Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (efzn) hatte in Zuge einer Projektausschreibung für „kleine, agile Projekte“ niedersächsische Forschende dazu eingeladen, Lösungen zur Stärkung der Krisenfähigkeit des Energiesystems in Niedersachsen zu entwickeln. Jetzt stehen die geförderten Projekte fest. Sie werden auf der efzn-Website unter https://www.efzn.de/foerderung2026 vorgestellt.
Ob Extremwetterereignisse, Unfälle, terroristische oder kriegerische Angriffe: Unsere Energieversorgungssysteme sind zunehmenden Belastungen ausgesetzt, die sich nicht mehr hinreichend vorhersagen lassen oder deren Auswirkung nicht vollständig durch vorausschauende Auslegung vermieden werden kann. Deshalb sind resiliente und krisenfähige Systeme essentiell und unverzichtbar.
Mit dem zweiten niedersächsischen Förderprogramm für kleine, agile Projekte will der Vorstand des efzn die disziplinübergreifende Forschung zu diesem Thema gezielt stärken und belastbare Handlungsoptionen für die niedersächsische Landespolitik entwickeln. Niedersächsische Forschende waren deshalb aufgefordert, Projekte für Lösungen zur Stärkung der Krisenfähigkeit des Energiesystems Niedersachsen zu entwickeln – und haben dies auch getan.
Der efzn-Vorstand hat sich entschieden, der Empfehlung einer unabhängigen Begutachtungskommission zu folgen und aus dem thematisch breit angelegten Portfolio der Anträge fünf Projekte an fünf verschiedenen niedersächsischen Universitäten und Hochschulen zu finanzieren.
„Wir freuen uns über das rege Interesse an unserer Projektausschreibung. Es unterstreicht das hohe Verantwortungsbewusstsein der Antragstellenden für die Stärkung der Krisenfähigkeit des Energiesystems in Niedersachsen“, bedankt sich der efzn-Vorstandssprecher Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff: „Die Auswahl der zu fördernden Projekte war keine einfache. Wir gratulieren den erfolgreichen Wissenschaftler:innen herzlich und sind zuversichtlich, dass die Projektergebnisse und daraus resultierenden konkreten Handlungsoptionen einen großen Beitrag der Wissenschaft für die Krisenfähigkeit Niedersachsens leisten werden.“
Gefördert werden die folgenden Projekte:
„Grünes Methanol als Kraftstoff für BHKW-basierte Netzersatzsysteme – Eine Konzeptstudie zur technischen Machbarkeit und Resilienzwirkung“, Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
„ReKoMi - Resilienz in gekoppelten Mittelspannungsnetzen: leistungs-elektronisch gekoppelte, digitalisierte, zellulare aktive Verteilungsnetze“, Technische Universität Braunschweig und Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit der Universität Bremen als assoziiertem, aber nicht selbst gefördertem Partner
„Resiliente Binnenschifffahrt Niedersachsen“, Technische Universität Clausthal
„Resilienz-Kompetenzen für ein krisenfestes Energiesystem Niedersachsen: Analyse des Kompetenzbedarfs & Entwicklung einer Weiterbildungs-Map“, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
„ReWARSiN - Resiliente Wärmeversorgung in Niedersachsen“, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Die Förderung ist auf maximal sechs Monate befristet. Der Bearbeitungszeitraum liegt zwischen dem 01.08.2026 und dem 31.01.2027.
Kontakt für Presseanfragen / Weitervermittlung an Forschende
Andree Späth
efzn-Kommunikation
kommunikation@efzn.de
https://www.efzn.de/foerderung2026 Detailliertere Informationen zu den Projekten auf der efzn-Website
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Electrical engineering, Energy, Information technology, Teaching / education, Traffic / transport
regional
Research projects
German

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