Die Universität Bielefeld hat einen Magnetresonanztomographen (MRT) für rund vier Millionen Euro angeschafft, gefördert aus dem Großgeräteprogramm der Länder. Der MRT-Scanner wurde heute (08.09.2026) mit einem Kran in spezielle Räumlichkeiten des EvKB – Evangelisches Klinikum Bethel – gehoben. Solche Geräte liefern detaillierte Aufnahmen des Körperinneren. Wissenschaftler*innen der Universität nutzen das Gerät künftig für die Forschung, etwa zu Hirnfunktionen oder Krankheitsverläufen.
Das neue System wird allen Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld zur Verfügung stehen, die mit bildgebenden Verfahren arbeiten, um Körperfunktionen und -abläufe zu erforschen. Dies schließt alle forschenden Mediziner*innen des Universitätsklinikums OWL ein.
Beantragt wurde das Gerät kooperativ von Wissenschaftler*innen der Medizinischen Fakultät OWL, der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft und der Fakultät für Biologie. Der Antrag wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) begutachtet. Die Förderung in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro kommt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, den übrigen Anteil steuert die Universität bei. Ein Kooperationsvertrag regelt die Nutzung der Räumlichkeiten, die vom EvKB bereitgestellt und mit Mitteln der Universität für die Nutzung des Geräts umgebaut wurden.
Der Campus Bielefeld-Bethel des Universitätsklinikums OWL wurde als Standort für das MRT gewählt, weil er klinischen Proband*innen und Patient*innen, die an Forschungsprojekten teilnehmen, kurze Wege zu den wissenschaftlichen Untersuchungen ermöglicht.
Um das wuchtige MRT-Großgerät in das Gebäude am Grenzweg 14 zu heben, musste ein Teil eines Flachdachs abgehoben werden. Es dauerte gut eine Stunde, bis die Maschine behutsam in das Gebäude manövriert war. Ab Herbst soll das Gerät in Betrieb gehen. Die Trägerschaft liegt beim Rektorat, der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft sowie der Medizinischen Fakultät OWL.
Magnetresonanztomographen, auch Kernspintomographen genannt, ermöglichen detaillierte Einblicke in den Körper – ganz ohne Röntgenstrahlung. Mithilfe starker Magnetfelder und Radiowellen regen sie Wasserstoffkerne im Körper an. Aus den dabei entstehenden Signalen berechnet ein Computer präzise Bilder von Organen und Geweben. Spezielle Verfahren machen zudem Veränderungen sichtbar, die Rückschlüsse auf die Aktivität des Gehirns erlauben. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Medizin über Psychologie und Biologie bis zur Linguistik. Das neue 3-Tesla-MRT-System verfügt über sehr leistungsstarke Gradienten (zusätzliche Magnetspulen), mit denen sich besonders hochauflösende und schnelle Aufnahmen erstellen lassen. Mit seinen Funktionen erweitert der MRT-Scanner die Forschungsinfrastruktur der Universität und eröffnet neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg.
Zahlen zum MRT-Scanner
Hersteller: Siemens Healthineers
Modell: MAGNETOM Cima.X
Magnetfeldstärke: 3 Tesla
Ausmaße: ca. 2,5 mal 2 Meter
Gewicht Magnet: 5,5 Tonnen
Der MRT-Scanner wurde am heutigen Dienstagvormittag (08.09.2026) angeliefert und per Kran in einen s ...
Source: Mike-Dennis Müller
Copyright: Universität Bielefeld/Mike-Dennis Müller
Nach der Lieferung am heutigen Dienstag (08.09.2026) wird der MRT-Scanner angeschlossen, eingerichte ...
Source: Mike-Dennis Müller
Copyright: Universität Bielefeld/Mike-Dennis Müller
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, Students, Teachers and pupils, all interested persons
Biology, Language / literature, Medicine, Physics / astronomy, Psychology
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications
German
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Der MRT-Scanner wurde am heutigen Dienstagvormittag (08.09.2026) angeliefert und per Kran in einen s ...
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Nach der Lieferung am heutigen Dienstag (08.09.2026) wird der MRT-Scanner angeschlossen, eingerichte ...
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