Demokratie lebt vom Mitreden: Eine öffentliche Podiumsdiskussion der Universität des Saarlandes ruft auf zur Debatte über das Grundgesetz. Hat es nach 77 Jahren, angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel, demografischem Wandel oder Künstlicher Intelligenz noch die passenden Antworten parat? Alle Interessierten sind eingeladen, mit Expertinnen und Experten dieser Frage auf den Grund zu gehen – am 19. Mai ab 19 Uhr im Festsaal des Rathauses Saarbrücken. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des „Ehrentags“ zum Tag des Grundgesetzes, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgerufen hat.
Es ist die Grundlage unserer freiheitlichen Demokratie: das Grundgesetz. Die Würde des Menschen steht vor allem anderen, gleich zu Beginn im ersten Artikel, gefolgt von Freiheits- und Gleichheitsrechten: den Grundrechten. Vor dem Hintergrund der gescheiterten Weimarer Republik, dem noch frischen Eindruck der Katastrophen zweier Weltkriege und Jahren menschenverachtenden Nazi-Terrors erarbeiteten 61 Männer und vier Frauen im Parlamentarischen Rat ein bemerkenswertes Fundament für Freiheit, Rechtsstaat und demokratisches Miteinander. Das Grundgesetz, das am 23. Mai 1949 verkündet wurde, steht über allen anderen Gesetzen in Deutschland, enthält – neben den Grundrechten – die wichtigsten Regeln für den Staat, seine Organisation und das Zusammenleben der Menschen. Seither prägt es unseren Alltag, es betrifft und schützt jeden Menschen in Deutschland.
77 Jahre sind vergangen und die Welt hat sich weitergedreht – mit Entwicklungen, die 1949 wohl niemand in ihrer Tragweite vorausgesehen hätte. Demografischer Wandel, eine internationale Ordnung im Wandel, immer schnellerer technologischer Fortschritt und populistische Angriffe auf die Demokratie bieten Anlass genug, um nach Aktualität und Zukunftsfähigkeit unseres Grundgesetzes zu fragen. Die Podiumsdiskussion am 19. Mai geht der Frage nach, ob seine Regeln, System- und Werteentscheidungen den heutigen und den zukünftigen Problemen und Herausforderungen standhalten und passende Antworten bieten.
Es diskutieren unter anderem der Staatsrechtslehrer und ehemalige Bundesverfassungsrichter Professor Peter M. Huber, der Staatssekretär im saarländischen Justizministerium Dr. Jens Diener, die Saarbrücker Jura-Doktorandin Lena-Marie Adam und der Jura-Student Lucca Kaltenecker. Die Moderation übernimmt Professor Till Patrik Holterhus, Professor für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht der Universität des Saarlandes und Co-Direktor des Europa-Instituts auf dem Saarbrücker Campus.
Zu der Veranstaltung lädt die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes ein in der Reihe „Universität im Dialog“, mit der die Universität des Saarlandes den Raum für Austausch jenseits des Campus eröffnet.
Podiumsdiskussion „Wie fit ist unser Grundgesetz für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“ am 19. Mai 2026 | 19.00 Uhr | Rathaus Saarbrücken St. Johann, Rathausplatz 1, 66111 Saarbrücken | Festsaal | Eintritt frei
Die Podiumsdiskussion ist eingebettet in den ersten deutschlandweiten „Ehrentag“ zum Geburtstag des Grundgesetzes, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt initiiert hat. In einem Aktionszeitraum vom 16. bis 31. Mai finden zahlreiche Veranstaltungen und Angebote statt. https://www.ehrentag.de
Prof. Dr. Annette Guckelberger, Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und Professur für Öffentliches Recht der Universität des Saarlandes
Tel.: +49 681 302-57401; E-Mail: annette.guckelberger@uni-saarland.de
Prof. Dr. Till Patrik Holterhus, MLE., LL.M. (Yale), Direktor des Europa-Instituts, Professur für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht der Universität des Saarlandes, Rechtswissenschaftliche Fakultät
Tel: +49 681 302-3695; E-Mail: holterhus@europainstitut.de
Die Moderation der Podiumsdiskussion übernimmt Till Patrik Holterhus, Professor für Öffentliches Rec ...
Source: Foto: Maximilian Baier
Copyright: Universität des Saarlandes
Criteria of this press release:
Journalists, all interested persons
Law, Philosophy / ethics, Politics, Social studies
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German

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