Berlin, April 2026 – Die Entscheidung war ob der vielen fantastischen Bewerbungen eine echte Herausforderung, die Begeisterung so greifbar. Der VPH-Innovationspreis 2026, verliehen im Rahmen des Frühjahrskongresses des Verbandes der Privaten Hochschulen e. V. (VPH), hat in diesem Jahr neue Maßstäbe gesetzt. Aus sechs herausragenden Projekten wurden in einer finalen Live-Abstimmung vor Ort die Gewinnerteams gekürt. Diese innovativen Ideen privater Hochschulen machten das Rennen.
Die Vorauswahl fiel in diesem Jahr besonders schwer. Denn noch nie gab es so eine starke Beteiligung. Doch wie es in der Natur von Wettbewerben liegt, kann es nur eine:n Gewinner:in geben oder, wie in unserem Fall, zwei.
Denn der VPH-Innovationspreis wird in zwei Kategorien verliehen. Unsere Mitgliedshochschulen konnten sich mit ihren neuen und richtungsweisenden Projekten entweder für den Punkt „Lehre, Didaktik & Student Experience“ oder „Forschung, Innovation & Hochschulentwicklung“ bewerben. Ausgezeichnet wurden die Projekte, die besonders eindrucksvoll zeigen, wie mutig, gesellschaftsnah und zukunftsgerichtet private Hochschulen Innovation denken und umsetzen. Und diese Anforderung wurde 2026 mit Bravour gemeistert.
Kategorie: Lehre, Didaktik & Student Experience
Die Spannung war hoch bei den Finalistinnen und Finalisten letzten Donnerstag an der Constructor University in Bremen, wo der Frühjahrskongress des VPH mit der Life-Abstimmung zum Innovationspreis einen echten Höhepunkt fand. Hände wurden nervös geknetet und beim ein oder anderen Bewerber-Team auch kurz der Atem angehalten, als es an die Verkündung ging. Umso größer war die Freude für die Erstplatzierten: Die Spitze des Siegertreppchens sicherte sich die Bucerius Law School mit dem Projekt „Studium pro bono publico – Studierende informieren die Zivilgesellschaft“. Das Konzept verbindet juristische Ausbildung mit gesellschaftlichem Engagement auf innovative Weise: Studierende bereiten komplexe rechtliche Themen verständlich für Non-Profit-Organisationen auf und leisten damit einen konkreten Beitrag zur Stärkung des Ehrenamts. Aus klassischen Prüfungsleistungen entstehen so praxisrelevante Informationsangebote und schaffen so einen Perspektivwechsel, der Lernen neu definiert und sichtbar macht.
Platz zwei ging an die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Ihr Projekt setzt auf KI-generierte, evidenzbasierte Musik als niedrigschwelliges „Nudging“-Instrument für Fernstudierende. Die Verbindung von Wissenschaft, Technologie und Edutainment eröffnet neue Wege, Lernverhalten positiv zu beeinflussen und Studierende im Alltag gezielt zu unterstützen.
Die Duale Hochschule Schleswig-Holstein belegte mit ihrem VR-basierten Lehrkonzept den dritten Platz. Mit innovativen Anwendungen wie „Depression erfahrbar machen“ schafft das Projekt immersive Lernräume, die Perspektivwechsel ermöglichen und komplexe Themen emotional zugänglich machen.
Kategorie: Forschung, Innovation & Hochschulentwicklung
Ebenso spannend und informativ ging es mit den Pitches der nächsten Kategorie weiter. Den ersten Platz in „Forschung, Innovation & Hochschulentwicklung“ konnte sich die Carl Remigius Fresenius Education Group mit der Einreichung „NextGeneration:AI 2.0 – Talk-to-Learning-Data“ sichern. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das besonders gut demonstriert, wie KI die Hochschullehre grundlegend positiv verändern kann.
Im Zentrum steht eine neue Generation von Lern-KI, die nicht auf allgemeines Weltwissen zugreift, sondern ausschließlich mit kuratierten, hochschulinternen Inhalten arbeitet. So entstehen verlässliche, präzise Antworten, inklusive konkreter Quellenverweise bis hin zu Textstellen oder Videosequenzen. Studierende können ihre Lernmaterialien dialogbasiert erschließen, hinterfragen und vertiefen.
Besonders innovativ ist die Rolle der KI. Als direkt in die Lernplattform integrierter „NextGen:Tutor“ begleitet sie Studierende aktiv durch den Lernprozess, erkennt Wissenslücken und unterstützt gezielt bei Verständnis und Prüfungsvorbereitung. So wird aus einem Tool ein echter Lernpartner.
Den zweiten Platz erreichte die Internationale Hochschule Liebenzell (IHL) mit ihrem innovativen Ansatz in der Lehrkräftebildung. Das Programm qualifiziert gezielt für freie Schulen sowie den Direkteinstieg in öffentliche Grundschulen in Baden-Württemberg und reagiert damit unmittelbar auf gesellschaftliche Bedarfe im Bildungssystem.
Mit Platz drei wurde die AKAD University ausgezeichnet. Mit ihrer KI-Gastprofessur, basierend auf dem Konzept digitaler Zwillinge, betritt sie Neuland in der Hochschullehre. Das Projekt zeigt, wie hybride Mensch-KI-Modelle nicht nur didaktisch, sondern auch strukturell und regulatorisch in Hochschulen verankert werden können und liefert zugleich wichtige Impulse für die Zukunft der akademischen Lehre.
Innovationen Privater Hochschulen als starkes Signal für die Zukunft
Wir sind überzeugt und der VPH-Innovationspreis 2026 verleiht dieser Haltung Nachdruck: Private Hochschulen sind Treiber für Fortschritt im Bildungssystem. Sie entwickeln Lösungen für reale Herausforderungen, verbinden Theorie und Praxis auf neue Weise und denken Bildung konsequent weiter, sowohl technologisch als auch didaktisch und gesellschaftlich.
Die diesjährigen Preisträger:innen stehen exemplarisch für diese Innovationskraft. Ihre Projekte zeigen, wie Lernen wirksamer, Forschung relevanter und Hochschulen als Ganzes zukunftsfähiger gestaltet werden können.
Weitere Einblicke in die prämierten Projekte und ihre Wirkung werden in den kommenden Tagen auf den Kommunikationskanälen des VPH veröffentlicht. Wir sind schon jetzt gespannt, welch Neuerungen und Ideen unsere Mitglieder 2027 im Gepäck haben werden!
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, all interested persons
interdisciplinary
transregional, national
Contests / awards, Studies and teaching
German

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