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05/19/2026 14:22

Internationale Tagung „Narrating Catastrophes“ an der JLU

Lisa Dittrich Presse, Kommunikation und Marketing
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen das „Europäische Holocaust-Gedächtnis“ und dessen globale Transformation – Öffentliche Podiumsdiskussion am 29. Mai 2026

    Es geht um die literarische und kulturelle Verarbeitung großer Katastrophen: Vom 27. bis zum 29. Mai 2026 findet an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) die internationale Konferenz „Narrating Catastrophes: References to the (European) Holocaust and their Function“ statt. Prof. Dr. Verena Dolle vom Institut für Romanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) organisiert die Tagung, die renommierte Expertinnen und Experten aus Europa, Lateinamerika und den USA im Philosophikum I der JLU zusammenbringt.

    Die Konferenz widmet sich der Frage, wie von Menschen verursachte Katastrophen in der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts dargestellt werden und welche Rolle der europäische Holocaust dabei als „reisendes Gedächtnis“ (travelling memory) einnimmt. Im Fokus steht, wie das Gedenken an den Holocaust in unterschiedlichen kulturellen Kontexten transformiert und als universeller Bezugspunkt funktionalisiert wird.

    „Die Konferenz führt Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen – von der Geschichtswissenschaft über die Literaturwissenschaft bis hin zu den Rechts- und Friedenswissenschaften – zusammen“, kündigt Prof. Dr. Verena Dolle an. „Dieser Austausch stärkt unsere nationalen und internationalen Netzwerke maßgeblich und bildet eine unverzichtbare Basis für zukünftige gemeinsame Forschungsvorhaben.“

    Erinnerungsstränge globaler Gewalt

    Die Tagung findet im Kontext des Forschungsprojekts „Entangled Memories and their Dynamics: ‚h/Holocaust‘ in Colombian Literature from 1985 until 2022“ statt und wird ebenfalls von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das Projekt untersucht unter anderem, wie der Begriff „Holocausto“ im kolumbianischen Diskurs – etwa in Bezug auf das Massaker am Justizpalast in Bogotá 1985 – verwendet wird und wie sich Erinnerungsstränge globaler Gewalt in der Literatur verflechten.

    Öffentliche Podiumsdiskussion

    Zum Abschluss der Konferenz findet am Freitag, 29. Mai 2026, um 19 Uhr im Margarete-Bieber-Saal eine öffentliche Podiumsdiskussion (in englischer Sprache) statt. Unter dem Titel „Holocaust Legacy in Present Times: Challenges for Veracity and Truth?“ diskutieren Prof. Dr. Saúl Sosnowski (University of Maryland), Dr. Anika Binsch (Arbeitsstelle Holocaustliteratur, JLU) und Paul Scheidt (Philipps-Universität Marburg) über die Herausforderungen des Gedenkens in der Gegenwart. Die Moderation übernimmt Prof. Dolle.

    Termin
    Tagung vom Mittwoch, 27. Mai 2026, 15.00 Uhr bis Freitag, 29. Mai 2026, International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), Multifunktionsraum, Otto-Behaghel-Straße 12, 35394 Gießen

    Podiumsdiskussion am Freitag, 29. Mai 2026, 19 Uhr, Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34, Gießen


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr. Verena Dolle, Institut für Romanistik
    Literaturen und Kulturen Spaniens, Portugals und Lateinamerikas
    Telefon: 0641 99-31150
    E-Mail: verena.dolle@romanistik.uni-giessen.de


    More information:

    https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/romanistik/aktuelles/cal/narrating27


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    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    History / archaeology, Language / literature, Politics
    transregional, national
    Scientific conferences
    German


     

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