Der Tankrabatt auf Benzin und Diesel der schwarz-roten Regierungskoalition wird bislang nur teilweise an die Endkundinnen und Endkunden weitergegeben. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Wirtschaftswissenschaftler:innen Professor Johannes Paha und Wiebke Siebert der Universität Bremen.
„Die Auswertung der Spritpreise vom vergangenen Wochenende zeigt, dass die Kraftstoffpreise im Schnitt um rund 12 Cent gesunken sind“, erläutert der Professor für Volkswirtschaftslehre, Johannes Paha. Gemessen an der steuerlichen Entlastung von etwa 16,7 Cent entspräche dies einer Weitergabe von rund 73 Prozent. Etwa 27 Prozent des Rabatts verbleiben demnach bei den Unternehmen.
Untersuchung basiert auf stündlichen Preisdaten
Die Untersuchung von Johannes Paha und Wiebke Siebert basiert auf stündlichen Preisdaten für verschiedene Kraftstoffsorten rund um den 1. Mai 2026. Die Analyse zeigt, dass für Diesel sowie für Super E5 und E10 ähnliche Rückgänge zu beobachten sind.
Die Forschenden weisen darauf hin, dass der sogenannte Pass-on-Effekt, also die Weitergabe von Steuersenkungen, stark von der Wettbewerbsintensität im Markt abhängt. „Während in stark umkämpften Märkten Steuersenkungen in der Regel weitgehend an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden, verbleibt in weniger wettbewerbsintensiven Marktstrukturen ein größerer Anteil bei den Unternehmen“, beschreibt Siebert.
Zudem beeinflussen externe Faktoren wie Feiertage, Rohölpreise oder regulatorische Vorgaben die Preisentwicklung. So zeigt die Vergleichsanalyse rund um Ostern 2026 deutliche Preisanstiege. Auch der Start des Rabatts am 1. Mai fällt in eine Phase erhöhten Reiseaufkommens, sodass zusätzlich ein feiertagsbedingter Preiseffekt plausibel ist.
Erste Ergebnisse sind eine Momentaufnahme
Die Autor:innen betonen, dass es sich um eine erste Momentaufnahme handelt. Da der Tankrabatt erst seit Kurzem gilt, seien in den kommenden Wochen weiterführende Analysen erforderlich. Paha: „Es zeigt sich jedoch, dass nur rund ein Viertel des Tankrabatts bei den Endkunden ankommt und der verbleibende Teil in der Wertschöpfungskette bei den Unternehmen verbleibt.“
Prof. Dr. Johannes Paha
Professur für Volkswirtschaftslehre, insbes. Innovations- und Strukturökonomik
Universität Bremen
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Tel.: +49 (0)421 218-66631
E-Mail: jpaha@uni-bremen.de
https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/fachbereiche/fb7/guenther/news/2...
Criteria of this press release:
Journalists
Economics / business administration
transregional, national
Research results
German

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