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04/30/2026 17:28

Auszeichnung für herausragende Arbeiten in der Krebsforschung

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Universität Heidelberg

    Für ihre wegweisenden Forschungsarbeiten zur Steuerung der Genaktivität erhält Dr. Angelika Feldmann den mit 100.000 Euro dotierten Hella Bühler-Preis 2026. Die von der Universität Heidelberg vergebene Auszeichnung wendet sich an junge Forscherinnen und Forscher am Wissenschaftsstandort Heidelberg, die bereits durch herausragende wissenschaftliche Qualität in der Krebsforschung auf sich aufmerksam gemacht haben. Die Wissenschaftlerin leitet am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) die Nachwuchsgruppe „Mechanismen der Genomkontrolle“. Die Preisverleihung findet am 7. Mai 2026 statt.

    Pressemitteilung
    Heidelberg, 30. April 2026

    Auszeichnung für herausragende Arbeiten in der Krebsforschung
    Dr. Angelika Feldmann erhält den mit 100.000 Euro dotierten Hella Bühler-Preis

    Für ihre wegweisenden Forschungsarbeiten zur Steuerung der Genaktivität erhält Dr. Angelika Feldmann den mit 100.000 Euro dotierten Hella Bühler-Preis 2026. Die von der Universität Heidelberg vergebene Auszeichnung wendet sich an junge Forscherinnen und Forscher am Wissenschaftsstandort Heidelberg, die bereits durch herausragende wissenschaftliche Qualität in der Krebsforschung auf sich aufmerksam gemacht haben. Im Mittelpunkt von Dr. Feldmanns Forschung steht die Frage, wie bestimmte regulatorische DNA-Sequenzen als „Verstärker“ – englisch Enhancer – wirken und Gene fälschlich aktivieren oder ihre Aktivität steigern. Dieser Mechanismus kann dazu beitragen, dass die „verstärkten“ Gene als Onkogene unkontrolliertes Zellwachstum auslösen. Die Wissenschaftlerin leitet am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) die Nachwuchsgruppe „Mechanismen der Genomkontrolle“. Die Preisverleihung findet am 7. Mai 2026 statt.

    Onkogene sind überaktivierte Versionen normaler Gene, die zu unkontrolliertem Wachstum der Zellen führen. Wie das sogenannte „Enhancer Hijacking“ diese Aktivierung in Gang setzt, ist Gegenstand der Forschung von Dr. Feldmann. Bei diesem Mechanismus binden Enhancer an bestimmte DNA-Regionen, die als Promoter den Start der Genaktivität steuern. Obwohl die Enhancer oft weit entfernt vom betreffenden Gen liegen, können sie durch Faltung und Schleifenbildung der DNA Kontakt mit dem Promoter aufnehmen. Bislang ist unbekannt, ob und wann solche physischen Kontakte tatsächlich nötig sind, um Gene fälschlich zu aktivieren oder ihre Aktivität zu verstärken. Die Entstehung der übermäßigen transkriptionalen Aktivierung von Onkogenen im Detail aufzuklären, ist Ziel von Dr. Feldmanns Projekts „Die Rolle von Promoter-Kontakten für die Enhancer-Funktion bei der entwicklungs- und tumorbedingten Genaktivierung“. Dazu forscht die Wissenschaftlerin gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Niopek vom Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg.

    Angelika Feldmann studierte Molekulare Medizin an der Universität Freiburg und forschte für ihre Promotion (2014) auf dem Gebiet der Genetik am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research in Basel (Schweiz). Als Postdoktorandin war sie anschließend an der University of Oxford (Großbritannien) tätig, ehe sie im Jahr 2021 als Leiterin einer Helmholtz-Nachwuchsgruppe an das Deutsche Krebsforschungszentrum wechselte. Für ihre Forschungsarbeiten erhielt die Wissenschaftlerin mehrfach Auszeichnungen und Förderungen, so 2023 einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC). Im Rahmen ihres ERC-Projekts untersucht Dr. Feldmann die molekularen Abläufe, die notwendig sind, damit während der Entwicklung eines Organismus alle Zellen zur richtigen Zeit die richtigen Gene ablesen können.

    Die Rektorin der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frauke Melchior, wird die Veranstaltung zur Verleihung des Hella Bühler-Preises eröffnen. Anschließend wird es um die Arbeiten der Vorjahres-Preisträger gehen: Der Neurologe Dr. Dr. Varun Venkataramani (Universitätsklinikum Heidelberg) berichtet darüber in einer Videobotschaft. In Vertretung des Biochemikers Dr. Moritz Mall (DKFZ) spricht die Doktorandin Laura Rueda Gensini. Die Laudatio auf die aktuelle Preisträgerin hält Prof. Niopek, der die Abteilung Pharmazeutische Biologie am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie leitet. Im Anschluss wird Dr. Feldmann in einem kurzen Vortrag Einblicke in ihre Forschung geben.

    Der von der Heidelberger Zahnärztin Dr. Hella Bühler (1910 bis 2002) gestiftete Forschungspreis wendet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Universität Heidelberg oder an junge Forscherinnen und Forscher, die der Ruperto Carola in wissenschaftlicher Kooperation verbunden sind. Die Auszeichnung soll die Preisträger in einer frühen Phase der Karriere dabei unterstützen, ihre bereits herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung fortzuführen und zu vertiefen. Der Preis wird von der Universität vergeben und ist eine der höchstdotierten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Krebsforschung in Deutschland.

    Hinweis an die Redaktionen:
    Zu der Verleihung des Hella Bühler-Preises lädt die Universität Heidelberg am 7. Mai 2026 ein. Die nicht öffentliche Veranstaltung findet im Hörsaal des Marsilius-Kollegs, Im Neuenheimer Feld 130.1, statt und beginnt um 17 Uhr.

    Kontakt:
    Universität Heidelberg
    Kommunikation und Marketing
    Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
    presse@rektorat.uni-heidelberg.de


    More information:

    https://www.uni-heidelberg.de/de/hella-buehler-preis – Hella Bühler-Preis
    https://www.dkfz.de/mechanismen-der-genomkontrolle – Angelika Feldmann


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    Criteria of this press release:
    Journalists
    Biology, Medicine
    transregional, national
    Contests / awards, Research projects
    German


     

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