idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
04/09/2026 10:49

Innovation im Gewächshaus: Intelligenter Blumentopf erkennt Schädlinge

Tassilo Frhr. v. Leoprechting Pressestelle
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

    „Achtung Spinnmilbenbefall erkannt“ – so oder ähnlich könnte die Mitteilung heißen, die Gartenbauerinnen und Gartenbauer auf ihrem Smartphone erhalten. Dank des mobilen Monitoring- und Datenmanagementsystems „Smart-Checkpots“ erfassen spezielle Sensortöpfe Schädlings-, Temperatur- und Feuchtigkeitsdaten und übermitteln diese in ein webbasiertes Programm. Der Prototyp hat sich bei Versuchen im Gewächshaus bereits bewährt. Das Projekt wurde vom Innovationsprogramm des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert und von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreut.

    Die komplexe Entwicklungsarbeit der „Smart-Checkpots“ erforderte die Mitarbeit von unterschiedlichen Experten: Unter der Koordination der Hochschule Osnabrück entwickelten die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und das Julius-Kühn-Institut gemeinsam mit den Industriepartnern Escarda Technologies GmbH, GeoInformationsDienst GmbH und iotec GmbH die innovativen Sensortöpfe.

    KI-gestützter Sensortopf, der mitwandert
    Die smarten „Blumentöpfe“ haben eine vielfältige sensorische Ausstattung: Farbklebetafeln, Sendefunktionstechnik, Klimasensorik für den Feuchtigkeitsgehalt sowie Temperaturmessungen ermöglichen es Gartenbauerinnen und Gartenbauern ihr Gewächshaus auch aus der Ferne im Blick zu haben. Ein weiterer wichtiger Teil ist die digitale Bildauswertung, die Schädlinge mittels KI bestimmen kann. Durch das kompakte Design in Form eines „Blumentopfs“ können die „Checkpots“ leicht versetzt werden, falls die jeweilige Pflanze während der Wachstumsphase verschiedene Standorte benötigt. So können die Auswirkungen der wechselnden mikroklimatischen Bedingungen und die unterschiedlichen Schädlingsvorkommen konstant erfasst werden
    .
    „Smart-Checkpots“ lernen weiter
    In Praxisversuchen wurden mehrere Prototypen des „Smart-Checkpots“ als Schwarm in Gewächshausanlagen verteilt. Diese erkannten bereits etwa 80 Prozent der Insekten in den einzelnen Insektenklassen. Auch die Fangquote über die Klebetafeln erwies sich für ein frühzeitiges Monitoring als geeignet. Bisher kann der Sensortopf vier Schaderregergruppen identifizieren, weitere Schädlinge werden nach und nach mit den nächsten Ausbaustufen integriert. Auf dem „Lernplan“ des „Smart-Checkpot“ steht ebenso die Arbeit bei Nacht, um Fehler in der Bilderkennung bei ungünstiger Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Für das Erreichen der finalen Praxistauglichkeit stehen noch letzte Tests in gartenbaulichen Betrieben an.


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists
    Environment / ecology
    transregional, national
    Research projects, Research results
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).