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10/06/2026 09:22

Forschung macht die Energieversorgung bezahlbar und krisenfest

Petra Szczepanski Öffentlichkeitsarbeit
ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE)

    Energie muss für alle bezahlbar sein. Zugleich muss die Energieversorgung vielfältigen Angriffen und Krisen standhalten. Das sind die aktuell wichtigsten Ziele der Energiewende, zu denen die Energieforschung beiträgt. Auf der Jahrestagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien am 6. und 7. Oktober in Berlin zeigen die Forschenden mit welchen Ideen die Widerstandsfähigkeit erhöht und die Kosten gesenkt werden können.

    Das Energiesystem muss einer Vielzahl von Anforderungen gerecht werden: Es soll gleichzeitig treibhausgasneutral, widerstandsfähig und wettbewerbsfähig sein. Bei dieser umfangreichen Transformation kommt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Schlüsselrolle zu. Unter dem Motto „Lösungen aus der Forschung für ein resilientes und wirtschaftliches Energiesystem“ präsentieren sie auf der Jahrestagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien innovative Technologien und diskutieren neue systemische Ansätze und gesellschaftliche Fragestellungen der Energiewende.

    Bezahlbarkeit von Energie rückt in den Fokus

    „In der aktuellen Phase der Transformation ist Wirtschaftlichkeit die entscheidende Voraussetzung für die zügige Umsetzung der nächsten Schritte der Energiewende“, sagt Professor Andreas Bett vom Fraunhofer ISE, einer der beiden Tagungsleiter. „Die Forschung hat seit Jahrzehnten dazu beigetragen, dass die Kosten erneuerbarer Energien durch erhöhte Effizienz, niedrigeren Materialverbrauch, kostengünstigere Materialien oder ganz neue Technologien immer weiter gesenkt werden konnten. Im Ergebnis ist beispielsweise Photovoltaik die kostengünstigste Stromquelle mit den niedrigsten Gestehungskosten in €cent/kWh. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortschreiben.“

    Auf der Jahrestagung werden zum Beispiel die Kostenstrukturen für verschiedene Photovoltaik-Technologien in Europa untersucht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, inwiefern Dezentralität an sich schon zur Stärkung eines wirtschaftlichen und resilienten Energiesystems beiträgt. Sie arbeiten auch heraus, welche Faktoren für die Rentabilität von Windenergieprojekten relevant sind, wie aus geothermischem Potenzial ein ökonomisch tragfähiges Wärmesystem wird oder wie innovative Steuerungs- und Marktmechanismen für Speicher einen netzdienlichen und wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen.

    Ideen für mehr Widerstandsfähigkeit der Energieversorgung

    Unsere Energieversorgung ist den Auswirkungen internationaler politischer Krisen unterworfen und muss immer häufiger auch auf physische und digitale Angriffe effektiv reagieren. Darüber hinaus bleibt das ganz normale Tagesgeschäft, bei dem Energiebedarf und Angebot zu jedem Zeitpunkt in Übereinstimmung gebracht werden müssen. „Unsere Forschungsprojekte unterstützen die Ziele der Bundesregierung für Systemstabilität“, sagt der zweite Tagungsleiter Dr. Andreas Hauer vom ZAE Bayern: „Mit den vielfältigen Technologien für nachhaltige heimische Energieerzeugung, der Speicherung temporärer Überschüsse und der systemdienlichen Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität machen wir uns handlungsfähig, unabhängig und krisenfest.“

    Vorgestellt werden beispielsweise Konzepte, wie Speicher für Betreiber profitabel und für Netzbetreiber sicher nutzbar werden oder wie thermische Speicher dazu beitragen, erneuerbaren Strom systemdienlich zu nutzen und das Stromnetz zu entlasten. Andere Referenten zeigen Wege auf, wie Speicher die Robustheit der Wärmeversorgung erhöhen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und volatilen Gaspreisen reduzieren. Außerdem wird untersucht, welche Rolle dezentrale, KI-basierte Regelungen bei Ausfall oder Manipulation zentraler Steuerung für einen stabilen Betrieb spielen und welche konkreten technischen und betrieblichen Maßnahmen sich daraus ableiten lassen.

