idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
04/10/2026 17:26

Neues KI-Reallabor an der USTP eröffnet

Mag. Mark Hammer Marketing und Unternehmenskommunikation
USTP – University of Applied Sciences St. Pölten

    Ausbau der KI-Infrastruktur in Niederösterreich: Mit einem Forschungsschwerpunkt stärkt das Land Niederösterreich den Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) im Land. Im Zentrum steht dabei unter anderem ein neues KI-Labor an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten, das – bei einem Gesamtprojektvolumen von 1,2 Millionen Euro – vom Land mit rund 600.000 Euro gefördert wird. Diesen Freitag haben es Wissenschaftslandesrat und Landeshauptfraustellvertreter Stephan Pernkopf und Vertreter*innen der USTP eröffnet.

    Im KI-Reallabor der USTP laufen die leistungsstärksten KI-Anwendungen der Hochschule. Es verbindet Infrastruktur, Expertise und Demonstrationen – mit dem Ziel, gemeinsam die KI-Zukunft zu gestalten. Als offener Begegnungsraum stärkt es den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Studierende, Forschende und Unternehmenspartner*innen sollen hier gemeinsam innovative KI-Lösungen entwickeln – mit professioneller Infrastruktur und einem offenen Raum für Austausch und Inspiration.

    „Künstliche Intelligenz ist heute allgegenwärtig. Sie erleichtert das Leben – etwa durch das Handy, das Navi oder in der Medizin – birgt aber auch Risiken. Wir können uns nicht aussuchen, ob es künstliche Intelligenz gibt oder nicht. Aber wir können uns aussuchen, wie wir sie anwenden, erforschen und entwickeln“, sagte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

    KI müsse dem Menschen dienen und verantwortungsvoll eingesetzt werden, so Pernkopf. „Wir als Bundesland Niederösterreich investieren 6,35 Millionen Euro in einen umfassenden KI-Forschungsschwerpunkt. Dazu zählen über 20 Studiengänge mit KI-Bezug, zwei Stiftungsprofessuren zu den Themen Gesundheit und Landwirtschaft sowie neue Forschungsförderungen.“ Das Herzstück bilde das KI-Labor in St. Pölten mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro. Das neue Labor bezeichnete er als ein einzigartiges „Schaufenster“ für die Möglichkeiten und Risken, die die KI biete und als „Motor für Innovation und Ausbildung in Niederösterreich.“

    „Insbesondere die Entwicklung und praxisnahe Erprobung von KI-Methoden unter realitätsnahen Bedingungen braucht eine flexible, leistungsfähige und skalierbare Infrastruktur. Zudem verlangt die zunehmende Integration von KI-Technologien in Arbeitsabläufe und unseren Alltag die Einbindung von Nutzerinnen und Nutzer in den Entwicklungsprozess, um Anwendungsfälle ganzheitlich zu erproben und eine hohe Akzeptanz zu gewährleisten“, sagt Marlies Temper, Leiterin der Studiengänge Data Intelligence (MA) und Data Science and Artificial Intelligence (BA) an der UTSP.

    Reallabor für den ganzen KI-Lebenszyklus

    Das neue KI-Reallabor stellt eine flexible Infrastruktur bereit, die den gesamten Lebenszyklus von KI-Entwicklungen unterstützt – von der Forschung über die Lehre bis hin zur praktischen Anwendung. Durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten, Services und Infrastruktur ermöglicht die Einrichtung eine schnelle und effiziente Entwicklung von KI-Anwendungen sowie die Durchführung umfassender Tests, auch gemeinsam mit Bürger*innen ohne umfassende IT-Kenntnisse.

    Mit dem KI-Reallabor wird die USTP in die Lage versetzt, Forschung, Entwicklung und Lehre auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz nachhaltig zu stärken und KI-Innovationen in Niederösterreich voranzutreiben.

    „Das neue KI-Reallabor ist aber nicht nur für unsere Forschung und Lehre da. Es soll zudem ein offener Ort für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft sein, um KI erlebbar und angreifbar zu machen“, sagt Temper.

