Über das neue BMFTR-Rahmenprogramm:
Das Rahmenprogramm „Orientierung für eine Welt im Wandel“ definiert die strategischen Leitlinien der Förderung der Geistes- und Sozialwissenschaften durch das BMFTR für den Zeitraum 2026 bis 2032. Es setzt auf flexible Förderinstrumente, interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine konsequente Stärkung von Transfer und gesellschaftlicher Wirkung.
Weitere Informationen zum neuen BMFTR-Rahmenprogramm finden Sie hier: https://www.geistes-und-sozialwissenschaften-bmftr.de/de/Uber-das-Programm.html
Berlin, Mai 2026 – Mit dem neuen Rahmenprogramm „Orientierung für eine Welt im Wandel“ setzt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) einen strategischen Impuls zur Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland. Für den Zeitraum 2026 bis 2032 bündelt das Programm zentrale Fördermaßnahmen, die den gesellschaftlichen Wandel in den Blick nehmen. Sie stärken Demokratie und Zusammenhalt, begleiten technologische Innovationen aus sozialer und ethischer Perspektive und erschließen das Wissen aus der Forschung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – als Orientierung für Gegenwart und Zukunft.
Geistes- und Sozialwissenschaften leisten einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis komplexer Transformationsprozesse. Sie analysieren gesellschaftlichen Wandel, liefern Orientierungswissen für politische und wirtschaftliche Entscheidungen und tragen dazu bei, tragfähige Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu entwickeln. Das neue Rahmenprogramm greift diese Rolle gezielt auf und stärkt die Disziplinen sowohl inhaltlich als auch strukturell.
Inhaltlich gliedert sich das Rahmenprogramm in vier zentrale Säulen:
• Demokratische Gesellschaften zukunftsfähig gestalten
• Den technologischen Fortschritt zum Wohle der Menschen voranbringen
• Kulturelles Erbe für die Gesellschaft nutzbar machen
• Entwicklungsräume für die Geistes- und Sozialwissenschaften fördern
Ein zentraler Ansatz des Programms liegt in der thematischen und instrumentellen Flexibilität der Förderung. Dadurch können neue wissenschaftliche, gesellschaftliche und politische Fragestellungen frühzeitig aufgegriffen und in geeigneten Formaten bearbeitet werden – von der Grundlagenforschung bis hin zu anwendungsbezogenen Projekten. Gleichzeitig wird der enge Austausch mit der Wissenschaft weiter ausgebaut, um Förderbedarfe passgenau zu adressieren.
Besondere Bedeutung kommt der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit zu. Das Rahmenprogramm fördert gezielt die Vernetzung zwischen Disziplinen sowie die Einbindung von Akteurinnen und Akteuren aus Praxis, Politik und Zivilgesellschaft. Darüber hinaus werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen gezielt unterstützt, um nachhaltige Entwicklungsperspektiven im Wissenschaftssystem zu schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Transfer zwischen Forschung und gesellschaftlicher Praxis. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller und wirksamer in Anwendungskontexte zu überführen – etwa durch Wissenschaftskommunikation, Politikberatung oder die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen. Dabei werden disziplinäre Besonderheiten ebenso berücksichtigt wie die Bedarfe aus der Praxis.
Das Rahmenprogramm ist Teil der Hightech-Agenda Deutschlands und knüpft an das Vorgängerprogramm „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ an. Es ergänzt bestehende nationale und europäische Förderstrukturen und stärkt die Geistes- und Sozialwissenschaften als zentrale Säule im deutschen Forschungs- und Innovationssystem. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Exzellenz, internationalen Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Relevanz der Forschung in Deutschland.
Erste sichtbare Maßnahmen wurden bereits vor der Veröffentlichung des Rahmenprogramms umgesetzt: in Form der Bekanntmachung „Kulturelles Erbe als Ressource für zukunftsfähige Gesellschaften“ (2025) und auch der zeitnah anlaufenden Rahmenbekanntmachung „Aktuelle und künftige Herausforderungen demokratischer Gesellschaften“ mit dem ersten Förderaufruf „Transformationen in der Demokratie“.
Die Vorstellung des Rahmenprogramms erfolgt im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Mai 2026, die zentrale Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammenbringt und den Dialog über die inhaltlichen Schwerpunkte und zukünftigen Perspektiven eröffnet. Dort wird auch die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, erwartet.
Ein Livestream zur Veranstaltung wird am 19. Mai ab 11.00 Uhr unter diesem Link freigeschaltet: https://www.bmftr.bund.de/SiteGlobals/Functions/Livestream/livestream.html
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Copyright: BMFTR
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Cultural sciences, Social studies
transregional, national
Research projects, Science policy
German

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