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09/10/2026 17:38

Mathespaß statt Mathefrust: PHKA-Sommerschule setzt auf mehr Eigenverantwortung beim Lernen

Regina Thelen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Mit neuen Lernblättern hilft die PHKA-Sommerschule „Karlsruher Mathesommer“ Grundschüler:innen dabei, ihren Lernstand selbst einzuschätzen, und selbst zu entscheiden, mit welchen Aufgaben sie weitermachen wollen. Das motiviert und die Kinder sehen, welche Fortschritte sie machen.

    Fit in Mathe für das neue Schuljahr! Unter diesem Motto findet noch bis 11. September an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) die sechste Auflage des Karlsruher Mathesommers statt. In dieser kostenfreien, einwöchigen Sommerschule für Kinder, die in die zweite, dritte oder vierte Klasse kommen, lernen aktuell 108 Mädchen und Jungen.

    Angeleitet und unterstützt werden sie dabei von PHKA-Lehramtsstudierenden, die sich im Rahmen von Lehrveranstaltungen für den Mathesommer qualifiziert haben, von Supervisions-Lehrkräften sowie sogenannten Expertise-Kindern, also Schüler:innen, die besonders gut darin sind, anderen Mathematik zu erklären. Es geht unter anderem um das Ablösen vom zählenden Rechnen, Rechenstrategien für Plus und Minus und tragfähige Zahlvorstellungen. Ins Leben gerufen hat den Mathesommer der PHKA-Mathematikdidaktiker Prof. Sebastian Wartha 2021 als Reaktion auf Homeschooling und Wechselunterricht.

    Kinder motivieren

    Diesen Sommer zum ersten Mal zum Einsatz kommen nach Themen geordnete Lernblätter, die den Kindern dabei helfen, sich selbst einzuschätzen, und selbst zu entscheiden, mit welchen Aufgaben sie weitermachen wollen, um ein bestimmtes Lernziel zu erreichen. Die Blätter umfassen jeweils mehrere Lernstufen und die Kinder sehen auf einen Blick, welche Lernstufe sie maximal erreichen können. Das motiviert, denn die Kinder übernehmen die Verantwortung für ihr Lernen und sehen, welche Fortschritte sie machen. Außerdem enthalten die Blätter QR-Codes zu von Prof. Wartha entwickelten Lernspielen, die beim Mathesommer zum Einsatz kommen.

    Idee für Lernblätter hatte PHKA-Student

    Die Idee für die neuen Lernblätter stammt von Jonas Geres, Student im PHKA-Masterstudiengang Lehramt Grundschule. „Als ich im Rahmen des Startchancen-Programms an einer Schule gearbeitet habe, habe ich gemerkt, dass viele Kinder denken, sie machen in Mathe keine Fortschritte. Aber das stimmt gar nicht“, berichtet Geres. Also habe er überlegt, wie sich das ändern ließe. Im Rahmen eines Hauptseminars von Prof. Wartha, in dem Lehramtsstudent:innen einmal pro Woche Schüler:innen an der PHKA in Mathe fördern, die Lerneinheiten vorbereiten und reflektieren, wurden die Lernblätter dann weiterentwickelt und schließlich vom Mathesommer-Team finalisiert.

    Transparente Infos zum Lernstand

    „Die neuen Lernblätter geben wir den Eltern am Ende der Sommerschule mit. So erhalten nicht nur die Schüler:innen transparente Informationen zu ihrem Lernstand, sondern auch Eltern und Lehrkräfte“, sagt Prof. Wartha. „Und da mich Eltern immer wieder fragen, wie sie ihren Kindern zu Hause helfen können, haben wir die Lernblätter zum Nachverfolgen des Lernfortschritts samt Vorlagen für Lernspiele jetzt zum Download auf unserer Website https://www.mathe-fest.de/forderkategorien veröffentlicht.“ Videos erklären hier außerdem, wie die Lernspiele funktionieren, und es gibt Infos zu den Zielsetzungen der einzelnen Lernstufen. Wichtig sei allerdings, so Wartha, dass die erste Diagnose zum Lernstand durch eine Fachkraft erfolgt. Beispielsweise eine Lehrerin oder einen Lehrer. Im Vorfeld jedes Karlsruher Mathesommers führen Mitarbeiter:innen der PHKA-Beratungsstelle Rechenstörungen sowie PHKA-Lehramtsstudent:innen mit den Kindern 20- bis 40-minütige Diagnose-Gespräche.

    Informationen zum Karlsruher Mathesommer, der seit 2021 finanziell von der Vector Stiftung gefördert wird, stehen zur Verfügung auf https://www.ph-karlsruhe.de/projekte/karlsruher-mathesommer.

    Über die Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Als bildungswissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht forscht und lehrt die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) zu schulischen und außerschulischen Bildungsprozessen. Ihr unverwechselbares Profil prägen der Fokus auf Bildung in der demokratischen Gesellschaft, Bildungsprozesse in der digitalen Welt sowie MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Rund 220 in der Wissenschaft Tätige betreuen rund 3.500 Studierende. Das Studienangebot umfasst Lehramtsstudiengänge für die Primarstufe und die Sekundarstufe I sowie Bachelor- und Masterstudiengänge für andere Bildungsfelder. Die berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote zeichnen sich durch ihre besondere Nähe zu Forschung und Praxis aus. https://www.ph-karlsruhe.de

    Medienkontakt

    Pädagogische Hochschule Karlsruhe
    Regina Thelen
    Pressesprecherin
    Bismarckstraße 10
    76133 Karlsruhe
    T +49 721 925-4115
    regina.thelen@ph-karlsruhe.de


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr. Sebastian Wartha, Leiter des Instituts für Mathematik der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, sebastian.wartha@ph-karlsruhe.de


    More information:

    https://www.ph-karlsruhe.de/projekte/karlsruher-mathesommer


    Images

    Mathespaß statt Mathefrust in der PHKA-Sommerschule „Karlsruher Mathesommer“.
    Mathespaß statt Mathefrust in der PHKA-Sommerschule „Karlsruher Mathesommer“.
    Source: Eric Hund
    Copyright: Karlsruher Mathesommer

    Eines der neuen Lernblätter des "Karlsruher Mathesommers".
    Eines der neuen Lernblätter des "Karlsruher Mathesommers".
    Source: Eric Hund
    Copyright: Karlsruher Mathesommer


    Criteria of this press release:
    Journalists, Students, Teachers and pupils, all interested persons
    Mathematics, Teaching / education
    transregional, national
    Schools and science
    German


     

    Mathespaß statt Mathefrust in der PHKA-Sommerschule „Karlsruher Mathesommer“.


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