    Stark in der KI-Forschung

    „Künstliche Intelligenz gewinnt zunehmend an Relevanz und Anwendung in Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft. Das erfordert von Hochschulen, diese zukunftsweisenden Technologien sowohl in der Lehre als auch in der Forschung effizient einzubinden und Wirtschaft und Gesellschaft in der Anwendung von KI zu unterstützen. Wir haben mit Unterstützung des Landes Niederösterreich dazu mit dem neuen KI-Reallabor eine wesentliche Infrastruktur geschaffen. Mit dieser Spitzentechnologie sind wir vorne dabei auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz“, sagt USTP-Geschäftsführer Johann Haag.
    Die USTP ist eine starke Forschungspartnerin im Bereich der künstlichen Intelligenz und entwickelt das Thema und Anwendungen dazu in Österreich wesentlich mit.

    Derzeit laufen an der USTP 154 Drittelmittelprojekte, davon 25 mit einem Bezug zu KI oder maschinellem Lernen. Die Einnahmen aus diesen Projekten mit KI-Bezug belaufen sich auf knapp über 7,5 Millionen Euro. Mehr als 60 Forscher*innen arbeiten an der USTP derzeit an KI-Projekten.

    Die USTP baut derzeit zudem eine groß angelegte Rechen- und Speicherinfrastruktur auf, die ebenfalls vom Land Niederösterreich finanziert wird.

    Leuchtturmprojekte in der KI-Forschung an der USTP befassen sich unter anderem mit dem

    • Training von KI,
    • dem Entwickeln einer vertrauensvollen KI,
    • dem Einsatz in der Klimawandelanpassung und in der Landwirtschaft und in der
    • Entwicklung von Smart Cities in Niederösterreich.

    Die USTP ist auch an federführenden österreichweiten Netzwerken zur KI-Forschung beteiligt. Zentral ist dafür an der USTP ihr Center for Artificial Intelligence. Auch am Europacampus Hainburg, der derzeit entsteht und bei dem die USTP eine federführende Rolle spielt, soll ein Schwerpunkt zum Thema KI geschaffen werden – unter anderem soll dort ein weiteres KI-Reallabor aufgebaut werden.

    Center for Artificial Intelligence

    Seit 2023 bündelt die USTP ihre Stärken auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz im Center for Artificial Intelligence. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, einzigartige Lösungen für wichtige gesellschaftliche Fragen und für Unternehmen zu entwickeln.

    Forscher*innen arbeiten am Center an einer breiten Palette an Themen, wie zum Beispiel Fake-News-Detektoren, Tools für die Unwettervorhersage oder die Anwendung von KI im Gesundheitsbereich für genauere Diagnosen als Basis für bessere Therapien.

    Auszeichnungen und Preise

    Die Qualität der Forschung spiegelt sich auch in Auszeichnungen und Preisen wider: So erhielten Forscher*innen der USTP für Arbeiten auf dem Gebiet der KI unter anderem den Wissenschaftspreis des Landes Niederösterreich 2025, den Preis „Digitaler Humanismus in der Praxis“ 2026 und in früheren Jahren den NÖ Innovationspreis und den eAward. Die ausgezeichneten Projekte verbessern etwa die Ganganalyse und helfen damit Menschen z. B. mit Kniearthrose oder unterstützen Jugendliche beim Umgang mit Hassrede und Falschinformationen auf Social Media.

    KI studieren und Weiterbildung für Unternehmen

    Zwei Studiengänge der USTP widmen sich schwerpunktmäßig der KI:

    • Data Science and Artificial Intelligence (BA) und
    • Data Intelligence (MA)

    Aber auch viele andere Studiengänge bilden zum Einsatz von KI und ihrer Methoden aus oder haben diese Aspekte in ihre Curricula integriert, zum Beispiel:

    • Creative Computing (BA)
    • IT Security (BA)
    • Cyber Security and Resilience (MA)
    • Digital Innovation & Research (MA)
    • Information Security (MA)
    • Digital Healthcare (MA)

    Darüber hinaus bietet die USTP Aus- und Weiterbildungen zu KI und Digitalisierung für Unternehmen an, etwa beim niederösterreichischen Haus der Digitalisierung oder dem Digital Innovation Hub Ost.

