Buckelwal in der Wismarer Bucht zunehmend geschwächt
In der Wismarer Bucht arbeitet ein Team weiter mit Hochdruck daran, dem Buckelwal den Weg in tiefere Gewässer zu ermöglichen. Leider verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand des Buckelwals in der Ostsee zunehmend. Dennoch besteht weiterhin die Möglichkeit, dass sich das Tier aus eigener Kraft befreien kann. Der Wal liegt in der Wismarer Bucht in der Nähe der Fahrrinne in flachem Wasser. Die Einsatzkräfte haben sich darauf verständigt das Tier in Ruhe zu lassen. Auf Empfehlung des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern wurde daraufhin zum Schutz des Tieres ein Sperrgebiet von 500 Metern rund um den Wal eingerichtet. Die Koordination der Aktion liegt aktuell beim Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern.
Ein diverses Team sehr erfahrener Expertinnen und Experten unterschiedlicher Organisationen beobachtet den Wal vor Ort. Seit Jahren und Jahrzehnten engagieren sie sich für den Schutz der Tiere und verfügen. durch ihre tägliche Arbeit über sehr viel Erfahrung mit Walen und Walstrandungen. Professorin Dr. Ursula Siebert, Leiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der TiHo, betont: „Im Zentrum aller Handlungen steht das Wohlergehen des Wals. Das Team zieht an einem Strang. In den vergangenen sieben Tagen waren zahlreiche Menschen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben und Fähigkeiten an diesem aufwendigen Einsatz beteiligt. Mitarbeitende der Gemeinde Niendorf, Sicherheitskräfte des Ordnungsamtes, die Polizei, die Freiwillige Feuerwehr, die DLRG, Baggerfahrer und Mitarbeiter verschiedener Unternehmen, die Wasserschutzpolizei, die Küstenwache sowie Umwelt- und Naturschutzorganisationen haben gemeinsam daran gearbeitet, dem Wal bestmöglich zu helfen. Alle Beteiligten brachten ihre jeweilige Expertise und Unterstützung in die Maßnahmen ein und arbeiteten zielorientiert und respektvoll zusammen, um die Situation für den Wal zu verbessern.“ Die Anteilnahme der Bevölkerung ist sehr groß und es sind viele Vorschläge eingegangen, wie dem Wal geholfen werden könne. Für diese Anteilnahme sind alle Beteiligten sehr dankbar, bitten aber um Verständnis, dass auf einzelne Anfragen derzeit nicht eingegangen werden kann.
Laut den Fachleuten liegt der Buckelwal derzeit in seichtem Wasser und könnte eigenständig wegschwimmen. „Sein Verhalten und sein Gesundheitszustand lassen leider vermuten, dass er zunehmend geschwächt ist“, berichtet die erfahrene Tierärztin Dr. Stephanie Groß. Ob er bereits krank in die Ostsee geschwommen ist oder ob Seile, die zum Teil noch nicht aus seinem Maul entfernt werden konnten, im Zusammenhang mit seinem Zustand stehen, lasse sich derzeit nicht sagen. Das Team hatte den Wal von Seilen befreit, die sich um ihn gewickelt hatten. Ein Seilrest im Maul ließ sich allerdings nicht entfernen. Da das Tier sein Maul nicht öffnet, ist weiterhin unklar, wo genau sich das Seil verhakt hat und wie stark es das Tier beeinträchtigt.
Navigation in der Ostsee
Buckelwale können sich auch in flacheren Gewässern orientieren. Sie gehören zu den Bartenwalen und kommen weltweit vor. Wie genau sie navigieren ist noch nicht abschließend geklärt. Bekannt ist, dass sie den Sonnenstand und magnetische Felder nutzen und auf Sicht schwimmen, sich also visuell orientieren. Es kommt immer wieder vor, dass Buckelwale beim Wandern durch die Weltmeere in die Ostsee schwimmen. Es wird vermutet, dass sie Schwärmen kleinerer Fische folgen.
Siebert hofft, dass sich die Menschen im Interesse des Wals vernünftig verhalten und ihn nicht unnötig stören: „Wir wünschen uns sehr, dass alle Menschen, die sich für das Schicksal des Wales interessieren, in Zukunft dazu beitragen, die Meere für alle Meerestiere in Ökosystemen zu schützen, denn davon ist auch der Buckelwal abhängig“.
http://www.tiho-hannover.de/pressemitteilungen
„Im Zentrum steht das Wohlergehen des Wals“
Copyright: ITAW
Criteria of this press release:
Journalists, all interested persons
Environment / ecology, Oceanology / climate, Zoology / agricultural and forest sciences
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications
German

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