Ministerin Schüle gratuliert Jiska Classen von der Digital Engineering Fakultät des Hasso-Plattner-Instituts und der Universität Potsdam zum Heinz Maier-Leibnitz-Preis
Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle gratuliert Prof. Dr. Jiska Classen von der Digital Engineering Fakultät des Hasso-Plattner-Instituts und der Universität Potsdam zum Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2026. Sie gehört damit zu zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die diese deutschlandweit wichtigste Ehrung für herausragende Leistungen in frühen Karrierephasen in diesem Jahr erhalten. Die mit jeweils 200.000 Euro dotierte Auszeichnung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird am 11. Juni 2026 in Berlin verliehen.
Ministerin Manja Schüle: „Ob beim Posten von Memes mit dem Smartphone in der Bahn, beim Joggen mit der Smartwatch im Wald oder beim Streamen von Filmen mit dem Tablet auf dem heimischen Sofa – drahtlose Kommunikation ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig bergen die Omnipräsenz und Komplexität dieser Systeme erhebliche Risiken. Jiska Classen untersucht mobile und drahtlose Systeme und deckt Schwachstellen auf, von Bluetooth-Chips bis hin zu Wi-Fi- und Satellitenkommunikation. Ihre Erkenntnisse und die von ihr entwickelten Methoden machen deutlich, wie wichtig unabhängige Forschung für den Schutz unserer vernetzten Welt ist. Der Preis ist eine absolut verdiente Anerkennung ihrer herausragenden Forschungsleistung und ein Beleg der hohen wissenschaftlichen Qualität von Hasso-Plattner-Institut und Universität Potsdam. Und für uns ist er eine Bestätigung auf unserem Weg, Brandenburg zu einem Kompetenzzentrum für Digitale Souveränität in Europa zu entwickeln. Ich bin überzeugt: So geht Zukunft ‘made in Brandenburg‘. Meinen herzlichen Glückwunsch an Prof. Jiska Classen zu dieser herausragenden Ehrung!“
Prof. Dr.-Ing. Jiska Classen promovierte nach einem Studium der Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der Technischen Universität Darmstadt im Jahr 2020 zum Thema „Sicherheit und Datenschutz in IoT-Ökosystemen“. Als Postdoktorandin arbeitete sie dann im Secure Mobile Networking Lab und im Nationalen Forschungszentrum für Angewandte Cybersicherheit ATHENE an der TU Darmstadt, unterbrochen von Forschungsaufenthalten in Italien, Österreich und den USA. Seit 2023 leitet sie ihre eigene Forschungsgruppe „Mobile and Wireless Security“ am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam. Im vergangenen Jahr wurde sie gemeinsam von der Universität Potsdam und dem HPI als Tenure-Track-Professorin berufen. In ihrer Forschung beschäftigt sich Jiska Classen mit der Sicherheit und dem Datenschutz mobiler und drahtloser Anwendungen wie iOS, Android sowie in der Satellitenkommunikation.
Die 2017 gemeinsam von der Universität Potsdam und dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) gegründete Digital Engineering Fakultät ist die erste privat finanzierte Fakultät einer öffentlichen Universität in Deutschland. Die gemeinsame Fakultät soll zu einem universitären Exzellenzcenter im Bereich Digital Engineering ausgebaut werden. Sie wird über die Hasso Plattner Foundation vollständig finanziert. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet das HPI den Bachelor-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium. In den Masterstudiengängen Digital Health und Computer Science können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Weitere Informationen: www.uni-potsdam.de/de/digital-engineering
In diesem Jahr erhalten drei Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Es gab insgesamt 156 Vorschläge aus allen Fachgebieten. Der Preis, benannt nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz, wird seit 1977 jährlich an hervorragende Forscherinnen und Forscher verliehen, die sich in einem frühen Stadium ihrer wissenschaftlichen Laufbahn befinden und noch keine unbefristete Professur innehaben.
Prof. Dr.-Ing. Jiska Classen
Copyright: © Nicole Krüger HPI
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