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09/26/2026 18:24

Europäische Nachwuchswissenschaft im Wettstreit an der Uni Kiel: Das sind die Gewinner*innen des EUCYS 2026

Eva Sittig Presse, Kommunikation und Marketing
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

    - 144 Teilnehmende aus 37 Ländern präsentierten ihre Forschungsprojekte aus zehn wissenschaftlichen Disziplinen einer internationalen Fachjury.
    - Die vier ersten Preise gingen an Nikoloz Tkebuchava (17) und Lizi Chachua (16), Georgien; Kazimierz Jakub Chomicz (18), Polen; Gurnoor Kaur (17), Kanada; Tommaso Vaninetti (17), Abdoellah El Makkaoui (16) und Frida Tirari (16), Italien
    • Vertreter*innen des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein nahmen an der Preisverleihung am Samstag, 26. September, im Audimax der Universität Kiel teil.

    Jetzt stehen sie fest: Die Gewinner*innen des European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) 2026 haben die internationale Jury mit ihren Forschungsarbeiten überzeugt. Nach mehreren Tagen intensiver Begutachtung und Gesprächen mit den jungen Wissenschaftler*innen wurden am Samstag im Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die Preise des diesjährigen europäischen Nachwuchswettbewerbs verliehen.

    Die mit jeweils 7.000 Euro dotierten ersten Preise gingen an Nikoloz Tkebuchava (17) und Lizi Chachua (16), Georgien, “In Silico Analysis of Conservation and Structure of FAM163A and Its Potential Role in Cancer”; Kazimierz Jakub Chomicz (18), Polen, “Chicken McNugget problem in embedding dimension four”; Gurnoor Kaur (17), Kanada, “Eigenpulse: Eliminating Demographic Bias in Pulse Oximetry and Remote Photoplethysmography from First Principles”; Tommaso Vaninetti (17), Abdoellah El Makkaoui (16) und Frida Tirari (16), Italien, “PlantLeaf - a system to detect and analyse plants' reactions to stress”.

    Mit zweiten Preisen und jeweils 5.000 Euro wurden Vincenz Sonderegger (19) und Adrian Müller (19), Österreich, „woodberg.vbg“; Batuhan Türk (18), Türkiye, “Aerodynamic Analysis of an Electric Distributed Propulsion Surveillance Aircraft via Machine Learning and Quantum Methods”; Liam Desre (14), Kanada, “ΛCDM+S: Evaluating a Thermodynamic Extension to Standard Cosmology” sowie Jamila-Cate Tran (20), Deutschland, “Clinical effectiveness of SGLT2 inhibitors in non-diabetic kidney transplant patients- a real world data analysis” ausgezeichnet. Die dritten Preise in Höhe von jeweils 3.500 Euro gingen an Mykhailo Bilous (15), Ukraine, “Biological Research and Artifical Intelligence in Phage Study: Biocontrol of Pathogens and models for Prediction of Phage-Host Interactions“; Kasun Arachchilage (18), Norwegen, “ When Lake Sensors Measure Moving Water”; Stefan Kuyumdzhiev (19), Bulgarien, ‘Per-Axis Weight Deltas for Frequent Model Updates’, sowie Mikkel Lüscher (20), Schweiz, “ AI-Driven Diagnostic Tool for Early Detection of Brain Tumors”. Darüber hinaus vergab die Jury den Special Jury Award for Youth sowie zahlreiche Sonderpreise europäischer Forschungsorganisationen und weiterer Partner.

    Insgesamt hatten 144 junge Forschende aus 37 Ländern ihre Projekte beim EUCYS 2026 in Kiel vorgestellt. Die 14- bis 20-Jährigen hatten sich zuvor über nationale Wissenschaftswettbewerbe für die Teilnahme qualifiziert. In Kiel präsentierten sie ihre selbst entwickelten Forschungsprojekte aus zehn wissenschaftlichen Disziplinen einer internationalen Fachjury und stellten sich in mehreren Interviewrunden deren Fragen.

    Hochrangige Gäste bei der Preisverleihung
    An der feierlichen Preisverleihung nahmen unter anderem Karin Prien (Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Dr. Silke Launert (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) und Guido Wendt (Staatssekretär im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein) teil.

