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02/26/2026 14:03

Auf dem Weg zur Professur: Millionenförderung für Ärztinnen und Ärzte in der Forschung

Lisa Dittrich Presse, Kommunikation und Marketing
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Gemeinsamer Erfolg von JLU und UKGM: Bund fördert Advanced Clinician Scientist Programm JLU-LIFT

    Ärztinnen und Ärzte an der Schnittstelle von Forschung und Patientenversorgung werden am Medizinstandort Gießen künftig noch gezielter in ihrer wissenschaftlichen Arbeit unterstützt: Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) stellt für das Advanced Clinician Scientist Programm JLU-LIFT (Justus-Liebig-University – Leadership Initiative for Translational Research) insgesamt eine Förderung von 12 Millionen Euro über zehn Jahre in Aussicht. Für die Startphase von Februar 2026 bis Juli 2028 wurden der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und dem Universitätsklinikum Gießen (UKGM) zunächst knapp 1,9 Millionen Euro bewilligt.

    Das Programm ermöglicht qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern, eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen, klinische und wissenschaftliche Karrierewege zu verbinden und perspektivisch durch Tenure-Track-Professuren wissenschaftlich unabhängig zu werden. Es kombiniert geschützte Forschungszeiten mit strukturierter Betreuung, internationaler Begutachtung und langfristigen Entwicklungsperspektiven. Inhaltlich konzentriert sich JLU-LIFT auf drei strategische Forschungsschwerpunkte: „Imbalanced Inflammation and Infection“, „Fibrotic Repair and Remodeling“ sowie „Cancer Evolution and Progression“. Diese Themenfelder sind eng mit dem Profil der Gießener Universitätsmedizin und dem Forschungsprofil der JLU verknüpft.

    „JLU-LIFT schließt eine entscheidende Lücke in der Karriereförderung zwischen Facharztausbildung und wissenschaftlicher Unabhängigkeit – ein starkes Signal für wissenschaftlich engagierte Medizinerinnen und Mediziner“, erklärt der Lungenforscher Prof. Dr. Andreas Günther, Sprecher von JLU-LIFT. „Wir möchten Talente halten, Karrieren ermöglichen und Innovation fördern – für den Standort und weit darüber hinaus.“

    Auch die weiteren Antragstellerinnen und Antragsteller betonen die strategische Bedeutung des Programms. „JLU-LIFT ermöglicht es uns, exzellent translational arbeitende Klinikerinnen und Kliniker gezielt zu fördern – das ist zentral für die Weiterentwicklung patientennaher Forschung“, so Prof. Dr. Susanne Herold, Gießener Sprecherin des soeben verlängerten Exzellenzclusters CPI – Cardio-Pulmonary Institute. Prof. Dr. Natascha Sommer aus der Pneumologie ergänzt: „Als Nachwuchswissenschaftlerin habe ich selbst von gezielter Förderung profitiert. JLU-LIFT gibt uns jetzt die Möglichkeit, verlässliche Rahmenbedingungen für die nächste Generation zu schaffen.“

    Für den Neuropathologen Prof. Dr. Till Acker ist das neue Programm auch ein persönlicher Meilenstein: „JLU-LIFT ist die konsequente Weiterentwicklung dessen, was wir mit JLU-TRAINEE und JLU-CAREER begonnen haben: ein durchgängiges, strukturell verankertes Karrieremodell für wissenschaftlich tätige Medizinerinnen und Mediziner – vom Studium bis zur Professur.“

    JLU-LIFT ergänzt und erweitert die bereits etablierten Programme JLU-TRAINEE (strukturierte Promotionsförderung für Medizinstudierende) und JLU-CAREER (Clinician Scientist Programm), die gemeinsam ein kohärentes Förderkonzept für den ärztlichen Nachwuchs bilden. Beide Programme wurden unter maßgeblicher Beteiligung der aktuellen Antragsteller entwickelt: Prof. Dr. Till Acker war als damaliger Prodekan Forschung des Fachbereichs Medizin federführend beim Aufbau von JLU-TRAINEE, die DFG-Förderung von JLU-CAREER erfolgte durch das Team um Prof. Dr. Andreas Günther, Prof. Dr. Susanne Herold und Prof. Dr. Till Acker.

    Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer, Dekan des Fachbereichs Medizin, unterstreicht: „Mit JLU-LIFT stärken wir das wissenschaftliche Profil unseres Fachbereichs und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung universitärer Medizin.“ Prof. Dr. Hossein-Ardeschir Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer des Universitätsklinikums Gießen, ergänzt: „Die enge Partnerschaft zwischen Universitätsklinikum und Fachbereich Medizin bildet das Fundament für JLU-LIFT – das ist gelebter Schulterschluss.“ Mit der Förderung von JLU-LIFT sei der Grundstein für eine nachhaltige Stärkung der klinisch-wissenschaftlichen Karrierewege gelegt – in Gießen, für Hessen und weit darüber hinaus.


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr. Andreas Günther, Sprecher
    Advanced Clinician Scientist Programm JLU-LIFT
    E-Mail: andreas.guenther@innere.med.uni-giessen.de


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    Engagement in der Forschung: Ärztinnen und Ärzte werden am Standort Gießen künftig noch gezielter gefördert.
    Engagement in der Forschung: Ärztinnen und Ärzte werden am Standort Gießen künftig noch gezielter ge ...
    Source: JLU / Rolf K. Wegst


    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
    transregional, national
    Research projects
    German


     

    Engagement in der Forschung: Ärztinnen und Ärzte werden am Standort Gießen künftig noch gezielter gefördert.


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