Kieler Forschende Eva Stukenbrock und Thomas Bosch, beide Fellows des Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR), tragen auch künftig zu den jüngst verlängerten Forschungsprogrammen zur Mikrobiom- und Pilzforschung des renommierten kanadischen Thinktanks bei.
Das Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) in Toronto zählt zu den international bedeutendsten Wissenschaftskollegs und bringt führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt und verschiedener Disziplinen zusammen. Von einer unabhängigen Jury aufgrund ihrer wissenschaftlichen Exzellenz gewählt, arbeiten diese CIFAR-Fellows gemeinsam in zurzeit 15 Forschungsprogrammen an Lösungen für globale gesellschaftliche Probleme in Gesundheit, Technik und Umwelt. Seit der Gründung des Instituts gehörten ihm insgesamt 23 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger an, aktuell zählen rund 500 wissenschaftliche Mitglieder aus 161 Institutionen und 18 Ländern zu diesem renommierten Kreis.
Auch Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Fellow am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI-EvolBio), und Thomas Bosch, CAU-Professor für Zell- und Entwicklungsbiologie, gehören seit Jahren zu dieser Gemeinschaft wissenschaftlicher Vordenkerinnen und Vordenker. CIFAR setzt nun die beiden zentralen lebenswissenschaftlichen Forschungsprogramme „Menschen und das Mikrobiom“, zu dem Bosch seit 2016 zählt, und „Das Reich der Pilze“, in das Stukenbrock 2019 gewählt wurde, jeweils für weitere fünf Jahre fort. Dies gab das kanadische Institut vor wenigen Tagen in Toronto bekannt.
„Als Kieler Universität ist die Repräsentanz in international anerkannten Forschungsinstituten wie dem CIFAR von fundamentaler Bedeutung. Unsere Qualitäten als Spitzenforschungsstandort, insbesondere in den Lebenswissenschaften, haben damit auch auf dieser weltweiten Bühne Gewicht. Mit Eva Stukenbrock und Thomas Bosch sind zwei unserer international anerkanntesten Forschenden zu Recht dort vertreten und tragen dazu bei, schleswig-holsteinische Expertise in globale Problemlösungsstrategien einzubringen“, betont Professor Eckhard Quandt, CAU-Vizepräsident für Forschung.
Menschen und das Mikrobiom
In diesem CIFAR-Programm erforscht eine rund 40-köpfige Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, welche Rolle das Mikrobiom für die Funktionen von Wirtsorganismen spielt. Diese Gemeinschaft von mikrobiellen Symbionten, die alle vielzelligen Lebewesen besiedeln, beeinflussen Gesundheit, Entwicklung und sogar Verhalten ihrer Wirte. Das Programm „Menschen und das Mikrobiom“ bringt Forschende aus Anthropologie, Biologie und Medizin zusammen, um insbesondere die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, ebenso wie individuelles und gesellschaftliches Verhalten zu untersuchen. Mit diesem multidisziplinären Ansatz zielen Bosch und seine Kolleginnen und Kollegen langfristig auf verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für ein großes Spektrum an mikrobiom-assoziierten Krankheiten ab und suchen zudem Lösungen für nicht-medizinische gesellschaftliche Herausforderungen, die mit dem Mikrobiom verbunden sind.
Das Reich der Pilze: Gefahren & Potenziale
Ebenfalls rund 40 internationale Expertinnen und Experten arbeiten in diesem CIFAR-Forschungsbereich zusammen, um die Komplexität des Pilzreichs in einem multidisziplinären Ansatz zu erforschen. Rund sechs Millionen Pilzarten auf der Erde beeinflussen Gesundheit, Ernährungssicherheit und Umwelt auf vielschichtige Weise, zum Beispiel als Produzenten von Antibiotika, gefährliche Krankheitserreger, notwendige Mitglieder von Ökosystemen und als invasive Arten. Damit umfasst das Reich der Pilze vielfältige und komplexe Potenziale ebenso wie Gefahren. Stukenbrock wird mit ihren Kolleginnen und Kollegen im CIFAR-Programm „Das Reich der Pilze: Gefahren & Potenziale“ weiterhin dazu beitragen, neuartige Strategien zur Beherrschung der von ihnen ausgehenden Risiken und zur Nutzung ihres Potenzials zu entwickeln.