    Neben den Hauptpreisen der Europäischen Kommission wurden zahlreiche weitere Auszeichnungen vergeben. Dazu gehörten Preise europäischer Forschungsorganisationen ebenso wie Sonderpreise regionaler und überregionaler Partner. Mehrere der ausgezeichneten Nachwuchsforschenden erhalten damit die Möglichkeit, internationale Forschungszentren kennenzulernen, an Wissenschaftsveranstaltungen teilzunehmen oder ihre Projekte gemeinsam mit Forschenden weiterzuentwickeln.
    Stefanie Altemark, Projektmanagerin EUCYS und Organisatorin der Veranstaltung an der Universität Kiel, zieht eine positive Bilanz: „Die Qualität und Vielfalt der Projekte war außergewöhnlich. Die jungen Forschenden haben mit großer Neugier, Kreativität und beeindruckendem Fachwissen gezeigt, was in ihnen steckt. EUCYS macht zugleich deutlich, dass sie Teil einer großen internationalen Wissenschaftscommunity sind.“

    Neben dem Wettbewerb stand deshalb auch der internationale Austausch im Mittelpunkt der Tage in Kiel. Die Teilnehmenden lernten junge Forschende aus zahlreichen Ländern kennen, kamen mit etablierten Wissenschaftler*innen ins Gespräch und erhielten Einblicke in die Forschungslandschaft der Region.

    Europäischer Nachwuchswettbewerb erstmals seit 1993 wieder in Deutschland
    Seit 1989 bringt der European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) einmal jährlich erfolgreiche Teilnehmende nationaler Nachwuchswettbewerbe aus Europa und darüber hinaus zusammen. In Deutschland qualifizieren sich junge Forschende unter anderem über Jugend forscht für den europäischen Wettbewerb. Zuletzt war Deutschland 1993 Gastgeber des EUCYS.

    Der 37. EUCYS fand vom 22. bis 27. September 2026 an der Universität Kiel statt. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der CAU gemeinsam mit der Europäischen Kommission und der Stiftung Jugend forscht e. V. im Rahmen des EU-geförderten Projektes „Science Comes to Town“.

    EUCYS als Teil von „Science Comes to Town“
    Die Einbettung des EUCYS 2026 in „Science Comes to Town“ war eine Besonderheit. Die europäische Initiative macht Kiel gemeinsam mit Brest in Frankreich und Split in Kroatien über das gesamte Jahr 2026 hinweg zu einem Schauplatz für Wissenschaft. Mit öffentlichen Veranstaltungen, Ausstellungen, Citizen-Science-Angeboten, Schulprogrammen und kulturellen Formaten bringt das Projekt Forschung mit unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft zusammen.

    Die Universität Kiel koordiniert das von der Europäischen Union geförderte Projekt und verbindet dabei wissenschaftliche Exzellenz mit Wissenschaftskommunikation, Bildung und gesellschaftlichem Austausch. EUCYS fügte sich in dieses Konzept unmittelbar ein: Junge Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus konnten ihre eigene Forschung präsentieren und zugleich erleben, wie Wissenschaft über institutionelle und nationale Grenzen hinweg Menschen miteinander verbindet.

    Besonders sichtbar wurde diese Verbindung am Freitag, 25. September: Im Rahmen des Science Day öffnete die EUCYS-Ausstellung bis in den Abend hinein für die Öffentlichkeit. Damit wurden der internationale Nachwuchswettbewerb und eines der größten Wissenschaftsformate der Region unmittelbar miteinander verknüpft.

    Die erfolgreiche Bewerbung um „Science Comes to Town“ und EUCYS 2026 wurde aus der Universität Kiel heraus entwickelt und hat zwei bedeutende europäische Wissenschaftsformate nach Kiel gebracht. Damit stärkt die CAU nicht nur ihre internationale Sichtbarkeit, sondern schafft zugleich neue Verbindungen zwischen Forschung, Bildung und Gesellschaft.

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    v.l.n.r.: Dr. Silke Launert, Maria Mecenero, Jakub Chomicz, Gurnoor Kaur, Nikoloz Tkebuchava, Lizi Chachua, Frida Tirari, Abdoellah El Makkaoui, Tommaso Vaninetti, Hans Langeveld und Guido Wendt.
    v.l.n.r.: Dr. Silke Launert, Maria Mecenero, Jakub Chomicz, Gurnoor Kaur, Nikoloz Tkebuchava, Lizi C ...

    Copyright: Uni Kiel


    Criteria of this press release:
    Journalists, Teachers and pupils, all interested persons
    interdisciplinary
    transregional, national
    Contests / awards, Schools and science
    German


     

    v.l.n.r.: Dr. Silke Launert, Maria Mecenero, Jakub Chomicz, Gurnoor Kaur, Nikoloz Tkebuchava, Lizi Chachua, Frida Tirari, Abdoellah El Makkaoui, Tommaso Vaninetti, Hans Langeveld und Guido Wendt.


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