Die neue Rahmenvereinbarung Ganztag MINT, die zwischen dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI), dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB), dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) als Initiator der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW (zdi.NRW) und dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) geschlossen wurde, stärkt in Nordrhein-Westfalen die Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT) im Ganztag.
Die neue Rahmenvereinbarung des Landes schafft Rückenwind für außerschulische Bildungsangebote in Grundschulen. Kindern soll dadurch frühzeitig einen niedrigschwelligen Zugang zu MINT-Themen ermöglicht werden. Die Gemeinschaftsoffensive zdi.NRW trägt mit ihren regionalen zdi-Netzwerken zur Umsetzung dieser bildungspolitischen Zielsetzung bei. Praxisbeispiele aus den zdi-Netzwerken in Krefeld, Münster, Paderborn, im Kreis Borken und in Mönchengladbach zeigen, wie MINT-Bildung im Ganztag verankert werden kann.
Außerschulische Bildungsakteur:innen gewinnen im Zuge des Ausbaus des Ganztags zunehmend an Bedeutung. Sie ergänzen den Unterricht durch praxisorientierte Lernangebote und schaffen Zugänge zu MINT-Themenfeldern. Die aktuelle Rahmenvereinbarung des Landes betont ausdrücklich die Rolle solcher Partner:innen bei der Weiterentwicklung von Bildungsangeboten im Primarbereich.
Gute Praxis-Beispiele: Unterschiedliche Wege, gemeinsames Ziel
Die Beispiele aus den zdi-Netzwerken verdeutlichen, dass erfolgreiche MINT-Förderung im Ganztag auf unterschiedlichen Ansätzen basieren kann.
Das zdi-Netzwerk KReMINTec Krefeld setzt auf sogenannte „MINTis“: Studierende verschiedener Fachrichtungen gestalten eigenständig Angebote für Grundschulkinder in Offenen Ganztagsschulen. Im Mittelpunkt stehen offene Lernformate, mathematische Spiele, Experimente und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Modell wird inzwischen an mehreren Grundschulen umgesetzt und verbindet frühe MINT-Förderung mit der Qualifizierung zukünftiger Fachkräfte.
Auch die Fortbildung pädagogischer Fachkräfte rückt in den Fokus: Das zdi-Zentrum Münster entwickelt hierfür MINT-Starterboxen mit alltagsnahen Experimenten und begleitenden Schulungen. Ziel ist es, pädagogische Mitarbeitende im Ganztag zu befähigen, MINT-Angebote eigenständig umzusetzen. Erste Rückmeldungen zeigen, dass insbesondere praxisnahe Materialien und unmittelbare Anwendungsmöglichkeiten dazu beitragen, Hemmschwellen gegenüber MINT-Themen abzubauen.
Das zdi-Zentrum Paderborn verfolgt einen Multiplikator:innen-Ansatz. Im Rahmen einer Fortbildungsreihe werden pädagogische Fachkräfte zu Robotik-Coaches qualifiziert, die anschließend eigene Robotik- und Programmierangebote an ihren Standorten aufbauen. Damit entsteht langfristig Kompetenz innerhalb der Einrichtungen, die über einzelne Projektangebote hinauswirkt.
Weitere zdi-Netzwerke verfolgen integrierte Ansätze, die Angebotsentwicklung und Qualifizierung miteinander verbinden. So arbeitet das zdi-Zentrum Kreis Borken daran, MINT systematisch im Ganztag zu verankern und Fachkräfte für die Umsetzung zu qualifizieren. Die zdi-Community Mönchengladbach zeigt, wie MINT-Angebote in einen rhythmisierten Ganztag eingebunden werden können.
Die Beispiele verdeutlichen, dass erfolgreiche MINT-Förderung mit tragfähigen Strukturen und regionalen Kooperationen gelingen kann.
Beitrag zur Chancengerechtigkeit
Die Erfahrungen und Praxisbeispiele aus den zdi-Netzwerken zeigen, wie Kooperationen zwischen Schulen, Ganztagsträgern, Hochschulen, Studierenden und regionalen Partner:innen dazu beitragen können, Kindern frühe Berührungspunkte mit MINT-Themen zu ermöglichen.
Die Beispiele machen deutlich: Nachhaltige MINT-Förderung entsteht dort, wo
Fachkräfte qualifiziert, regionale Netzwerke eingebunden und attraktive Lerngelegenheiten in den Ganztag integriert werden.
Weitere Informationen zu den zdi-Praxisbeispielen: https://zdi.nrw/gute-zdi-praxis-mint-im-offenen-ganztag-an-grundschulen/
Zur Rahmenvereinbarung Ganztag MINT: https://www.schulministerium.nrw/rahmenvereinbarungen-zum-ganztag
Über zdi.NRW:
zdi.NRW steht für „Zukunft durch Innovation.NRW“ und ist mit über 5.700 Partnerschaften mit Akteur:innen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Schule, Politik und Gesellschaft europaweit das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Flächendeckend gibt es zdi-Angebote in allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Über 2.000 Schulen in NRW machen mit – das sind rund 20 % der Grundschulen und 65 % der weiterfüh-renden Schulen in NRW. In über 20 Jahren hat zdi.NRW über 4,5 Millionen junge Menschen erreicht. Über 100 zdi-Schüler:innenlabore bieten Kindern und Jugendlichen Räume, um MINT zu erleben, ihrer Begeisterung für MINT nachzugehen und sich über MINT-Ausbildungs- und Studiengänge zu informieren. Die Kurse und Angebote von zdi.NRW tragen auch zum Transfer aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse aus den Hochschulen heraus bei. Koordi-niert wird zdi.NRW vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Landesweite Partner:innen sind unter anderem die Ministerien für Schule und Bildung und für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.
Weitere Informationen: https://zdi.nrw und https://mint-community.de
Pressekontakt:
zdi-Kommunikation
Gwendolyn Paul
paul@matrix-gruppe.de
Katharina Beckmann beckmann@matrix-gruppe.de
https://zdi.nrw/gute-zdi-praxis-mint-im-offenen-ganztag-an-grundschulen/
Ein Grundschüler inspiziert seinen selbst gebauten Roboter.
Source: Caroline Seidel
Copyright: zdi.NRW
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, Students, Teachers and pupils, all interested persons
Biology, Chemistry, Environment / ecology, Social studies, Teaching / education
transregional, national
Cooperation agreements, Schools and science
German
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