Die 66. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) ist am Freitag erfolgreich zu Ende gegangen. Über 800 Teilnehmende nutzten die Tagung, um sich über aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen in der Arbeits- und Umweltmedizin auszutauschen. Es wurde ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges wissenschaftliches Programm geboten, das von den beiden Tagungsleiterinnen, Prof. Jessica Lang (RWTH Aachen) und Prof. Simone Schmitz-Spanke (FAU Erlangen-Nürnberg), zusammengestellt wurde. Für ihr langjähriges und herausragendes Engagement zeichnete die Fachgesellschaft beide Professorinnen mit dem Ehrenpreis der DGAUM aus.
„Jessica Lang und Simone Schmitz-Spanke haben mit ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Jahrestagung der DGAUM zu einer bedeutenden Plattform für den wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin entwickelt hat“, betont DGAUM-Präsident Prof. Thomas Kraus von der RWTH Aachen.
Seit 2019 verantworten die beiden DGAUM-Vorständinnen das wissenschaftliche Programm der Jahrestagung. Ihrem kontinuierlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass sich diese zum größten wissenschaftlichen Kongress der Arbeits- und Umweltmedizin im deutschsprachigen Raum entwickelt hat. „Mit hohem fachlichem Anspruch organisieren sie Jahr für Jahr ein vielseitiges und qualitativ hochwertiges Programm, das führende Forschende zusammenbringt und den wissenschaftlichen Austausch fördert“, so Kraus.
Große thematische Breite der arbeitsmedizinischen Forschung
Das Programm der DGAUM2026 (https://dgaum.de/programm-dgaum2026) zeigte die gesellschaftliche Relevanz des Fachgebiets. Allein die Themenschwerpunkte „Digitale Anwendungen in der Arbeitsmedizin“, „Gewalt am Arbeitsplatz“ und „Mutterschutz“ verdeutlichten die thematische Breite und Aktualität der arbeitsmedizinischen Forschung. Hochaktuell und für das Fachgebiet der Arbeitsmedizin von großer Relevanz ist die Debatte um Arbeitszeit, Renteneintritt und Krankenstand in Deutschland. In einem Sondersymposium mit dem Titel „Gesund arbeiten – wie und wie lange?“ wurde eine wissenschaftliche Einordnung vorgenommen. „Wir haben dieses Symposium kurzfristig organisiert, weil wir zur Versachlichung der Debatte beitragen wollen, ob die Deutschen zu wenig arbeiten, zu oft krank sind oder zu früh in Rente gehen. Es war uns wichtig, einen evidenzbasierten und differenzierten Blick auf das Thema zu werfen“, erklärt Jessica Lang.
Unter dem Motto DGAUM meets MAK wurde in diesem Jahr anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der MAK-Kommission eine besondere Posterausstellung mit Dialog-Session zur Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK) organisiert. „Die Besucherinnen und Besucher der Jahrestagung hatten direkt und unmittelbar die Gelegenheit, sich mit den Expertinnen und Experten zu Grenz- und Beurteilungswerten gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe auszutauschen. Ein bewusst niederschwelliges wie auch neues Format, das sehr gut angenommen wurde“, so Simone Schmitz-Spanke, die auch Mitglied der MAK-Kommission ist.
Die nächste Wissenschaftliche Jahrestagung findet vom 10. bis 13. März 2027 in Frankfurt am Main statt.
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Von links: Professorin Dr. Jessica Lang (RWTH Aachen) und Professorin Dr. Simone Schmitz-Spanke (FAU ...
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