Der simple Mechanismus von AN & AUS begleitet uns täglich von morgens bis in die Nacht, wir schalten das Licht ebenso an und aus wie Geräte, Programme oder Motoren. Dahinter verbirgt sich ein grundlegendes Prinzip unserer Welt: Prozesse beginnen und enden, Zustände werden aktiviert oder deaktiviert, Übergänge markieren Veränderung. In der Forschung wird Anschalten und Ausschalten als zentrales Werkzeug genutzt – und ist damit oft der Schlüssel zu neuen Erkenntnissen. Wie vielfältig diese „Schaltstellen“ zum Erkenntnisgewinn beitragen, zeigt die aktuelle Ausgabe des von der Universität Heidelberg herausgegebenen Forschungsmagazins RUPERTO CAROLA.
Pressemitteilung
Heidelberg, 8. Mai 2026
AN & AUS: Ein simpler Mechanismus als Schlüssel zum Erkenntnisgewinn
Neue Ausgabe des Forschungsmagazins RUPERTO CAROLA widmet sich einem grundlegenden Prinzip unserer Welt, das vielfältig in der Wissenschaft genutzt wird
Der simple Mechanismus von AN & AUS begleitet uns tagtäglich von morgens bis in die Nacht, denn wir schalten das Licht ebenso an und aus wie Geräte, Programme oder Motoren. Dahinter verbirgt sich ein grundlegendes Prinzip unserer Welt: Prozesse beginnen und enden, Zustände werden aktiviert oder deaktiviert, Übergänge markieren Veränderung. In der Forschung wird Anschalten und Ausschalten als ein zentrales Werkzeug genutzt – und ist damit oft der Schlüssel zu neuen Erkenntnissen, etwa wenn Gene angeschaltet oder Immunantworten ausgeschaltet werden. Wie vielfältig diese „Schaltstellen“ zum Erkenntnisgewinn beitragen, zeigt die aktuelle Ausgabe des von der Universität Heidelberg herausgegebenen Forschungsmagazins RUPERTO CAROLA. In 16 Beiträgen laden 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu ein, das scheinbar Alltägliche aus der Perspektive ihrer Disziplinen neu zu betrachten.
Ob in der Kardiologie, der Sozialgeographie oder der Umweltphysik – überall kann das Prinzip von AN & AUS eine gezielte Steuerung oder bewusste Entscheidungen auslösen. In der Psychologie werden Maßnahmen erforscht, die Kinder und Jugendliche zu einer gesunden Onlinenutzung mit regelmäßigen Auszeiten befähigen. Bei der Entwicklung neuartiger funktionaler Materialien für nachhaltige Energieanwendungen helfen in der physikalischen Chemie ultrakurze Lichtpulse, die gezielt an- und ausgeschaltet werden. Die Rechtswissenschaften gehen der Frage nach, wie gesetzliche Befristungs- und Verjährungsfristen funktionieren und warum der An-und-Aus-Schalter plötzlich kippt und ein Anspruch erlischt. Über den Mechanismus „An“ und „Aus“ in der Forschung sprechen der Neurobiologe Prof. Dr. Hilmar Bading und die Indologin Prof. Dr. Ute Hüsken. Im Expertengespräch mit den beiden Heidelberger Wissenschaftlern geht es dabei um die Bedeutung von Übergangsritualen für den Beginn neuer Lebensphasen ebenso wie um die Möglichkeit, in Zukunft neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer oder ALS „auszuschalten“.
Das Forschungsmagazin RUPERTO CAROLA erscheint zweimal jährlich überwiegend in deutscher Sprache mit englischsprachigen Abstracts und wendet sich an alle Mitglieder der Universität, an die Partnerinnen und Partner der Universität in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie insbesondere auch an Alumni, Freundinnen und Freunde sowie eine interessierte Öffentlichkeit im In- und Ausland. Das Magazin ist in der Abteilung Kommunikation und Marketing der Universität Heidelberg (Alte Universität, Grabengasse 1, Telefon 06221 / 54-2311) erhältlich. Alle Ausgaben stehen zudem online über den Open-Access-Verlag Heidelberg University Publishing (heiUP) zur Verfügung.
Kontakt:
Kommunikation und Marketing
Pressestelle
Tel. +49 6221 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de
https://www.uni-heidelberg.de/de/presse-medien/publikationen/forschungsmagazin
Criteria of this press release:
Journalists, all interested persons
interdisciplinary
transregional, national
Research results, Transfer of Science or Research
German

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