Anlässlich des Internationalen Tages der Meeresschutzgebiete beteiligt sich das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) am 1. August 2026 mit kostenfreien Aktionen in Warnemünde an einem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) organisierten Programm an mehreren Ostsee-Standorten. Von 14 bis 17 Uhr lädt eine Mitmachaktion am Strand zum Erkunden von Probennahme-Methoden und zum Entdecken der oftmals unbekannten Flora und Fauna in der Strandzone ein; parallel ist die Ausstellung in der IOW-Villa geöffnet. Von 18 bis 20:15 Uhr folgt die BfN-Abendveranstaltung „Wissen schafft Schutz – Abtauchen in die küstenfernen Meeresschutzgebiete der Ostsee“. Auch hier ist der Eintritt frei.
Der Internationale Tag der Meeresschutzgebiete – oder auch MPA Day (kurz für Marine Protected Area Day) – macht weltweit auf die Bedeutung geschützter Meeresräume aufmerksam. Ziel ist es, das Bewusstsein für ihren Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und gesunder Meeresökosysteme zu stärken. Zum MPA Day 2026 organisiert das BfN Veranstaltungen rund um die Meeresschutzgebiete der Ostsee. Das IOW beteiligt sich in Warnemünde mit einem vielseitigen Programm, bei dem Menschen jeden Alters Einblicke in praktische Meeresforschung erhalten und Das Meeresleben der Strandzone aus nächster Nähe entdecken können.
Mit Kescher, Greifer und Mikroskop auf Entdeckungstour
Bei der Mitmachaktion am Warnemünder Strand geben IOW-Forschende Einblicke in ihre Arbeit mit dem sogenannten marinen Benthos – also die Lebewesen, die am und im Meeresgrund leben. Mit Kescher, Greifer und Dredge stellen die Expert:innen verschiedene Geräte vor, mit denen der Meeresboden und die dort lebenden Organismen beprobt werden können. Die gewonnenen Proben werden im IOW-Pavillon direkt am Strand ausgewertet.
Dabei können Besucherinnen und Besucher selbst entdecken, wie vielfältig das Leben in der flachen Strandzone ist. Viele der dort vorkommenden Organismen bleiben beim gewöhnlichen Strandbesuch verborgen, weil sie nur wenige Millimeter groß sind, im Sediment leben oder erst unter dem Mikroskop sichtbar werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IOW erklären, welche Tiere und Pflanzen in den Proben zu finden sind, welche Rolle sie im Ökosystem spielen und warum Kenntnisse über die Lebensgemeinschaften des Meeresbodens für den Schutz der Ostsee wichtig sind. Unterstützt wird die Strandaktion durch die Wasserwacht. Zwei Rettungsschwimmer begleiten das Programm wasserseitig mit einem Schlauchboot und helfen bei der Vorführung der Probennahme-Geräte.
Parallel zur Strandaktion ist die Ausstellung in der IOW-Villa geöffnet. Ergänzend zu den regulären Exponaten stellt das Institut dort auch Forschungsprojekte zu Meeresschutzgebieten vor. Bei ungünstiger Witterung wird die Mitmachaktion in die Ausstellung verlegt: Dann können vorbereitete Proben vom Vortag unter Binokularen untersucht werden.
Meeresschutzgebiete fernab der Küste
Am Abend richtet sich der Blick auf die küstenfernen Meeresschutzgebiete der deutschen Ostsee. Unter dem Titel „Wissen schafft Schutz – Abtauchen in die küstenfernen Meeresschutzgebiete der Ostsee“ lädt das BfN von 18 bis 20:15 Uhr zu einer öffentlichen Veranstaltung in das IOW ein. Im Mittelpunkt stehen die drei Meeresschutzgebiete „Fehmarnbelt“, „Kadetrinne“ und „Pommersche Bucht – Rönnebank“ Die Gebiete liegen zwar außerhalb der deutschen Hoheitsgewässer aber in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone und schützen dort ökologisch wertvolle Lebensräume und Arten.
Ein Vortrag führt in die Besonderheiten der Schutzgebiete, ihre Lebensräume und ihre Bedeutung für die Ostsee ein. Zudem laden Themeninseln dazu ein, einzelne Aspekte des Meeresschutzes anschaulich kennenzulernen, Exponate und Forschungsmaterialien aus der Nähe zu betrachten und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung macht damit deutlich, wie wissenschaftliche Erkenntnisse dazu beitragen, Schutzmaßnahmen zu entwickeln, ihre Wirkung zu überprüfen und Meeresschutzgebiete langfristig wirksam zu gestalten.
Der Internationale Tag der Meeresschutzgebiete
Meeresschutzgebiete sind räumlich abgegrenzte Meeresgebiete, in denen besondere Regeln gelten, um Arten, Lebensräume und ökologische Prozesse zu erhalten oder wiederherzustellen. Sie können Rückzugsräume für bedrohte Arten schaffen, Fortpflanzungs- und Nahrungsgebiete sichern und dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit von Meeresökosystemen gegenüber Belastungen zu stärken.
Der MPA Day am 1. August entstand 2021 auf Initiative verschiedener südafrikanischer Umwelt- und Naturschutzorganisationen und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer globalen Bewegung. Der jährlich stattfindende Aktionstag verbindet Informationsangebote, Naturerlebnisse und öffentliche Veranstaltungen mit der Botschaft, dass Meeresschutzgebiete nicht nur ausgewiesen, sondern auch wissenschaftlich begleitet und wirksam geschützt werden müssen.
Veranstaltungshinweise – Details
Mitmachaktion am Warnemünder Strand
Samstag, 1. August 2026, 14 bis 17 Uhr | Strand-Pavillon auf Höhe des IOW (Strandaufgang 6)
Ausstellung in der IOW-Villa
Samstag, 1. August 2026, parallel zur Strandaktion | Seestraße 15, 18119 Rostock-Warnemünde
BfN-Abendveranstaltung
„Wissen schafft Schutz – Abtauchen in die küstenfernen Meeresschutzgebiete der Ostsee“
Samstag, 1. August 2026, 18 bis 20:15 Uhr | Großer Saal des IOW
Seestraße 15, 18119 Rostock-Warnemünde | Zugang über Haupteingang des Instituts am Kurpark | Der Einlass beginnt um 18 Uhr.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungsteilen ist frei.
Kontakt IOW-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Kristin Beck | Tel.: 0381 – 5197 135 | presse@iow.de
Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) erforscht den natürlichen und anthropogenen Wandel von Küsten- und Randmeeren in einem systemübergreifenden und interdisziplinären Ansatz, von der Grundlagenforschung bis hin zur anwendungsorientierten Forschung. Die Ostsee fungiert dabei als ideales Fallbeispiel vor der Haustür. Ein wichtiges Anliegen des IOW ist es, den wissensbasierten Dialog mit Politik, Praxis und Gesellschaft zu führen und so einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Küstenmeere zu leisten. https://www.iow.de
Keschern kann man auch für die Wissenschaft. Mit welchen weiteren Methoden man Meeresbodenbewohner u ...
Source: Kirstin Kastell
Copyright: IOW
Wenn das Wetter mitspielt, können die Fänge aus den unterschiedlichen Beprobungsmethoden bei der MPA ...
Source: K. Beck
Copyright: IOW
Criteria of this press release:
Journalists, Students, Teachers and pupils, all interested persons
Environment / ecology, Oceanology / climate
regional
Miscellaneous scientific news/publications, Schools and science
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).