Kieler Beiträge zu globalen lebenswissenschaftlichen Forschungsfragen
Dass das führende kanadische Forschungskolleg auch in Zukunft auf diese Expertise aus Kiel zählt, unterstreicht die international anerkannte Rolle, die Stukenbrock und Bosch in ihren Wissenschaftsgebieten spielen. Stukenbrock hat sich durch herausragende Forschungen zu den Beziehungen von Pflanzen und Mikroorganismen, der ihnen zugrundeliegenden evolutionären Genomik und künftigen Anwendungen im nachhaltigen Pflanzenschutz ausgezeichnet. An der CAU setzt sie sich zudem dafür ein, im von ihr geleiteten „Kiel Plant Center“ (KPC) die Pflanzenforschenden verschiedener Disziplinen zusammenzuführen und gemeinsam wissenschaftliche Grundlagen für die Erhaltung der Pflanzengesundheit zu schaffen.
Die richtungsweisende Forschung, die Bosch zu den Beziehungen von Lebewesen, Mikroorganismen und Umwelt und ihrem Zusammenwirken als funktionale Einheit betreibt, haben ihn zu einem internationalen Pionier der Metaorganismus-Forschung gemacht. In Kiel wird sie auf höchstem Niveau im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ sowie in zahlreichen weiteren auf das Mikrobiom fokussierten Forschungsprojekten im Rahmen des CAU-Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science (KLS) betrieben.
Bilder stehen zum Download bereit:
https://www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/portraitbilder/eva-stukenbrock.jpg
Bildunterschrift: Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an CAU und MPI-EvolBio, ist seit 2019 CIFAR-Fellow und Mitglied des Forschungsprogramms "Das Reich der Pilze".
© Stefan Kolbe, Uni Kiel
https://www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/News/bosch-buchvero__ffentlichnug-...
Bildunterschrift: Thomas Bosch, CAU-Professor für Zell- und Entwicklungsbiologie, wurde 2016 zum CIFAR-Fellow berufen und trägt seitdem zum Forschungsprogramm "Menschen & das Mikrobiom" bei.
© Enver Hirsch
Weitere Informationen:
Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR):
https://cifar.ca
Research Program “Fungal Kingdom”, CIFAR:
https://www.cifar.ca/research/programs/fungal-kingdom
Research Program “Humans & the Microbiome”, CIFAR:
https://cifar.ca/research-programs/humans-the-microbiome
Arbeitsgruppe Umweltgenomik, Botanisches Institut,
CAU / Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön:
https://www.evolbio.mpg.de/2984078/environmentalgenomics
Zell- und Entwicklungsbiologie (AG Bosch), Zoologisches Institut, CAU:
https://www.bosch.zoologie.uni-kiel.de
Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science (KLS), CAU:
https://www.kls.uni-kiel.de
Pressemitteilung vom 04.03.2026 zur CIFAR-Programmförderung 2025/2026:
https://cifar.ca/cifarnews/2026/03/04/cifar-announces-research-program-decisions...
Prof. Eva Stukenbrock
Arbeitsgruppe Umweltgenomik, Botanisches Institut,
CAU / Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön
Tel.: 0431-880-4274
E-Mail: estukenbrock@bot.uni-kiel.de
Prof. Thomas Bosch
Zell- und Entwicklungsbiologie
Zoologisches Institut, CAU
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de
https://cifar.ca
https://www.cifar.ca/research/programs/fungal-kingdom
https://cifar.ca/research-programs/humans-the-microbiome
https://www.evolbio.mpg.de/2984078/environmentalgenomics
https://www.bosch.zoologie.uni-kiel.de
https://www.kls.uni-kiel.de
https://cifar.ca/cifarnews/2026/03/04/cifar-announces-research-program-decisions...
Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an CAU und MPI-EvolBio, ist seit 2019 CIFAR-Fellow un ...
Copyright: © Stefan Kolbe, Uni Kiel
Thomas Bosch, CAU-Professor für Zell- und Entwicklungsbiologie, wurde 2016 zum CIFAR-Fellow berufen ...
Copyright: © Enver Hirsch
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Biology, Environment / ecology, Medicine
transregional, national
Personnel announcements, Research projects
German

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