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03/17/2026 09:28

Bildungsabenteuer in Afrika

Dipl.-Ing. Kerstin Baldauf Presse- und Informationsstelle
Hochschule Wismar, University of Applied Sciences: Technology, Business and Design

    (Wismar) Gemeinsam mit Partnern in Europa und Südafrika hat die Hochschule Wismar ein neues internationales Projekt gestartet, das durch die Europäische Union mit 800.000 Euro gefördert wird. Im Rahmen des Projekts ATVENTURE soll in Lynedoch in der südafrikanischen Provinz Western Cape ein Inkubator für Agrartourismus und Bioökonomie entstehen. Dort arbeiten Studierende, Forschende und kleinbäuerliche Betriebe gemeinsam an neuen Ideen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Vergangene Woche, vom 9. Bis 14. März 2026, haben sich zum Projektauftakt die Partner aus Deutschland, Bulgarien und Südafrika erstmals persönlich getroffen, um die gemeinsame Arbeit zu planen.

    Internationale Zusammenarbeit für nachhaltige Agrarinnovation
    Ziel des Projekts ist es, südafrikanischen Kleinbauern in der Region Western Cape neue Einkommens-möglichkeiten zu eröffnen. Dazu gehören zum Beispiel Angebote im Agrartourismus sowie die Nutzung traditioneller Anbaumethoden und regionaler indigener Kultur zur Erschließung neuer Nischenmärkte. Gleichzeitig sollen innovative Lösungen für eine klimafreundliche und umweltverträgliche Landwirtschaft entwickelt werden. Erste Ansätze diskutierte das internationale Konsortium während des einwöchigen Aufenthalts auf dem Wismarer Campus mit Professoren der Hochschule Wismar. Während Prof. Daniel Hülseweg von der Fakultät Gestaltung den Fokus auf das avisierte Bauprojekt richtete, standen im Mittelpunkt der Diskussion mit Prof. Dr. Christian Stollberg, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, biogenen Rohstoffen und die Pflanzenheilkunde. Auch Studierende der Hochschule Wismar profitieren von dem Projekt. Sie können an internationalen Innovation Camps teilnehmen und an praxisnahen Projekten arbeiten. Beteiligt sind Masterstudiengänge aus den Bereichen International Management, Architektur sowie Umwelt- und Verfahrenstechnik. Geplant ist unter anderem ein gemeinsames Bauprojekt von Architekturstudierenden aus Wismar und Kapstadt. Bereits während der Auftaktwoche konnten sich Die Studierenden des Masterstudienganges International Management einbringen. Im Rahmen ihres Wahlpflichtfaches "Intercultural Studies" organisierten sie eine Campus- und eine City Tour, einen Filmabend sowie eine internationale Kaffeepause.

    RSI als Motor internationaler Projektarbeit
    Das Robert-Schmidt-Institut (RSI) der Hochschule Wismar hat die Koordination des bis 2028 laufenden Projekts übernommen, wofür sie 230.000 Euro der 800.000 Euro EU-Fördermittel erhält. Neben der Wismarer Hochschule sind die Agricultural University of Plovdiv in Bulgarien sowie in Südafrika die Stellenbosch University, die Cape Peninsula University of Technology und der Agricultural Research Council beteiligt. Das RSI verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen Projektmanagement und in der interdisziplinären Kompetenzentwicklung. Seit 2011 pflegt das Institut Kooperationen mit zahlreichen afrikanischen Partnern, darunter Einrichtungen in Ägypten, Botswana, Ghana, Kenia, Marokko, Mauretanien, Mosambik, Namibia und Südafrika. Mehrere gemeinsame Projekte widmen sich Themen wie nachhaltiger Landwirtschaft und Bewässerung, Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft. Außerdem verfügt die Hochschule Wismar über langjährige Erfahrung in Erasmus+-Kooperationsprojekten mit Partnern in Afrika, Lateinamerika und Kasachstan. Besonders im Rahmen der Leitaktion 2 konnten stabile internationale Netzwerke aufgebaut werden. Die erfolgreichen Projekte haben auch die nationale Sichtbarkeit der Hochschule erhöht: So wurde sie mehrfach vom DAAD eingeladen, ihre Erfahrungen etwa auf der Erasmus+ Jahrestagung 2023 sowie bei der Informationsveranstaltung für Antragstellende im Januar 2026 zu teilen.


    Contact for scientific information:

    Regina Krause, Geschäftsführerin RSI
    Telefon: 03841 753-76 44
    E-Mail: regina.krause@hs-wismar.de
    oder
    Evgenia Mahler, EU-Referentin der Hochschule Wismar
    Telefon: 03841 753-76 78
    E-Mail: evgenia.mahler@hs-wismar.de


    Images

    Zum Auftakttreffen auf dem Wismarer Campus: Vertreterinnen und ein Vertreter aus Bulgarien und Südafrika mit der Geschäftsführerin des RSI, Regina Krause (hinten 2. v. l.) und der EU-Referentin der Hochschule Wismar, Evgenia Mahler (vorn Mitte).
    Zum Auftakttreffen auf dem Wismarer Campus: Vertreterinnen und ein Vertreter aus Bulgarien und Südaf ...
    Source: Kerstin Baldauf
    Copyright: Hochschule Wismar

    Das karge Farmland für den Inkubator in Lynedoch.
    Das karge Farmland für den Inkubator in Lynedoch.
    Source: Evgenia Mahler
    Copyright: Hochschule Wismar


    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists
    Construction / architecture, Economics / business administration, Environment / ecology, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Research projects
    German


     

    Zum Auftakttreffen auf dem Wismarer Campus: Vertreterinnen und ein Vertreter aus Bulgarien und Südafrika mit der Geschäftsführerin des RSI, Regina Krause (hinten 2. v. l.) und der EU-Referentin der Hochschule Wismar, Evgenia Mahler (vorn Mitte).


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    Das karge Farmland für den Inkubator in Lynedoch.


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