Roboter, die Abfälle entsorgen, Patientinnen und Patienten durch Krankenhäuser begleiten oder Einsatzkräfte bei Notfällen unterstützen: Autonome Systeme könnten in Städten künftig in einigen Bereichen zum Einsatz kommen. Technisch ist vieles davon bereits möglich, dennoch bleiben konkrete Anwendungen der städtischen Robotik auf vereinzelte Pilotprojekte beschränkt. Ein neues Whitepaper des Fraunhofer IAO zeigt, welche Voraussetzungen Kommunen schaffen müssen, damit Robotik Teil öffentlicher Dienstleistungen wird.
Obwohl autonome Systeme technisch immer leistungsfähiger werden, finden Robotikanwendungen im städtischen Umfeld nach wie vor in isolierten Pilotprojekten statt. Damit die Robotik zu einem festen Bestandteil städtischer Dienstleistungen wird, müssen Städte sich mit Organisationsstrukturen, Governance, Infrastruktur, Daten und Interoperabilität sowie mit klaren Zuständigkeiten unter den zahlreichen beteiligten Akteuren befassen. Das Whitepaper »Orchestrating Urban Robotics: From Fragmented Pilots to Integrated Systems« des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO betrachtet autonome Robotik deshalb nicht als einzelne Technologie, sondern als Bestandteil eines komplexen soziotechnischen städtisches Ökosystems.
»Erst das Zusammenspiel aus Robotern, Datenplattformen, Infrastruktur und klar geregelten Verantwortlichkeiten ermöglicht einen erfolgreichen und wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb im städtischen Alltag. Die entscheidende Frage lautet nämlich nicht mehr, ob autonome Systeme eingesetzt werden können, sondern wie sie dauerhaft, wirtschaftlich tragfähig und verantwortungsvoll in den Alltag integriert werden können«, sagt Prof. Dr.-Ing. Vanessa Borkmann, Leiterin des Forschungsbereichs Urban Systems Engineering am Fraunhofer IAO.
Vom Mähroboter zum Einkaufsassistent: Wo Roboter eingesetzt werden können
Wie Roboter künftig Städte konkret unterstützen können, veranschaulicht das Whitepaper anhand von sechs Anwendungsfeldern. Dazu gehören Roboter, die bedarfsgerecht Abfall entsorgen, Grünflächen pflegen oder Brücken und Tunnel automatisch auf Schäden untersuchen sowie Assistenzroboter, die Patientinnen und Patienten durch Krankenhäuser begleiten oder beim Einkaufen helfen. Die Beispiele verdeutlichen, wie autonome Systeme schrittweise von einzelnen Anwendungen zu vernetzten urbanen Dienstleistungen weiterentwickelt werden können.
Sind Städte und Kommunen ready?
Mit dem im Whitepaper vorgestellte »Urban Robotics Readiness Index« können Städte und Kommunen prüfen, wie gut sie auf den Einsatz autonomer Robotik vorbereitet sind. So können sie organisatorische, technische und rechtliche Handlungsbedarfe frühzeitig erkennen.
Das Fraunhofer IAO unterstützt Städte und Kommunen dabei, geeignete Einsatzszenarien zu identifizieren, Reallabore aufzubauen, digitale Zwillinge und Simulationsumgebungen einzusetzen sowie Geschäfts- und Betriebsmodelle für den langfristigen Betrieb zu entwickeln. Das Whitepaper plädiert letztendlich für einen Perspektivwechsel: von Robotern als einzelne Produkte hin zu der Robotik als Teil der städtischen Infrastruktur für Dienstleistungen.
Prof. Dr.-Ing. Vanessa Borkmann
Leiterin Forschungsbereich Stadtsystem-Gestaltung und Leiterin Team Extended Environments
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Mobil +49 151 16327782
vanessa.borkmann@iao.fraunhofer.de
___
Carina Paula Andra Pardek
Smart Urban Environments
Fraunhofer IAO
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart
carina.paula.andra.pardek@iao.fraunhofer.de
https://publica.fraunhofer.de/entities/publication/3612ba71-2bcb-44c3-a411-db2ce...
https://www.iao.fraunhofer.de/de/presseservice/aktuelles/wie-bereit-sind-staedte...
Criteria of this press release:
Journalists
interdisciplinary
transregional, national
Research projects, Research results
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).