Der Politikwissenschaftler Tarik Abou-Chadi wird ab dem 1. Januar 2027 als neuer Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) eine Abteilung für Demokratieforschung aufbauen und leiten. Mit seinem künftigen Forschungsprogramm wird er an verschiedene am WZB untersuchte Themen anknüpfen und zugleich neue Impulse setzen.
Abou-Chadi ist derzeit Professor für Europäische Politik am Institut für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen der Universität Oxford und Professorial Fellow am Nuffield College. Im Kern seiner Forschung steht die Transformation europäischer Parteiensysteme. Dazu gehören etwa folgende Leitfragen: Wie konnten sich in den letzten Jahrzehnten neue Parteien etablieren und wie hat das den politischen Wettbewerb beeinflusst? Welche Strategien haben andere Parteien in Reaktion darauf entwickelt und warum konnten sich manche etablierten Parteien halten, während andere marginalisiert wurden? Und wie tragen sozio-ökonomische Rahmenbedingungen und soziale Ungleichheit zu diesen Transformationen bei? Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Erstarken der radikalen Rechten und der Krise sozialdemokratischer Parteien in Europa.
Das Forschungsprogramm für seine künftige Abteilung am WZB wird sich auf drei Themenbereiche fokussieren: erstens die Rolle von Parteien und Wähler*innen in einem sich transformierenden Europa, zweitens die Herausforderungen sozio-ökonomischer Transformation mit Blick auf die Gefahren autoritärer Gegenbewegungen und drittens demokratische Resilienz.
„Mit Tarik Abou-Chadi konnten wir einen international renommierten Wissenschaftler für das WZB gewinnen, dessen Themen viele Anknüpfungspunkte für andere Forschende am WZB bieten“, so Nicola Fuchs-Schündeln, Präsidentin des WZB. „Zudem bringt er weitreichende Erfahrung sowohl mit interdisziplinärer Kooperation als auch mit Wissenschaftskommunikation und Transfer mit. Wir freuen uns alle sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.“
Für Abou-Chadi, geboren 1985, ist der Wechsel ans WZB auch eine Rückkehr nach Berlin, wo er 2015 an der Humboldt-Universität promoviert wurde. Anschließend war er an der Universität Zürich tätig, bevor er nach Oxford wechselte. Er hat verschiedene Auszeichnungen erhalten, etwa 2022 den damals erstmals verliehenen Henrik Enderlein Prize for Research Excellence in the Social Sciences und 2023 ein Fellowship am Netherlands Institute for Advanced Studies. An eine breitere Öffentlichkeit richtet er sich unter anderem mit Beiträgen im Guardian, dem Spiegel oder auch mit seinem Podcast „Transformation of European Politics“. „Das WZB steht für sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung zu den relevanten gesellschaftlichen Themen, und ich freue mich darauf, mich mit meiner eigenen Forschung in den interdisziplinären Austausch im Institut sowie mit bestehenden und künftigen Partnern einzubringen“, sagt Tarik Abou-Chadi.
Gritje Hartmann
Leiterin der Abteilung Kommunikation
Telefon 030-25491-509
gritje.hartmann@wzb.eu
https://www.tarikabouchadi.net/
Criteria of this press release:
Journalists, all interested persons
Politics, Social studies
transregional, national
Organisational matters, Personnel announcements
German

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