Persönliche Einblicke in die Welt der Mathematik liefert eine Porträt-Ausstellung, die aktuell an der Bergischen Universität Wuppertal zu sehen ist. Noch bis zum 27. März lädt „Women in Mathematics“ dazu ein, Vorbilder kennenzulernen und über Geschlechtergerechtigkeit, Sichtbarkeit und Vielfalt in der Mathematik ins Gespräch zu kommen.
Exzellent in Mathe zu sein, hat rein gar nichts mit dem Geschlecht oder der Herkunft zu tun. Doch auch heute noch kann der Einstieg in die Mathematik schwierig sein, und Frauen stoßen dabei oft auf besondere Hindernisse. Die Ausstellung „Women in Mathematics around the world“ zeigt Mathematikerinnen aus der ganzen Welt und ihre Leidenschaft für ihre Forschung mit Fotografien von Noel Tovia Matoff und Interviews von Sylvie Paycha. Sie macht deutlich, dass Mathematik weltweit von Frauen geprägt wird – in Forschung, Lehre und Anwendung.
An der Bergischen Universität Wuppertal wird das internationale Porträt-Projekt um eine Schwesterausstellung erweitert. Die Fotografien erstellte Sigurd Steinprinz, das Design übernahm Student Marlon Berndt. Vorgestellt werden dabei 13 Frauen aus Deutschland, Italien, Libanon, Marokko und Slowenien, die gemeinsam in dem an der Uni Wuppertal angesiedelten Sonderforschungsbereich „port-Hamiltonian Systems“ forschen.
Auf die eigenen Stärken vertrauen
Die porträtierten Mathematikerinnen teilen ihre Erfahrungen und ermutigen junge Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihre Stärken zu vertrauen. Daneben geben sie Einblicke in ihre persönliche Welt der Mathematik: Wie haben sie ihre Leidenschaft für das Fach entwickelt, welches Gebiet der Mathematik hat es ihnen besonders angetan und woran forschen sie?
Birgit Jacob, Professorin für Funktionalanalysis, ist Sprecherin des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs an der Bergischen Universität. Sie verrät im Rahmen der Ausstellung außerdem, wie sehr sie es schätzt, immer wieder neue Menschen zu treffen und mit ihnen über mathematische Probleme zu diskutieren.
Kein Zufall
So war auch der Termin der Vernissage nicht zufällig gewählt. „Die Ausstellungseröffnung war ein toller Abschluss für ein dreitägiges Seminar, zu dem wir zahlreiche Doktorand*innen an der Uni Wuppertal zu Gast hatten, die in der Mathematik und in anderen Fächern zu port-Hamiltonian Systems forschen“, erklärt Birgit Jacob. „In unserem Sonderforschungsbereich ist es uns wichtig, eine einladende Kultur zu leben, die das Wachstum der Community fördert und in der gegenseitige Unterstützung selbstverständlich ist.“
Davon sollen auch Nachwuchswissenschaftlerinnen profitieren. Sie trafen sich im Anschluss zum Workshop „Women in port-Hamiltonian Systems“. Denn mit den Möglichkeiten, die ein Sonderforschungsbereich bietet, wollen die Verantwortlichen nicht nur mathematische Probleme lösen, sondern auch dazu beitragen, strukturelle Probleme in der Wissenschaft zu lösen. So diente der Workshop den Forscherinnen unter anderem als Plattform, auf der sie ihre Arbeit und Erfolge präsentieren und neue Kontakte knüpfen konnten. „Wir wissen um die Bedeutungen von Netzwerken. Wie die Ausstellung zeigt, empfehlen wir als erfahrene Wissenschaftlerinnen genau das den Jüngeren: sich trauen, anderen Fragen zu stellen, unterstützende Strukturen aufbauen und sich nicht entmutigen zu lassen“, resümiert Prof. Jacob.
Ausstellung: „Women in Mathematics“, Foyer Gebäude K, Gaußstraße 20, 12. bis 27. März.
