Viele Unternehmen experimentieren mit digitalen Lösungen. Aber oft bleibt es bei einzelnen Pilotprojekten mit fraglichem Nutzen. In einem Whitepaper zeigt ein Autorenteam vom Fraunhofer IPA deshalb, wie Unternehmen Digitalisierungsprojekte Schritt für Schritt und mit einem klaren Ziel umsetzen.
Rückfragen müssen geklärt, Bestände überprüft, Zeichnungen angefertigt und Preise kalkuliert werden: Oft verstreichen mehrere Tage ehe ein Vertriebsmitarbeiter eine Kundenanfrage bearbeitet und ein entsprechendes Angebot erstellt hat. Dabei ließen sich sämtliche Schritte der Angebotserstellung automatisieren, wenn die nötigen Daten in digitaler Form vorlägen und es standardisierte Prozesse gäbe.
»In der Tat sind fehlende Daten einer der häufigsten Gründe, warum die Einführung von Digitalisierungslösungen und Künstlicher Intelligenz in kleinen und mittelständischen Betrieben scheitert«, sagt Erwin Groß, Geschäftssegmentleiter IoT-Infrastruktur und -technologie/Cyberphysische Produkte am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. »Oft fehlt aber auch einfach ein klarer Plan: Da wird eine Digitalisierungslösung angeschafft und erst danach überlegt, was man damit anstellen könnte. Oder man hat so viele Anwendungsideen, dass man sich hoffnungslos verzettelt.« Kein Wunder also, dass 50 bis 90 Prozent aller Digitalisierungsprojekte in der Testphase steckenbleiben.
Wie der Einstieg gelingt
In ihrem Whitepaper »Erfolgreiche Einführung von Digitalisierungs- und KI-Use-Cases in der Produktion – das Kochrezept« beschreiben Groß und weitere Autoren vom Fraunhofer IPA ein strukturiertes, schrittweises Vorgehen für die Einführung von Digitalisierungslösungen und Künstlicher Intelligenz, das an ein Kochrezept erinnert. Demnach sollten Unternehmen mit einer konkreten Zielsetzung beginnen, dann die passenden Anwendungsfälle auswählen, diese schrittweise umsetzten, im Pilotbetrieb testen und schließlich in den Regelbetrieb überführen. Wichtig ist dabei der Perspektivwechsel: Nicht die Technologie steht im Mittelpunkt, sondern das Problem in der Produktion, das gelöst werden soll.
Wer strukturiert und planvoll ins digitale Zeitalter aufbricht, minimiert nicht nur das Risiko zu scheitern, sondern kommt auch schneller ans Ziel und erkennt schon bald einen messbaren Nutzen: Die Angebotserstellung dauert dann nicht mehr Tage, sondern vielleicht nur noch wenige Minuten, weil eine Künstliche Intelligenz die nötigen Informationen viel schneller beschaffen, auswerten und für den Kunden zusammenstellen kann.
Wer heute nicht digitalisiert, ist morgen abgehängt
»Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bewirken einen spürbaren Produktivitätsschub, senken die Kosten, steigern die Qualität, verbessern die Auslastung und lindern die Auswirkungen des Fachkräftemangels«, sagt Groß und gibt zu bedenken: »Wer jetzt nicht mit der Digitalisierung beginnt, erhöht das Risiko, in wenigen Jahren endgültig abgehängt zu werden.«
Das Whitepaper »Erfolgreiche Einführung von Digitalisierungs- und KI-Use-Cases in der Produktion – das Kochrezept« steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
Dr.-Ing. Erwin Groß | Telefon +49 711 970-1931 | erwin.gross@ipa.fraunhofer.de | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA | www.ipa.fraunhofer.de
Gross, Erwin, et.al.: »Erfolgreiche Einführung von Digitalisierungs- und KI-Use Cases in der Produktion – das Kochrezept«. Hrsg. Fraunhofer IPA, Stuttgart 2026, DOI: 10.24406/publica-8095.
https://www.ipa.fraunhofer.de/de/Publikationen/studien/erfolgreiche_einfuehrung_... - Whitepaper kostenlos herunterladen
Das Whitepaper »Erfolgreiche Einführung von Digitalisierungsund KI-Use-Cases in der Produktion – das ...
Copyright: Fraunhofer IPA/Foto: Adobe Stock
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists
Information technology, Mechanical engineering
transregional, national
Research results, Transfer of Science or Research
German

Das Whitepaper »Erfolgreiche Einführung von Digitalisierungsund KI-Use-Cases in der Produktion – das ...
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