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04/23/2026 12:12

Helios Standort Leipzig setzt auf roboterassistierte Operationstechnologie

Dr. Luisa Winkler Öffentlichkeitsarbeit
Herzzentrum Leipzig GmbH

    Bereits 1998 fand am Herzzentrum Leipzig die weltweit erste roboterassistierte Herzklappenoperation der Welt statt. 28 Jahre später kehrt eine neue und verbesserte Generation des Da Vinci-Operationsroboters an seine Geburtsstätte zurück. Der OP-Roboter kommt in der Herzchirurgie am Herzzentrum Leipzig und in der Viszeral- und Thoraxchirurgie am Helios Park-Klinikum Leipzig für minimal-invasive Operationsverfahren zum Einsatz. Er verspricht u.a. kleinere Schnitte und dadurch eine schnellere Heilung mit weniger Schmerzen.

    Was Ende der 90er Jahre noch ein absolutes Novum war, ist heute an vielen Helios-Standorten gängige Praxis: Insgesamt 22 Da Vinci-Roboter sind bei Helios deutschlandweit im Einsatz. Der Operationsroboter kann den zu operierenden Bereich dreidimensional und bis zu 10-fach vergrößert anzeigen. Daumen und Mittelfinger der Chirurg:innen stecken in einer Schlaufe an der Bedienungskonsole und koordinieren die Arme des Roboters am OP-Tisch. Den Füßen stehen Pedale zur Verfügung, mit denen unter anderem die Kameraführung gesteuert wird. Dadurch ermöglicht die Technologie eine hohe Präzision, kleine Schnitte und eine zügige Heilung. „Roboterassistierte Operationen sind eine Entwicklung, die die Chirurgie maßgeblich beeinflussen wird. Als innovativer Klinikstandort ist der Da Vinci für uns unabdingbar – einerseits für eine moderne Versorgung unserer Patientinnen und Patienten und andererseits für die beste Ausbildung der nächsten Generation an Chirurginnen und Chirurgen“, erklärt Prof. Michael A. Borger, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Leipzig.

    Robotik in der Herzchirurgie: minimal-invasiv und präzise:
    Am Herzzentrum Leipzig assistiert der Da Vinci aktuell bei einem Teilschritt der Bypass-Operationen. „Er unterstützt die minimal-invasive, hoch präzise Entnahme der linken Brustwandarterie. Dabei wird das Blutgefäß roboterassistiert von der Brustwand gelöst. Anschließend können wir Chirurgen das Gefäß über einen minimalisierten Schnitt auf das Herzkranzgefäß nähen, um eine Umgehung für ein verengtes oder blockiertes Herzkranzgefäß zu schaffen und die Blutversorgung des dahinterliegenden Gewebes wiederherzustellen. Die Entnahme ist durch den Einsatz des Da Vincis präziser und die Schnitte sind kleiner. Das bedeutet für die Betroffenen weniger Schmerzen und eine schnellere Heilung“, erläutert Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Kiefer, Leitender Oberarzt für minimal-invasive Klappenchirurgie im Team von Prof. Borger. Aktuell steuert er als Hauptoperateur mit einem Kollegen den OP-Roboter. Mit der Nachfolgergeneration des aktuellen Da Vincis Xi sollen in naher Zukunft auch Operationen am Herzen, wie z.B. Bypass-Anastomosen und Klappenrekonstruktionen roboterassistiert vorgenommen werden.

    Hoher Bewegungsradius trotz kleiner Schnitte:
    Am Helios Park-Klinikum Leipzig wird der Da Vinci im Bereich der Viszeral- und Thoraxchirurgie eingesetzt. „Im Grunde können alle Operationen, die jetzt offen oder minimal-invasiv erfolgen, auch roboterassistiert durchgeführt werden, zum Beispiel Lungeneingriffe und alle Operationen der Organe des Bauchraums, wie z.B. Leber, Darm oder Pankreas“, erklärt Prof. Dr. med. Michael Bartels, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Helios Park-Klinikum Leipzig. Minimal-invasive Operation gehören am Park-Klinikum schon seit vielen Jahren zum gängigen Operationsstandard. Im Zentrum für minimal-invasive Therapien setzen die Expert:innen auf das Motto, je kleiner der medizinische Eingriff, desto geringer ist die Belastung für den Körper. „Während wir früher noch die Öffnung der Bauch- und Brusthöhle praktizierten, reichen nun kleine Schnitte, um die gleichen Operationen erfolgreich durchzuführen. Mit dem Einsatz des Da Vincis werden die nötigen Schnitte nun noch kleiner und zugleich der Bewegungsradius durch die Roboterarme größer. Dadurch gelangen wir auch an schwer zu erreichende Stellen im Bauchraum“, ergänzt Prof. Bartels.

    Zusammenspiel von Expert:innen und OP-Roboter:
    Die roboterassistierte Technologie erweitert die Operationsmöglichkeiten, kann die menschliche, chirurgische Expertise aber nicht ersetzen. Das Operationspersonal wurde langfristig mit Simulationstrainings und Hospitationen an anderen Kliniken in der komplexen Bedienkonsole des OP-Roboters geschult. Die interdisziplinären Teams arbeiten Hand in Hand mit dem Da Vinci, um gemeinsam für Patient:innen die bestmöglichen Behandlungsergebnisse zu erzielen. So erzielt Präzision in der Chirurgie eine schonende Behandlung.


    More information:

    https://Weiterführende Informationen zur Robotik bei Helios: https://www.helios-gesundheit.de/unternehmen/ueber-helios/schwerpunkte/robotik/


    Images

    Roboterassistierte Operation am Herzzentrum Leipzig
    Roboterassistierte Operation am Herzzentrum Leipzig
    Source: Christian Hüller
    Copyright: Helios Kliniken GmbH

    Roboterarme Da Vinci-Operationssystem
    Roboterarme Da Vinci-Operationssystem
    Source: Christian Hüller
    Copyright: Helios Kliniken GmbH


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Medicine
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications
    German


     

    Roboterassistierte Operation am Herzzentrum Leipzig


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    Roboterarme Da Vinci-Operationssystem


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