Die Kopf-Hals-Chirurgie, zentraler Bestandteil des Fachs der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, zählt zu den vielseitigsten und technisch anspruchsvollsten Teilgebieten der Medizin. Auf der Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie (DGHNO-KHC) vom 13.-16. Mai in Ulm wird die Bedeutung von Qualitätssicherung und kontinuierlicher Forschung besonders hervorgehoben.
Die Eingriffe reichen von hochpräziser Mikrochirurgie am Steigbügel (kleinster Knochen des Körpers) bis zu funktionserhaltenden Tumoroperationen mit komplexen Rekonstruktionen - und stellt höchste Anforderungen an Sicherheit und Expertise. "Unser Ziel ist eine sichere Behandlung, die die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten erhält oder verbessert", betont Tagungspräsident Prof. Thomas Hoffmann.
Dieses breite Spektrum stellt besondere Anforderungen an Erfahrung, Systematik und interdisziplinäre sowie interprofessionelle Zusammenarbeit. Während in der Otologie vor allem funktionelle Ergebnisse wie Hörverbesserung und Schwindelvermeidung im Vordergrund stehen, ist die Kopf Hals Onkologie geprägt von dem Ziel das Überleben zu verbessern bei gleichzeitigem Erhalt oder der Wiederherstellung von Sprech-, Schluck- und Atemfunktion.
Um dieses Niveau zu gewährleisten, setzt die DGHNO-KHC auf strukturierte Qualitätssysteme wie Morbiditäts- und Mortalitäts-Konferenzen, standardisierte OP-Abläufe und interdisziplinäre ERAS (enhanced recovery after surgery) Konzepte. Qualitätskontrollen erfolgen im Rahmen von Zertifizierungen (z.B. durch Onkozert, ClarCert bspw. bei einer Cochlea Implant versorgenden Einrichtung/CIVE) und können durch Personenzertifikate (z.B. Zusatzbezeichnungen oder sogenannte Expertenzertifikate) ergänzt werden.
Für die fachliche Weiterentwicklung rückt die klinische Forschung stärker in den Mittelpunkt. Aktuelle prospektive chirurgische Studien und Versorgungsregister - etwa im Bereich von Cochlea Implantaten, der Tumorbehandlung oder minimalinvasiver Verfahren - liefern belastbare evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen.
Diese Daten tragen zur Weiterentwicklung der Weiterbildungsordnung, zur Anpassung von Behandlungsleitlinien und zur intersektoralen Vernetzung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung bei. Gleichzeitig unterstützen sie eine zunehmende Transparenz chirurgischer Ergebnisse.
Die Jahresversammlung in Ulm mit dem Thema "Faszination Kopf-Hals-Chirurgie" bietet eine optimale Plattform für einen gemeinsamen Austausch zu klinischen und wissenschaftlichen Innovationen, aber auch eine Möglichkeit junge Medizinerinnen und Mediziner für den Fachbereich HNO mit Kopf-Hals-Chirurgie zu motivieren und Weiterbildungs-Assistentinnen/-Assistenten fachlich fortzubilden.
Hinweis:
Das Thema Qualitätssicherung bildet einen Schwerpunkt des Pressegesprächs im Rahmen des HNO-Kongresses in Ulm.
Vorab-Online-Pressegespräch am 12. Mai 2026, Uhrzeit: 11:00-12:00 Uhr
Mehr Details unter: http://idw-online.de/de/event81407
https://kongress-hno.de/ – Alle Informationen zur 97. Jahresversammlung der DGHNO
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, Students
Medicine
transregional, national
Scientific conferences
German

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