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03/11/2026 11:03

Kostenloses Lungenkrebsscreening startet bundesweit – DGIM informiert: Lange geraucht? Jetzt zur Früherkennung

Katharina Weber Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

    Für Millionen Menschen in Deutschland, die rauchen oder viele Jahre geraucht haben, gibt es ab dem 1. April 2026 ein neues kostenloses Früherkennungsangebot: das bundesweite Lungenkrebsscreening der gesetzlichen Krankenkassen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) stellt das neue Screening in einer digitalen Pressekonferenz am 9. April 2026 vor – mit Antworten auf die zentralen Fragen: Wer kann teilnehmen? Wie läuft die Untersuchung ab? Wie wirksam ist sie? Auch der öffentliche Patiententag am 18. April 2026 im Wiesbadener Rathaus wird unter anderem über das Lungenscreening informieren.

    Prävention gehört zu den Schwerpunkten des diesjährigen Internistenkongresses, der vom 18. bis 21. April 2026 in Wiesbaden stattfindet. Für die Vorab-Pressekonferenz zum Thema Prävention statt Reparatur können sich interessierte Medien bereits heute hier anmelden:
    https://events.teams.microsoft.com/event/067fb611-351b-4bf3-85bd-dd343c83f93d@14...

    Lungenkrebs ist in Deutschland weiterhin die häufigste krebsbedingte Todesursache. Jährlich erkranken rund 58.000 Menschen neu, etwa 45.000 sterben an den Folgen dieser Krebskrankheit. Das zentrale Problem: Die Erkrankung wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. „Beim Lungenkrebs entscheidet der Zeitpunkt der Diagnose maßgeblich über die Prognose“, sagt Professor Dr. med. Tim O. Hirche, Direktor der Klinik für Pneumologie an HELIOS Dr. Horst Schmidt-Kliniken Wiesbaden. Internationale Studien zeigen, dass ein regelmäßiges Screening mittels Niedrigdosis-CT die lungenkrebsbedingte Sterblichkeit signifikant senken kann. Tumoren lassen sich so häufig in einem frühen Stadium entdecken – zu einem Zeitpunkt, an dem eine Heilung noch realistisch ist.

    Einmal jährlich: Kostenloses Lungenscreening für Menschen mit erhöhtem Risiko
    Das neue Früherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen, das zum 1. April bundesweit startet, richtet sich an Menschen im Alter von 50 bis 75 Jahren, die über viele Jahre regelmäßig geraucht haben oder es immer noch tun. Das trifft in Deutschland auf rund 3 bis 5 Millionen Menschen zu. Moderne CT-Technik macht das Screening heute besonders schonend: Die Strahlenbelastung ist gering, die diagnostische Aussagekraft hoch. Digitale und KI-gestützte Auswertungen helfen zudem, auffällige Befunde besser einzuordnen und unnötige Folgeuntersuchungen zu vermeiden. Laut Hirche ist das Screening aus medizinischer wie gesundheitspolitischer Sicht ein wichtiger Schritt: „Es eröffnet die realistische Chance, die Prognose einer der tödlichsten Krebserkrankungen durch systematische Früherkennung substanziell zu verbessern – und langfristig auch Kosten zu vermeiden, die durch späte Krankheitsstadien entstehen.“

    Rauchverzicht bleibt die wirksamste Prävention
    So wichtig Früherkennung ist: Die wirksamste Maßnahme gegen Lungenkrebs bleibt der konsequente Verzicht auf Nikotin. „Jeder Tag ohne Rauchen ist ein Gewinn für die Lungengesundheit“, betont Professorin Dr. Dr. med. Dagmar Führer-Sakel, Vorsitzende der DGIM 2025/2026 und Präsidentin des 132. Internistenkongresses. „Kein Screening kann die gesundheitlichen Schäden des Rauchens vollständig ausgleichen. Prävention beginnt deshalb idealerweise deutlich früher – mit dem Rauchverzicht.“ Aus Sicht der DGIM gehören Präventionsangebote, Entwöhnungsprogramme und verständliche Information untrennbar zusammen. Ziel sei es, Menschen sowohl beim Ausstieg aus dem Rauchen zu unterstützen als auch diejenigen zu erreichen, für die ein Screening sinnvoll ist.

    Patiententag: Medizinisches Wissen verständlich erklärt
    Das neue Lungenkrebsscreening ist auch Thema beim DGIM-Patiententag. Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die sich über Vorsorge und Früherkennung informieren wollen. Ärztinnen und Ärzte erläutern Möglichkeiten der Früherkennung von Herz-, Lungen- und Stoffwechselerkrankungen sowie Ansätze zur Vermeidung von Folgeerkrankungen. „Der Patiententag lebt davon, medizinisches Wissen verständlich zu machen und Raum für Austausch zu schaffen“, sagt Dr. med. Norbert Schütz, langjähriger Organisationsleiter des DGIM-Patiententags. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden, der Volkshochschule Wiesbaden, dem Wiesbadener Kurier und dem Magazin VivArt organisiert.

    Prävention auch im Fokus des Internistenkongresses
    Der 132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin steht unter dem Motto „Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin – die Zukunft gestalten“. Unter diesem Motto bringt der Kongress Akteurinnen und Akteure aus Klinik, Praxis und Forschung zusammen, um Entwicklungen zu diskutieren, die die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren prägen werden. Die Vorab-Pressekonferenz wird sich im Speziellen dem Thema „Prävention statt Reparatur“ widmen.

    Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

    ******************************************

    Terminhinweis:

    Prävention statt Reparatur
    Vorab-Pressekonferenz anlässlich des 132. Kongresses der DGIM

    Termin: Donnerstag, 9. April 2026, 11.00 bis 12.00 Uhr
    Ort: online
    Anmeldung zur Online-Teilnahme unter: https://events.teams.microsoft.com/event/067fb611-351b-4bf3-85bd-dd343c83f93d@14...

    Vorläufige Themen und Referierende:

    Prävention entscheidet: Damit Patientinnen und Patienten gar nicht erst krank werden
    Univ.-Professorin Dr. med. Dagmar Führer-Sakel
    Vorsitzende der DGIM 2025/2026 und Präsidentin des 132. Internistenkongresses, Direktorin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Essen

    Blutfette im Griff: Wie Ernährung und Bewegung Herz und Gefäße schützen
    Professor Dr. med Ulrich Laufs
    Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie, Universitätsklinikum Leipzig

    Kostenloses Lungenkrebsscreening: Welche Chancen das neue deutschlandweite Früherkennungsprogramm bietet
    Professor Dr. med. Tim O. Hirche
    Direktor der Klinik für Pneumologie, HELIOS Dr. Horst Schmidt-Kliniken Wiesbaden

    Digitale Bauchspeicheldrüse: Wie moderne Systeme das Leben mit Diabetes sicherer machen
    Dr. med. Annie Mathew
    Oberärztin an der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Essen

    Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes in der Prävention
    Milena Löbcke
    Stadträtin und Gesundheitsdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden
    Informationen zu den weiteren Pressekonferenzen unter https://kongress.dgim.de/presse/


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    Criteria of this press release:
    Journalists
    Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
    German


     

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