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09/01/2026 15:09

Forschungserfolg für die Universität Koblenz: Nominierung für den Christian Freksa Distinguished Paper Award

Caroline Gommel Referat Kommunikation
Universität Koblenz

    Ein gemeinsamer Forschungsbeitrag von Dr. Mirko Saunders und Prof. Dr. Claudia M. Quaiser-Pohl über Blickbewegungen beim räumlichen Denken wurde für den Christian Freksa Award 2026 nominiert. Die Anerkennung rückte die psychologische Forschung der Universität Koblenz auf der internationalen Konferenz Spatial Cognition 2026 in Glasgow in den Mittelpunkt.

    Der Beitrag „Performance Convergence as a Driver of Visual Strategy: A Study Focusing on Scanpath Similarities in Mental-Rotation Tasks“ von Mirko Saunders und Claudia M. Quaiser-Pohl wurde auf der internationalen Fachkonferenz Spatial Cognition 2026 für den Christian Freksa Distinguished Paper Award nominiert und gehörte damit zu den zwei für die Auszeichnung ausgewählten Arbeiten. Der Preis wurde zu Ehren und zur Erinnerung an Christian Freksa gestiftet, ehemaliger Professor für Informatik an der Universität Bremen und Begründer der räumlichen Computerforschung in Deutschland und Europa. Der 2020 verstorbene Christian Freksa war auch einer der Gründungsmitglieder der Spatial Cognition Conference Reihe.

    Die internationale Fachkonferenz Spatial Cognition 2026 fand vom 25. bis 28. August 2026 an der University of Glasgow statt. Dort kamen Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um neue Erkenntnisse darüber auszutauschen, wie Menschen und künstliche Systeme räumliche Informationen wahrnehmen, verarbeiten und sich darin bewegen. Diese Forschung an der Schnittstelle von menschlicher Kognition, künstlicher Intelligenz (KI) und Umweltnavigation verbindet Psychologie, Neurowissenschaften, Informatik und Geografie.

    Die empirische Studie von Saunders und Quaiser-Pohl ging der Frage nach, was Blickbewegungen darüber verraten, wie Menschen räumliche Aufgaben lösen. Dafür bearbeiteten 73 Versuchspersonen 28 Multiple-Choice-Aufgaben mit unterschiedlichen Stimuli, bei denen sie Objekte gedanklich drehen und miteinander vergleichen mussten. Ein Eye-Tracker zeichnete über den gesamten Bearbeitungszeitraum auf, wohin und in welcher Reihenfolge die Personen auf die einzelnen Stimuli blickten.

    Die Ergebnisse zeigten: Personen, die ähnliche Leistungen bei mentalen Rotations-Aufgaben erzielen, weisen häufig auch ähnliche Blickverläufe auf. Die Art der Stimuli und die Richtung ihrer Drehung spielten für diese Ähnlichkeit hingegen kaum eine Rolle. Die Befunde legen nahe, dass erfolgreiche Aufgabenlösungen mit bestimmten visuellen Mustern zusammenhängen; ein direkter Ursache-Wirkungs-Zusammenhang lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Damit macht die gemeinsame Arbeit von Saunders und Quaiser-Pohl Denkprozesse sichtbar, die sich normalerweise im Verborgenen abspielen. Sie eröffnet einen neuen Blick darauf, wie Menschen räumliche Probleme bearbeiten. Die Nominierung würdigte zugleich die Koblenzer Forschung zu mentaler Rotation, Eye-Tracking und räumlichem Denken.

    Zu den Personen:

    Dr. Mirko Saunders

    ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoc in der Entwicklungspsychologie und Psychologischen Diagnostik am Institut für Psychologie. Zudem leitet er das Labor für biopsychologische-experimentalpsychologische Forschung der Universität Koblenz. Bereits in seiner 2024 veröffentlichten Dissertation beschäftigte er sich mit Blickbewegungen bei Aufgaben zur mentalen Rotation.

    Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl

    beschäftigt sich seit vielen Jahren zusammen mit ihrem Team am Institut für Psychologie mit der mentalen Rotation als Facette des räumlichen Denkens. Dabei geht sie neben der Untersuchung der individuellen Lösungsprozesse auch der Frage nach geschlechtsspezifischen Unterschieden in diesem Bereich nach und analysiert, wie dies in Zusammenhang mit der Unterrepräsentanz von Frauen in MINT-Fächern und Berufen steht. Auf der Entwicklung von gender- und kulturfairen Tests zur mentalen Rotation liegt dabei ein besonderer Fokus.


    Contact for scientific information:

    Dr. Mirko Saunders


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    Dr. Mirko Saunders präsentiert die Forschungsergebnisse der Studie zu Blickbewegungen beim räumlichen Denken auf der internationalen Konferenz Spatial Cognition 2026 in Glasgow.
    Dr. Mirko Saunders präsentiert die Forschungsergebnisse der Studie zu Blickbewegungen beim räumliche ...
    Source: Claudia Quaiser-Pohl
    Copyright: Uni Koblenz (Claudia Quaiser-Pohl)


    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars, Students
    Psychology
    transregional, national
    Contests / awards, Research results
    German


     

    Dr. Mirko Saunders präsentiert die Forschungsergebnisse der Studie zu Blickbewegungen beim räumlichen Denken auf der internationalen Konferenz Spatial Cognition 2026 in Glasgow.


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