Lehrkräfte neigen dazu, Mädchen und Jungen Kompetenzen zuzuschreiben, die von den gemessenen Leistungen der Geschlechtergruppen abweichen. Bei vergleichbaren Testergebnissen werden Jungen im Durchschnitt in Mathematik eher überschätzt und Mädchen unterschätzt. Im sprachlichen Bereich zeigt sich das umgekehrte Muster: Mädchen werden tendenziell überschätzt, Jungen unterschätzt. Diese geschlechtsspezifischen Verzerrungen unterscheiden sich zwischen den untersuchten Ländern. In der Mathematik sind sie in Deutschland am stärksten ausgeprägt, während sie im sprachlichen Bereich in England am deutlichsten ausfallen. In den USA zeigen sich jeweils die geringsten Verzerrungen.
Die Befunde des NEPS-Schlaglichts Nr. 05 zur Wahrnehmung mathematischer Kompetenzen durch Grundschullehrkräfte und No. 19 zur Wahrnehmung sprachlicher Kompetenzen durch Grundschullehrkräfte stammen aus der Publikation:
Olczyk, M., Gentrup, S., Schneider, T., Volodina, A., Perinetti Casoni, V., Washbrook, E., Kwon, S. J., & Waldfogel, J. (2023). Teacher judgements and gender achievement gaps in primary education in England, Germany, and the US. Social Science Research, 116, Article 102938. https://doi.org/10.1016/j.ssresearch.2023.102938
NEPS-Schlaglicht Nr. 5: https://www.lifbi.de/NEPS-SL/Detail?nummer=05
NEPS-Schlaglicht Nr. 19: https://www.lifbi.de/NEPS-SL/Detail?nummer=19
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Was sind die NEPS-Schlaglichter?
Mit diesem und weiteren NEPS-Schlaglichtern werden ausgewählte Erkenntnisse aus dem Nationalen Bildungspanels, der größten Langzeit-Bildungsstudie in Deutschland, pointiert und verständlich aufbereitet. Sie beleuchten Themen wie Kompetenzentwicklung über den Lebensverlauf oder Aspekte von Persönlichkeit, Bildungsteilhabe, Integration und Partizipation. Jedes Schlaglicht enthält eine Kernbotschaft, eine kurze Erklärung sowie interaktive Grafiken, die die jeweiligen Befunde visualisieren. Quellen und weiterführende Informationen sind ebenfalls verlinkt. Die NEPS-Schlaglichter sind ein Angebot des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und werden mit den Autor:innen der Originalpublikationen abgestimmt. Das Angebot wird kontinuierlich erweitert
Was ist das Nationale Bildungspanel?
Das Nationale Bildungspanel (NEPS) ist die größte Langzeit-Bildungsstudie in Deutschland. Es untersucht Bildungsprozesse, ihre Bedingungen, Ergebnisse und Folgen von der frühen Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter. Mehr als 70.000 Teilnehmende sowie etwa 50.000 Personen aus deren Umfeld werden dazu wiederkehrend befragt. Die gewonnenen Daten stehen der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung. Mehr als 4.000 Forschende weltweit arbeiten bereits mit NEPS-Daten, bisher sind bereits mehr als 1.900 wissenschaftliche Publikationen entstanden.
Pressekontakt:
Stabsbereich Kommunikation LIfBi
Dr. Florian Mayer | Iris Meyer
E: kommunikation@lifbi.de
T: 0951 700 60 400
Hinweise zu den Autorinnen und Autoren der Studie, die diesem NEPS-Schlaglicht zugrunde liegt, entnehmen Sie bitte der Originalpublikation.
https://www.lifbi.de/de-de/Start/Institut/Personen/Person/account/107?name=Olczy... Dr. Melanie Olczyk
Olczyk, M., Gentrup, S., Schneider, T., Volodina, A., Perinetti Casoni, V., Washbrook, E., Kwon, S. J., & Waldfogel, J. (2023). Teacher judgements and gender achievement gaps in primary education in England, Germany, and the US. Social Science Research, 116, Article 102938. https://doi.org/10.1016/j.ssresearch.2023.102938
https://www.lifbi.de/NEPS-SL NEPS-Schlaglichter
Differenz zwischen den, in Deutschland mit dem NEPS-Test gemessenen, mathematischen Kompetenzen de ...
Source: LIfBi 2025
Copyright: LIfBi 2025
Differenz zwischen den tatsächlichen Sprachleistungen der Kinder und den Einschätzungen der Lehrkräf ...
Source: LIfBi 2025
Copyright: LIfBi 2025
Criteria of this press release:
Journalists, Teachers and pupils, all interested persons
Language / literature, Mathematics, Psychology, Social studies, Teaching / education
transregional, national
Schools and science, Transfer of Science or Research
German

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