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Personen auf Bild 1: Gelungene Kooperation an der Bergischen Uni: Für die Ausstellung „Women in Mathematics“ arbeitete ein Team aus dem Sonderforschungsbereich (SFB) „port-Hamiltonian Systems“ mit der Fakultät für Design und Kunst zusammen. Nun wurde auch die Eröffnung gemeinsam gefeiert. Von links: Jun.-Prof. Hannes Gernandt, Prof. Claudia Totzeck (beide SFB), Rektorin Prof. Birgitta Wolff, Prof. Birgit Jacob (Sprecherin SFB), Christiane Freyer (stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der BUW), Fotograf Sigurd Steinprinz und Student Marlon Berndt (beide Fakultät für Design und Kunst).
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Schon gewusst?
Die Bergische Universität Wuppertal erhält zum zweiten Mal in Folge eine Sonderauszeichnung für ihr Gleichstellungskonzept: Im gemeinsam von Bund und Ländern entwickelten Professorinnenprogramm gehört sie wieder zu den Besten und darf sich nun „Gleichstellungsstarke Hochschule“ nennen: https://www.uni-wuppertal.de/de/news/detail/gleichstellungskonzept-der-bergische...
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Wie man einen Sonderforschungsbereich erlebbar macht
Für die Mathematiker*innen des Sonderforschungsbereichs „port-Hamiltonian Systems“ ist die Porträt-Ausstellung einer von mehreren Höhepunkten der vergangenen zwei Monate: Im Januar startete in der Kunsthalle Barmen die Ausstellung „Effort + Flow“, die Kunst und Mathematik zusammenbringt. „Die theoretischen Konzepte unseres Sonderforschungsbereichs Außenstehenden begreiflich zu machen, ist gar nicht so leicht. Mit den mathematischen Modellen, die wir erforschen, lässt sich beschreiben, wie Energie durch Systeme fließt, weitergegeben wird und Dinge miteinander verbindet, zum Beispiel in Stromkreisen oder Maschinen. Gemeinsam mit der Kunsthalle Barmen haben wir es geschafft, diese Ideen von Bewegung, Kraft und Verbindung mit Installationen, Objekten, Videos und Experimenten erlebbar zu machen“, erklärt Mathematikerin Prof. Dr. Birgit Jacob.
„Effort + Flow“ ist noch bis zum Monatsende in der Kunsthalle Barmen zu sehen. In diesem Rahmen werden auch Führungen aus unterschiedlichen Perspektiven und Workshops angeboten. Die Finissage mit Performance „Auf dem Grund“ von Tanja Kodlin ist am 29. März.
https://kunsthallebarmen.de/
https://www.uni-wuppertal.de/de/news/detail/neue-ausstellung-in-der-kunsthalle-b...
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Prof. Dr. Birgit Jacob
Sprecherin SFB „port-Hamiltonian Systems“
Telefon 0202/439-2527
E-Mail bjacob@uni-wuppertal.de
https://womeninmath.net/ - Webseite "Women in Mathematics around the world"
https://crc1701.uni-wuppertal.de/de/ - Webseite Sonderforschungsbereich "port-Hamiltonian Systems"
https://www.uni-wuppertal.de/de/news/detail/wegbereiter-fuer-die-zukunft-wissens... - Pressemitteilung zum Sonderforschungsbereich "port-Hamiltonian Systems"
Gelungene Kooperation an der Bergischen Uni: Für die Ausstellung „Women in Mathematics“ arbeitete ei ...
Source: Marylen Reschop
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Blick in die Ausstellung mit Fotos von Sigurd Steinprinz.
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Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Criteria of this press release:
Journalists
Art / design, Mathematics
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German

Gelungene Kooperation an der Bergischen Uni: Für die Ausstellung „Women in Mathematics“ arbeitete ei ...
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Blick in die Ausstellung mit Fotos von Sigurd Steinprinz.
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