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09/08/2026 09:09

Everybody calls me Giorgio: Internationale Tagung widmet sich Giorgio Moroder

Lea Geißler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Popakademie Baden-Württemberg GmbH

    Vom 10. bis 12. September 2026 treffen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt an der Freien Universität Bozen. Sie wollen das Werk des Südtiroler Musikpioniers Giorgio Moroder und seinen nachhaltigen Einfluss auf Musik, Medien und Kultur untersuchen. Durch ihren innovativen Schwerpunkt „Electronic Music Producing“ baut die Popakademie im Studium auch auf Moroders Pionierleistung im Bereich Eurodisco in den 1970ern. Die Popakademie ist deshalb Partnerin der Tagung, bei der Prof. Dr. David-Emil Wickström die Planung und Durchführung wissenschaftlich begleitet hat.

    Giorgio Moroder (86) gilt als einer der einflussreichsten Musikproduzenten und Komponisten der Gegenwart. Als Wegbereiter elektronischer Musik, Mitbegründer des Disco-Sounds und ausgezeichneter Filmkomponist hat der gebürtige Grödner die internationale Musiklandschaft nachhaltig geprägt. Vom 10. bis 12. September 2026 steht sein Werk darum im Mittelpunkt der internationalen Konferenz „Everybody calls me Giorgio: Moroder Across Media, Arts and Communication (ECMG26)“, die am Campus Brixen und am Campus Bozen Zentrum der Freien Universität Bozen stattfindet.
    Giorgio Moroder, seit Januar 2026 „Senator honoris causa“ der unibz, ist in St. Ulrich geboren und als Angehöriger der ladinischen Sprachminderheit aufgewachsen. Ohne formale musikalische Ausbildung gelang ihm der internationale Durchbruch – zunächst in Deutschland und später in den USA. Als Produzent von Donna Summer und zahlreichen weiteren Künstler:innen, als Pionier des Synthesizer-Sounds sowie als Komponist preisgekrönter Filmmusik – unter anderem für Midnight Express, Flashdance und Top Gun – schrieb er Musikgeschichte. Sein Schaffen, für das er u.a. mit drei Oscars und vier Grammys ausgezeichnet wurde, wirkt bis heute nach: Seine Kompositionen werden gesampelt, neu interpretiert und in Film- und Fernsehproduktionen eingesetzt.

    Diese Konferenz möchte Giorgio Moroders Rolle nun näher beleuchten und bringt den ladinischen Künstler, der seit Jahrzehnten in Los Angeles lebt, symbolisch in seine Heimat zurück. „Aus wissenschaftlicher Sicht eröffnet Moroders Werk vielfältige Perspektiven auf die Entwicklung und die gesellschaftlichen Funktionen der Popularmusik und der Filmmusik“, sagt Carlo Nardi, Forscher an der unibz, der das Event gemeinsam mit Forscherin Ruth Videsott organisiert. „Die Tagung ermöglicht eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Musik, Kultur und Gesellschaft und fördert den Dialog zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.“
    Organisiert wird die Tagung von zwei Sektionen der International Association for the Study of Popular Music (IASPM Italiana und IASPM D-A-CH) und bringt Forschende aus Europa, Nordamerika und Australien zusammen. Es werden aber auch lokale Akteur:innen einbezogen, um den Austausch zwischen internationaler Forschung und regionalen Institutionen zu fördern. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Themen wie elektronische Tanzmusik, Musikproduktion, Filmmusik, Remix-Kulturen, Intermedialität sowie Moroders Unternehmertum. Die Tagung möchte auch die soziolinguistische, semiotische sowie kultur- und zeithistorische Perspektive beleuchten und die Konstruktion, Neudefinition und Darstellung der Identität von Künstler:innen aus sprachlichen Minderheiten – insbesondere Ladinischsprachigen – untersuchen, die in Migrationskontexten leben und arbeiten. Zu den Hauptredner:innen gehören Prof.in Ewa Mazierska von der University of Central Lancashire und Prof. Tavia Nyong’o von der Yale University. Paul Harkins (Edinburgh Napier University), Julin Lee (Hochschule für Musik und Theater München) und Maria Perevedentseva (University of Salford) diskutieren in einer Podiumsdiskussion die Rolle von Synthesizern im Zusammenhang mit Themen wie digitaler Kultur, Automatisierung und verteilter Kreativität.

    Symposium: SOUNDS LIKE THE FUTURE in Bozen
    Im Rahmen der Konferenz, die von der Abteilung Ladinische Bildungs- und Kulturverwaltung der Autonomen Provinz Bozen unterstützt wird, findet am Samstag, den 12. September am Campus Bozen Zentrum außerdem das Symposium „SOUNDS LIKE THE FUTURE“ statt. In Zusammenarbeit mit dem Transart Festival beleuchtet das Symposium ab 9.00 Uhr die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Automatisierung und Kreativität, ausgehend vom Einfluss des Werks von Giorgio Moroder. Der Zugang zum Symposium ist Tagungsteilnehmenden sowie Gästen von Transart vorbehalten, die eine Eintrittskarte für die Abendveranstaltung am 12. September bei Rothoblaas besitzen.

    Alle Infos und das Programm finden Sie hier: https://www.unibz.it/it/events/everybody-calls-me-giorgio-moroder-across-media-a...

    Über die Popakademie Baden-Württemberg: Die Popakademie ist eine staatliche Hochschuleinrichtung und Kompetenz¬zentrum für die Musik- und Kreativwirtschaft und ihre popkulturellen Szenen. Mit der Fokussierung ihres Studienangebots auf den Bereich der Populären Musik und Kreativwirtschaft offeriert sie eine akademische Ausbildung, die in Deutschlands öffentlicher Hochschullandschaft einzigartig ist. https://www.popakademie.de


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    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Music / theatre
    transregional, national
    Cooperation agreements, Scientific conferences
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