jugendpsychologie sowie -psychotherapie zunehmend an Bedeutung“, erklärt Dr. Bodo Przibilla, der die Studie am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Bergischen Universität Wuppertal zusammen mit Prof. Dr. Aleksandra Kaurin verantwortet.

    Teilnehmende gesucht

    Mit ihrem Team möchten die beiden in der CARE-MAP-Studie herausfinden, wie Jugendliche sowie Eltern und Erziehungsberechtigte die Methoden der digitalen Datenerhebung im Alltag bewerten. „Uns interessiert die Meinung dazu, ob solche Technologien in der therapeutischen Anwendung als hilfreich oder eher belastend empfunden werden, welche Bedenken bestehen und was bei der Nutzung solcher Verfahren besonders wichtig ist“, berichtet Przibilla.

    Die Studie richtet sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren sowie an Eltern von Kindern aller Altersgruppen und andere Sorgeberechtigte. Sie besteht aus einer einmaligen anonymen Online-Befragung, die rund 15 Minuten dauert.

    An der Studie teilnehmen: https://uni-w.de/ad3tx (Link zur Befragung)

    Therapie auf ein neues Level heben

    Die über die digitalen Anwendungen erfassten Daten wie Bewegung, Herzfrequenz und Umgebungsgeräusche sowie persönliche Empfindungen, Stimmungen und Erlebnisse sind für die Grundlagen- und Therapieforschung besonders wertvoll. Sie helfen zum Beispiel bei der Diagnostik und dabei, Behandlungen besser zu planen, sie an der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen auszurichten und Risikozustände von Patient*innen schnell erkennen und bewerten zu können. Auch in den Therapiesitzungen selbst können die Daten ganz praktisch unterstützen.

    Bodo Przibilla: „Dank der digitalen Methoden beschränkt sich die Arbeit nicht nur auf die Praxisräume. Als Therapeut*innen können wir unsere Patient*innen damit viel enger begleiten. Wenn Jugendliche zum Beispiel eine App nutzen, in der sie zu einer bestimmten Situation gleich ihre Gefühle eintragen, oder wir in der Therapiesitzung sehen, dass zu bestimmten Zeiten unter der Woche die Herzfrequenz erhöht war, dann können wir im Therapiegespräch gezielt darauf eingehen und den Ursachen auf den Grund gehen. Wir steigen direkt ins Thema ein, ohne auf handschriftliche Fragebögen oder Gedächtnisprotokolle angewiesen zu sein.“ Therapeut*innen erhalten so zum Beispiel ein deutlich feineres Bild der emotionalen Zustände ihrer Patient*innen und ihrer Regulation.

    Zeitnaher Einsatz in der Praxis ist das Ziel

    Damit solche digitalen Methoden auch eingesetzt werden und ihre Wirkung entfalten können, müssen Patient*innen ihnen vertrauen. „Bisherige Studien zu Akzeptanz und Zuverlässigkeit kommen häufig aus den USA, setzen andere Schwerpunkte und lassen sich nicht ohne Weiteres auf die Situation junger Patient*innen und ihrer Familien bei uns übertragen. Mit CARE-MAP möchten wir das ändern“, resümiert Przibilla. Ziel des Lehrstuhls, zu dem auch eine eigene psychotherapeutische Ambulanz für Kinder und Jugendliche gehört, sei es, die Methoden der Datenerfassung auch für Deutschland zu erforschen und schließlich auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Berücksichtigung ethischer und datenschutzrechtlicher Fragestellungen zeitnah in der Therapie einsetzen zu können.

    Ausführliche Informationen zur Studie und zur Teilnahme gibt es auf dieser Webseite: https://care-map.uni-wuppertal.de

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    Hinweis zum Colourbox-Bildmaterial: Bitte beachten Sie, dass das Foto als Motividee dient. Die Rechte zur redaktionellen Nutzung sind beim Anbieter gesondert zu erwerben.


    Contact for scientific information:

    Dr. Bodo Przibilla
    Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
    E-Mail przibilla@uni-wuppertal.de


    More information:

    https://kiju.uni-wuppertal.de/de/ - Webseite Lehrstuhl


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    Smartphones und andere mobile Geräte können genutzt werden, um Verhalten, Erlebnisse und Umweltdaten im Alltag zu erfassen. Zukünftig sollen die Informationen dabei helfen, die psychotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.
    Smartphones und andere mobile Geräte können genutzt werden, um Verhalten, Erlebnisse und Umweltdaten ...

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    Criteria of this press release:
    Journalists, Teachers and pupils, all interested persons
    Information technology, Psychology
    transregional, national
    Research projects
    German


     

    Smartphones und andere mobile Geräte können genutzt werden, um Verhalten, Erlebnisse und Umweltdaten im Alltag zu erfassen. Zukünftig sollen die Informationen dabei helfen, die psychotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.


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