idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo


Instance:
Share on: 
06/22/2026 14:32

Die ideale Straße

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Interview mit TU-Wissenschaftler Roland Hauschulz über Verkehrssicherheit in Berlin und anderswo

    Nicht nur Dänemark und die Niederlande, sondern auch Frankreich und sogar die USA können für Deutschland Vorbilder in Sachen Verkehrsplanung sein. Tempo 30 ist aus wissenschaftlicher Sicht unbestritten sinnvoll. Und eine ideale Straße trennt alle Verkehrsarten räumlich voneinander – trotzdem erhöhen auch gemeinsame Fahrbahnen für alle Verkehrsteilnehmer*innen die Sicherheit, dürfen aber nicht zu lang sein. Dies sind einige der Einsichten aus einem Interview mit Roland Hauschulz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet „Straßenplanung und Straßenbetrieb“ der TU Berlin und von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen zertifizierter Sachverständiger für Sicherheitsanalysen von Verkehrsplanungen. In seinen Seminaren sitzen auch regelmäßig Verkehrsplaner*innen aus der Berliner Verwaltung, die sich an der TU Berlin weiterbilden.

    Lesen Sie jetzt das gesamte Interview mit Verkehrswissenschaftler Roland Hauschulz: https://www.tu.berlin/go314260/

    Roland Hauschulz scheut sich nicht, deutliche Worte zu wählen, wenn es aus seiner Sicht bei der Verkehrssicherheit in Berlin hakt: „Auf der Berliner Torstraße soll in der Neuplanung des Senats der Radweg exakt dort enden, wo sich in der Vergangenheit etliche Unfälle mit Fahrrädern auf der Fahrbahn ereignet haben. Das ist nun wirklich völlig unverständlich, dass sich gerade hier die Radfahrer*innen wieder in den Verkehr auf der Straße einreihen müssen“, erklärt er. Im Auftrag der Verkehrsinitiative Changing Cities e.V. hatte Hauschulz die Pläne des Senats für den Umbau der Torstraße in Berlin-Mitte begutachtet und erhebliche Defizite festgestellt.

    Effektiver Transfer von der Wissenschaft in die Praxis

    Ungeachtet der Kritik an dieser Senatsplanung besitzt das Fachgebiet „Straßenplanung und Straßenbetrieb“, das von Prof. Dr.-Ing. Thomas Richter geleitet wird, exzellente Kontakte zu den Abteilungen für Verkehrsplanung in den Bezirksämtern. „Die Mitarbeiter*innen dort sind auch immer wieder Gasthörer*innen in unseren Seminaren und arbeiten dabei an eigenen Projekten. Und die Verkehrsplanungen unserer Studierenden fließen oft in reale Projekte der Bezirksämter ein. Einerseits dann, wenn uns die Bezirke einfache Verkehrsplanungsprojekte als reale Aufgaben für unsere Seminare zur Verfügung stellen und die Lösungen unserer Student*innen anschließend auch umsetzen. Außerdem entwickeln die Studierenden eigenständige Visionen für eine nachhaltige Verkehrsplanung in Berlin und teilen diese mit der Berliner Verwaltung“, sagt Hauschulz.


    Contact for scientific information:

    Roland Hauschulz, M.Sc.
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter
    Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb
    Fakultät V – Verkehrs- und Maschinensysteme
    Technische Universität Berlin
    Tel.: +49 30 314-72783
    E-Mail: r.hauschulz@spb.tu-berlin.de


    More information:

    https://www.tu.berlin/go314260/ ·Über Dooring-Unfälle, Tempo 30, die ideale Straße, Shared Spaces und Know-how-Transfer durch die TU Berlin: Interview mit Roland Hauschulz
    https://www.tu.berlin/strassenplanung/ Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb
    https://www.tu.berlin/go13829/ Fachgebietsleitung Prof. Dr.-Ing. Thomas Richter


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Construction / architecture, Traffic / transport
    transregional, national
    Research results
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).