Machtmissbrauch und prekäre Arbeitsbedingungen sind ein Thema im Wissenschaftsbetrieb, mit denen sich der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) schon seit längerem beschäftigt. Seit Februar 2024 gibt es im Verband eine Arbeitsgruppe, die sich fachethischen Fragen wie diesen widmet. Nach den Neuwahlen von Vorstand und Ausschuss setzt die Arbeitsgruppe nun in neuer Besetzung die Arbeit vor. Auf der konstituierenden Sitzung hat die AG das Arbeitsprogramm beschlossen.
Am 23. Februar 2026 hat sich die AG Fachethische Fragen im VHD erstmals in neuer Zusammensetzung getroffen. Marc Buggeln, Antje Flüchter, Teresa Huhle, Catharina Köhnke, Jana Osterkamp und Christiane Weber gehören nun der Gruppe an, die sich künftig mit Themen wie Machtmissbrauch und Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft auseinandersetzen wird.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der VHD das Leitbild "Machtmissbrauch in der Geschichtswissenschaft verhindern" auf Grundlage der Arbeit der AG veröffentlicht. Hierauf soll aufgebaut werden. Die VHD-Vorsitzende Antje Flüchter betont: „Die Arbeit am VHD-Leitbild gegen Machtmissbrauch wird die AG auch in den nächsten zwei Jahren beschäftigen. Wir werden uns auf die Erarbeitung konkreter Maßnahmen fokussieren, wie auf erlebten und wahrgenommenen Machtmissbrauch reagiert werden kann – individuell und als Fach."
Einen neuen Akzent setzt die AG künftig auf die prekäre Situation befristet oder gar nicht beschäftigter habilitierter Historiker und Privatdozenten. Teresa Huhle, Vertreterin der Habilitierten im VHD-Ausschuss, sagt: „Unser Ziel ist es, die prekären Situationen vieler Habilitierter ins Bewusstsein der Fachcommunity und Öffentlichkeit zu tragen. Es ist wichtig, dass die Belange dieser Gruppe bei den Diskussionen um neue Stellenkategorien und Entfristungen nicht übersehen werden.“
Ziellinie ist bei allem Engagement der Tag der Geschichtswissenschaft (ehemals Historikertag), der vom 21. bis 24. September 2027 in Heidelberg stattfinden wird. Dort sollen die Ergebnisse mit Interessierten diskutiert werden, um gemeinsam die Fachkultur positiv zu verändern und als aktive Stimme für die Geschichtswissenschaft aufzutreten.
Die Neukonstituierung der AG war nach der Neuwahl von Vorstand und Ausschuss des VHD im September 2025 notwendig geworden. Die Wiedereinrichtung der AG Fachethische Fragen erfolgte auf der konstituierenden Ausschusssitzung am 20. Februar 2026 in Frankfurt/Main.
Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) ist einer der ältesten geisteswissenschaftlichen Fachverbände Deutschlands. Er wurde 1895 als „Verband Deutscher Historiker“ gegründet. Mit seinen inzwischen über 3.400 Mitgliedern fördert der VHD die Geschichtswissenschaft in Deutschland und vertritt die Interessen aller in historischen Arbeitsfeldern hauptberuflich Tätigen gegenüber Öffentlichkeit, politischen Institutionen und internationaler Geschichtswissenschaft. Gemeinsam mit dem „Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V.“ (VGD) richtet der VHD alle zwei Jahre den „Tag der Geschichtswissenschaft“ (ehemals: Historikertag) als größte geisteswissenschaftliche Fachkonferenz an einer deutschen Universität aus.
https://www.historikerverband.de/machtmissbrauch/ Informationen zu den bisherigen Aktivitäten des VHD zum Thema "Machtmissbrauch verhindern"
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, all interested persons
History / archaeology
transregional, national
Organisational matters, Science policy
German

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