Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat für die schnellere Überführung von innovativen Ideen aus der Wirtschaft und medizinischen Forschungsergebnissen in die Anwendung ein eigenes Unternehmen gegründet. Die MITCenter-Zentrum für medizinische Innovation und Technologie gGmbH wird als Tochtergesellschaft des UKL an der Schnittstelle zwischen Klinik und Wirtschaft agieren.
Dafür wird das MITCenter als zentrale Plattform für die Zusammenarbeit zwischen medizinischen Einrichtungen und Industriepartnern aufgebaut. „Mit dem MITCenter schließen wir die Lücke zwischen universitärer Forschung, medizinischen Spezialisten und Unternehmen, die an Gesundheitstechnologien arbeiten“, sagt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. „Die Gründung erfolgt daher auch in engem Schulterschluss und unter Beteiligung der Universität Leipzig und der medizinischen Fakultät“, so Jacob weiter. Ziel sei, neue Anwendungen effizienter, sicherer und wirtschaftlicher in die Versorgung zu integrieren. Gleichzeitig soll so die in der medizinischen Fakultät und im Klinikum vorhandene Expertise verstärkt Industriepartnern zum Beispiel für Entwicklungsdienstleistungen oder Schulungsangebote zur Verfügung gestellt werden. Oft mangele es Firmen, die Ideen für Anwendungen im Bereich der Medizintechnologie oder dem Gesundheitswesen entwickeln, an klinischer Erfahrung, um die Machbarkeit und Wirksamkeit ihrer Innovationen fundiert prüfen zu können. Gleichzeitig fehle es neuen Initiativen in der Klinik an Partnern für die Überführung in eine breite Anwendung und Produktion.
Das MITCenter soll hier dank seiner direkten Anbindung an die Universitätsmedizin Leipzig einerseits Partnern den Zugang zu klinischer Expertise und der Erprobung neuer Entwicklungen unter realen Anwendungsbedingungen ermöglichen und andererseits Wirtschaftsunternehmen für die Umsetzung neuer Ideen gewinnen.
„Dabei verstehen wir uns als Ansprechpartner für alle Phasen über den gesamten Innovationsprozess hinweg, von der wissenschaftlichen Validierung einer Idee bis zur Begleitung bei der Markteinführung“, ergänzt Prof. Thomas Neumuth, einer der Geschäftsführer der MITCenter gGmbH und gemeinsam mit dem UKL-Vorstand treibende Kraft hinter der Neugründung. Neumuth entwickelt seit mehr als 20 Jahren das an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig beheimatete ICCAS, das Innovation Center Computer Assisted Surgery. Mit dieser Erfahrung will Neumuth jetzt in dem neu gegründeten Unternehmen ein Angebot schaffen, dass das MITCenter als zentralen Ansprechpartner für medizinische Innovationsprojekte in Mitteldeutschland etablieren soll.
„Damit das gelingt, schaffen wir ein strukturiertes Umfeld, das den Transfer zwischen theoretischer Forschung und praktischer Anwendung erleichtert und so zu spürbaren Fortschritten in der Patientenversorgung beiträgt“, führt Christoph Möllering aus. Der im Gesundheitswesen erfahrene Betriebswirt ist kaufmännischer Departmentleiter und Leiter der Unternehmensentwicklung am UKL und führt das MITCenter zusammen mit Neumuth als zweiter Geschäftsführer. „Wir kombinieren medizinisches, technisches und ökonomisches Know-how, um ein innovationsfreundliches Umfeld für Partner aus Industrie, Forschung und Gesundheitswesen zu schaffen“, fasst Neumuth zusammen. Dadurch sei das MITCenter in der Lage, den gesamten Entwicklungsprozess von Medizintechnologien effizient zu steuern und mögliche Markteinführungshürden frühzeitig zu adressieren.
In den kommenden Monaten der Gründungsphase wird nun der Geschäftsbetrieb aufgebaut und das Team des MITCenter weiter komplettiert. Erreichbar für interessierte Partner ist das MITCenter aber bereits jetzt. „Wir laden alle Unternehmen und Institutionen ein, mit uns gemeinsam an der Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung in der Region mitzuwirken“, so Dr. Jacob.
Die UKL-Vorstände Dr. Robert Jacob und Prof. Christoph Josten (vorn, v. l.) und die MITCenter-Geschä ...
Source: Rico Thumser
Copyright: Universitätsklinikum Leipzig
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students
Economics / business administration, Medicine
transregional, national
Transfer of Science or Research
German

Die UKL-Vorstände Dr. Robert Jacob und Prof. Christoph Josten (vorn, v. l.) und die MITCenter-Geschä ...
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