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05/05/2026 17:13

Marinekommando und Fraunhofer FKIE verlängern Partnerschaft

Christina Haberland Wissenschaftskommunikation
Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE

    Die Deutsche Marine und das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverabeitung und Ergonomie FKIE intensivieren ihre Zusammenarbeit. Ein bereits im Mai 2023 geschlossenes Memorandum of Understanding (MoU) wurde jetzt in Rostock auf unbefristete Zeit verlängert. Das Institut mit wissenschaftlichem Fokus auf Verteidigung und Sicherheit steht der Teilstreitkraft seit rund 25 Jahren als enger Forschungspartner zur Seite. Jetzt wollen beide weiter zusammenrücken, um Technologien noch schneller vom Forschungsprojekt in die Anwendung zu überführen. Im Fokus der Kooperation stehen die Themen Digitalisierung, KI und unbemannte Systeme.

    „In den vergangenen drei Jahren hat sich eine überaus vertrauensvolle und fruchtbare Kooperation mit dem Fraunhofer FKIE entwickelt, die zukünftig weiter intensiviert werden soll“, lobte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, anlässlich der Unterzeichnung des erneuerten MoU in Rostock. „Für die Deutsche Marine ergeben sich daraus neue technologische Perspektiven und Chancen im Bereich der Wehrforschung, die beispielsweise zur Minimierung von Bedrohungslagen unserer Einheiten genutzt werden können.“ Prof. Dr. Peter Martini, Leiter des Fraunhofer FKIE, hob den unmittelbaren Nutzen hervor, den der intensive Arbeitsanschluss an die Teilstreitkraft insbesondere auch für die Forschungsseite bedeutet: „Für das Fraunhofer FKIE ist der enge Austausch mit dem Marinekommando von größter Bedeutung. Nur er ermöglicht, dass wehrtechnische Forschung gezielt und anwendungsnah zur konzeptionellen und technischen Weiterentwicklung der Marine beitragen kann.“

    KI, Lagebild und unbemannte Systeme setzen Schwerpunkte der Agenda

    Neue Sensor- und Aufklärungstechnologien verändern den maritimen Operationsraum und verwandeln ihn zunehmend in ein gläsernes Gefechtsfeld. Diese Entwicklung verlangt der Marine umfassende Fähigkeiten ab. Hierzu zählen ein KI-gestütztes Lagebild, der Einsatz unbemannter Systeme in riskanten Missionen sowie ein hohes Maß an Interoperabilität, Standardisierung und Ergonomie, um die knappen Personal- und Materialressourcen möglichst effizient einzusetzen. Die Arbeitsagenda bildet somit ein breites Themenspektrum ab, das die Partner gemeinsam adressieren. Die enge Partnerschaft ermöglicht einen beschleunigten Technologietransfer. Neue Lösungen werden in realen Einsatzszenarien erprobt, unter anderem durch Beteiligung an Manövern wie der Marineübung PARMA sowie NATO-Übungen wie REPMUS (Robotic Experimentation and Prototyping with Maritime Unmanned Systems) und Dynamic Mirage. Zukünftig sollen weitere gemeinschaftliche Tests folgen, um die Marine beim Ausbau ihrer operativen Fähigkeiten zu stärken.


    Contact for scientific information:

    Oliver Witt
    Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE
    Abteilungsleiter „Mensch-Maschine-Systeme"
    oliver.witt@fkie.fraunhofer.de


    Original publication:

    https://www.fkie.fraunhofer.de/de/newsroom/Presseinformationen/erneuerung-mou-ma...


    Images

    Vertiefung der Zusammenarbeit angesichts der vielschichtigen Herausforderungen im maritimen Operationsraum: Prof. Dr. Peter Martini, Institutsleiter des Fraunhofer FKIE (l.), und Vizeadmiral Jan Christian Kaack, Inspekteur der Marine.
    Vertiefung der Zusammenarbeit angesichts der vielschichtigen Herausforderungen im maritimen Operatio ...
    Source: Jane Schmidt
    Copyright: Bundeswehr/Jane Schmidt


    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars
    Information technology
    transregional, national
    Cooperation agreements, Transfer of Science or Research
    German


     

    Vertiefung der Zusammenarbeit angesichts der vielschichtigen Herausforderungen im maritimen Operationsraum: Prof. Dr. Peter Martini, Institutsleiter des Fraunhofer FKIE (l.), und Vizeadmiral Jan Christian Kaack, Inspekteur der Marine.


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