Der Chemiker Prof. Dr. Alex J. Plajer von der Universität Bayreuth ist mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2026 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geehrt worden. Der Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung von Nachwuchsforschenden in Deutschland.
Prof. Dr. Alex J. Plajer, Junior-Professor für Makromolekulare Chemie an der Universität Bayreuth, ist mit dem renommierten Heinz Maier-Leibnitz-Preis der DFG ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 200.000 Euro verbunden. Insgesamt 156 Nominierungsvorschläge wurden in diesem Jahr bei der DFG eingereicht. Zehn Preistragende wurden gestern bekannt gegeben und werden am 11. Juni 2026 in Berlin geehrt.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume: „Herzlichen Glückwunsch an Juniorprofessor Dr. Alex Plajer – und herzlichen Glückwunsch an die Universität Bayreuth: Sie hat einen herausragenden Nachwuchswissenschaftler in ihren Reihen. Mit seiner innovativen Forschung zu nachhaltigen und besser recycelbaren Kunststoffen eröffnet Alex Plajer völlig neue Perspektiven für die Polymerforschung. Durch ein klares Forschungsprofil und innovative Fragestellungen prägt er seine Disziplin schon heute – und wird dies noch lange weiter tun. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis ist ein herausragender persönlicher Erfolg, ein toller Erfolg für die Universität Bayreuth und auch ein großer Erfolg für den Wissenschaftsstandort Bayern. Insgesamt gehen 2026 gleich vier der renommierten Heinz Maier-Leibnitz-Preise in den Freistaat. Das macht eindrucksvoll deutlich: Bayern ist Heimat der Talente.“
„Die Auszeichnung mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ist nicht nur eine persönliche Anerkennung für meine Forschung zur nachhaltigen Polymerchemie, sondern auch für die außergewöhnliche Arbeit meines gesamten Teams an der Uni Bayreuth. Ohne den engagierten Forschungsgeist des Teams und das ideale Forschungsumfeld in Bayreuth wären unsere Fortschritte zu Funktionsmaterialien und anorganischer Polymersynthese nicht möglich gewesen“, sagt Plajer.
Plajer kam 2023 als Juniorprofessor für Makromolekulare Chemie an die Universität Bayreuth, nachdem ihn seine wissenschaftliche Laufbahn über Heidelberg, Cambridge, Oxford und Berlin führte. Er arbeitet an nachhaltigen Strukturpolymeren und neuen funktionalen Polymermaterialien, deren anorganische Bestandteile sich leichter herauslösen und idealerweise auch recyclen lassen. Plajer und seinem Team ist es bereits gelungen, eine neuartige Gruppe fluorierter Polyester zu synthetisieren, die sich schneller abbauen lassen als herkömmliche Polyester. Zudem hat Plajer einen Bauplan für nachhaltige Kunststoffe mit sogenannten dynamischen Disulfidbrücken erarbeitet, die sich unter Druck und Hitze öffnen und wieder schließen lassen, wodurch das Material leichter recycelt werden kann. Weiterhin hat Plajer mit seinem Team eine neue Materialklasse entwickelt, in der Wasser nicht – wie in der Chemie üblich – als Störfaktor gilt, der Bindungen zwischen Molekülen schwächt, sondern als gezieltes chemisches Designelement genutzt werden kann.
Plajer ist für seine innovative Forschung bereits mit diversen renommierten Forschungspreisen, darunter der ADUC-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), ausgezeichnet worden. Zudem ist er im März ins Junge Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) berufen worden, in dem junge Forschende an zukunftsweisenden Fragestellungen arbeiten und als Teil der Gelehrtengemeinschaft er BAdW vom interdisziplinären und generationenübergreifenden Austausch profitieren. In seinem vom Jungen Kolleg geförderten Forschungsvorhaben entwickelt Plajer neue Polymere, die gezielt spaltbare Bindungen enthalten, um Materialien herzustellen, die sich reparieren, gezielt abbauen oder wiederverwerten lassen. Die Mitgliedschaft im Jungen Kolleg ist mit einem jährlichen Stipendium in Höhe von 12.000 Euro verbunden.
Die jüngsten Erfolge unterstreichen die hohe Dynamik von Plajers Forschung und seine Rolle als Impulsgeber für nachhaltige Materialwissenschaft. Die Auszeichnungen betonen die Stärke des polymerwissenschaftlichen Schwerpunkts der Universität Bayreuth sowie die exzellenten Bedingungen für Nachwuchsforschende.
Prof. Dr. Alex J. Plajer
Juniorprofessor für Makromolekulare Chemie
Universität Bayreuth
Tel.: +49 (0)921 / 55-3296
E-Mail: alex.plajer@uni-bayreuth.de
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Criteria of this press release:
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