Der Freistaat Sachsen erweitert sein internationales Wissenschaftsnetzwerk um ein neues Verbindungsbüro in Kairo. Das Saxon Science Liaison Office (SSLO) wird in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst aufgebaut und von den sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften unter Federführung der Hochschule Zittau/Görlitz getragen. Ziel ist es, die akademische Zusammenarbeit mit ägyptischen Partnerinstitutionen zu intensivieren und qualifizierte Fachkräfte insbesondere in MINT-Fächern für den sächsischen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Ägypten zählt mit über drei Millionen Studierenden und rund 400.000 Deutschlernenden zu den wichtigsten Bildungspartnern der Region.
Der Freistaat Sachsen erweitert sein internationales Netzwerk: In Kairo wird derzeit
das Saxon Science Liaison Office (SSLO) aufgebaut. Das Büro entsteht in
Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und wird
in dessen Außenstelle angesiedelt. Getragen wird die Initiative von den
sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften unter Federführung der
Hochschule Zittau/Görlitz. Ziel ist es, die akademische Kooperation zu stärken und
qualifizierte Fachkräfte für den sächsischen Arbeitsmarkt zu gewinnen.
Ägypten als strategischer Partner
Ägypten ist mit über 100 Millionen Einwohnern und mehr als drei Millionen
Studierenden einer der bedeutendsten Bildungsstandorte der Region. Jährlich treten
rund 800.000 junge Menschen neu in den Arbeitsmarkt ein, viele davon mit
Schwerpunkt in MINT-Fächern wie Ingenieurwesen und Informationstechnologie.
„Sachsen braucht qualifizierte internationale Talente und Ägypten verfügt über ein
großes Potenzial gut ausgebildeter junger Menschen“, erklärt Prof. Dr. Alexander
Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz und Sprecher der sächsischen
Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. „Wir verbinden akademische
Kooperation mit einer klaren Perspektive für Fachkräftegewinnung.“
Rund 400.000 Menschen in Ägypten lernen derzeit Deutsch. Das SSLO in Kairo wird
diese Ausgangslage nutzen, um gezielt Übergänge vom Studium in Ägypten in
akademische und berufliche Perspektiven in Sachsen zu unterstützen.
Ein gemeinsamer Ansatz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
Erstmals übernimmt ein Konsortium der sächsischen Hochschulen für Angewandte
Wissenschaften die koordinierende Rolle für ein solches Verbindungsbüro im
Ausland. Beteiligt sind neben der Hochschule Zittau/Görlitz die Hochschule für
Technik und Wirtschaft Dresden, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur
Leipzig, die Hochschule Mittweida sowie die Westsächsische Hochschule Zwickau.
Durch die Ansiedlung in der Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Kairo greift das Projekt auf etablierte Strukturen und
Netzwerke vor Ort zurück.
Einbindung in ein wachsendes internationales Netzwerk
Nach Standorten in Taiwan, Vietnam, Indien, Usbekistan, der Mongolei und Chile entsteht in Kairo das siebte sächsische Verbindungsbüro. Die bisherigen Standorte wurden überwiegend unter Federführung sächsischer Universitäten aufgebaut. Mit dem SSLO in Kairo erweitern die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften dieses Netzwerk um eine gemeinsame, koordinierte Struktur.
Der Aufbau des Büros erfolgt schrittweise. Parallel werden bestehende Kontakte zu ägyptischen Partnerinstitutionen vertieft und erste Kooperationsformate entwickelt.
Über die sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
Die fünf staatlichen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Sachsen stehen für eine praxisnahe akademische Ausbildung und enge Verbindungen zur Wirtschaft. Im Verbund stärken sie die internationale Vernetzung des Wissenschaftsstandorts Sachsen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs.
Susanne Fentzel, M.A., E-Mail: susanne.fentzel@hszg.de
Prof. Dr. Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, ist Projektleiter des Saxon Scie ...
Source: Foto: Jens Freudenberg
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Prof. Dr. Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, ist Projektleiter des Saxon Scie ...
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