    Nähere Informationen:

    KI-Reallabor: https://www.ustp.at/de/campus/labore-und-studios/ki-labor
    Center for Artificial Intelligence der USTP: https://cai.ustp.at
    Presseaussendung des Landes NÖ zur Eröffnung des KI-Reallabors:
    https://noel.gv.at/noe/Neues_KI-Reallabor_an_der_University_of_Applied_Sciences_...
    Mehr zu Studium und Forschung im KI-Bereich an der USTP finden Sie auf ustp.at und research.ustp.at.

    Fotos:
    Gruppenfoto mit dem Team des KI-Reallabors, Credit: USTP / Mark Hammer
    Foto von der Pressekonferenz mit Marlies Temper, Stephan Pernkopf und Johann Haag, Credit: NLK / Filzwieser

    Informationen und Rückfragen:
    Mag. Mark Hammer
    Fachverantwortlicher Presse
    Marketing und Unternehmenskommunikation
    T: +43 2742 313 228 269
    M: +43/676/847 228 269
    E: mark.hammer@ustp.at
    I: https://www.ustp.at/presse

    Forderung nach gesicherter Forschungsfinanzierung und Promotionsrecht

    Die Österreichische Fachhochschulkonferenz (FHK) spricht sich für eine gesicherte Forschungsfinanzierung und ein Promotionsrecht für Fachhochschulen / Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (FH/HAW) in Österreich aus. Die USTP unterstützt diese Forderung. FH/HAW leisten mit ihrer regionalen Vernetzung und der praxisnahen, an zentralen Zukunftsfragen ausgerichteten Forschung einen wesentlichen Beitrag zur Innovationsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Doktorand*innen treiben dabei Innovationen voran und bringen diese in Wirtschaft, Industrie und KMU zur Anwendung. Ein Promotionsrecht sowie eine nachhaltige Forschungsfinanzierung sind entscheidend, um diese Wirkung weiter zu stärken und die Überführung von Forschung in konkrete Anwendungen gezielt zu fördern.

    Über die USTP – University of Applied Sciences St. Pölten

    Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten (vormals Fachhochschule St. Pölten) steht für innovative Lehre, wirkungsvolle angewandte Forschung und – als leitende Hochschule der European-University-Allianz E³UDRES² – für gelebte Europeanness. Als USTP – University of Applied Sciences St. Pölten unterstreicht sie ihre wachsende Internationalität und ihre Rolle als dynamischer Knotenpunkt für tertiäre Bildung, Forschung und gesellschaftliche Transformation – regional, national und in ganz Europa. Mehr als 4.000 Studierende erhalten in zahlreichen Bachelor- und Master-Studiengängen sowie berufsbegleitenden Weiterbildungsprogrammen eine praxisorientierte Ausbildung in den Themenbereichen Medien, Kommunikation, Management, Digitale Technologien, Informatik & KI, Security, Bahntechnologie, Gesundheit und Soziales. Lehre und Forschung sind dabei eng verzahnt.

    Pressetext und Fotos zum Download verfügbar unter https://www.ustp.at/de/presse
    Allgemeine Pressefotos zum Download verfügbar unter https://www.ustp.at/de/presse/pressefotos-logos

    Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten GmbH (USTP) hält ausdrücklich fest, dass sie Inhaberin aller Nutzungsrechte der mitgesendeten Fotografien ist. Der Empfänger / die Empfängerin dieser Nachricht darf die mitgesendeten Fotografien nur im Zusammenhang mit der Presseaussendung unter Nennung der USTP – Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten GmbH und des Urhebers / der Urheberin nutzen. Jede weitere Nutzung der mitgesendeten Fotografien ist nur nach ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung (Mail reicht aus) durch die USTP – Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten GmbH erlaubt.

    Erfahren Sie mehr News von uns auf LinkedIn https://www.linkedin.com/school/ustp_hochschule sowie auf weiteren Social-Media-Kanälen.


    Images

    Eröffnung KI-Reallabor
    Eröffnung KI-Reallabor
    Source: Mark Hammer
    Copyright: USTP

    Eröffnung KI-Reallabor
    Eröffnung KI-Reallabor
    Source: Filzwieser
    Copyright: NLK Filzwieser


    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Information technology
    transregional, national
    Organisational matters
    German


     

    Eröffnung KI-Reallabor


    For download

    x

    Eröffnung KI-Reallabor


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).