    Forschung wirkt

    Über die Wissenschaftsgemeinschaft hinaus vernetzt sich der ForschungsVerbund auch mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, um gemeinsam für die Energiewende zu arbeiten. Auf der Abendveranstaltung der Tagung diskutieren Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden die Herausforderungen und Lösungswege für eine bezahlbare Energiewende und fokussieren dabei besonders auf die Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher. Außerdem zeigen junge Gründerinnen und Gründer, wie sie Ideen aus dem Labor zu Geschäftsmodellen weiterentwickelt haben, die zu einer bezahlbaren und resilienten Energieversorgung beitragen.

    Forschung braucht verlässliche Rahmenbedingungen

    Die Tagung beginnt mit Beiträgen aus den Ministerien für Wirtschaft und Energie sowie für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Beide Häuser gehören auch zu den Adressaten der dringenden Botschaft des ForschungsVerbunds an die Politik: „Die Tagung zeigt, dass Energieforschung die dominanten energiepolitischen Themen adressiert und wesentliche Beiträge für die Bezahlbarkeit und Resilienz unserer Energieversorgung leistet. Vor diesem Hintergrund sind die geplanten tiefgreifenden Kürzungen bei der Energieforschung nicht nachvollziehbar“, sagt Andreas Hauer. Sein Kollege Andreas Bett bekräftigt: „Die Verpflichtungsermächtigungen für die angewandte Energieforschung müssen zumindest auf dem bisherigen Niveau fortgeführt werden. Dann kann Forschungsförderung weiterhin als Hebel für Innovation, Technologietransfer und internationale Marktchancen der deutschen Industrie wirken.“

    Zur Jahrestagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien

    Die Vortragsfolien stehen zum Beginn der Tagung kostenfrei online zur Verfügung: https://www.fvee.de/

    Das ausführliche Programm finden Sie hier:
    https://www.fvee.de/veranstaltung/fvee-jahrestagung-2026/
    Jahrestagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien
    „Lösungen aus der Forschung für ein wirtschaftliches und resilientes Energiesystem“
    6. und 7. Oktober in Berlin im Fraunhofer ENIQ

    Die Tagung wird in Kooperation mit den Forschungsnetzwerken Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführt.

    Hintergrundinformation zu den geplanten Haushaltskürzungen:
    https://www.fvee.de/forschungsverbund-warnt-vor-massiven-kuerzungen-der-angewand...

    Bildmaterial

    Bildzeichen zur Illustration der Tagungsthemen: https://www.fvee.de/presse/mediathek/tagungen/

    Portrait des Tagungsleiters Prof. Dr. Andreas Bett
    Leiter des Fraunhofer ISE (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme)
    https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2024/neue...

    Portrait des Tagungsleiters Dr. Andreas Hauer
    Vorstand des ZAE Bayern (Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V.)
    https://zae-bayern.de/zae-bayern/organe-und-struktur/

    Kontaktdaten

    ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE)
    Anna-Louisa-Karsch-Str. 2 in 10178 Berlin
    Dr. Niklas Martin (Geschäftsführung) und Petra Szczepanski (Medien)
    fvee@helmholtz-berlin.de, www.fvee.de


    Über den FVEE

    Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) ist eine bundesweite Kooperation von Forschungsinstituten. Die Mitglieder erforschen und entwickeln Technologien für erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung und das optimierte technische und sozio-ökonomische Zusammenwirken aller Systemkomponenten. Ziel ist die Transformierung der Energieversorgung zu einem nachhaltigen Energiesystem.


    Mitgliedseinrichtungen sind:

    CAE - Center for Applied Energy Research
    DBFZ - Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH
    DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
    Fraunhofer IEE - Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik
    Fraunhofer IEG - Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie
    Fraunhofer ISE - Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme
    Fraunhofer IWES - Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme
    GFZ - Helmholtz-Zentrum für Geoforschung
    HZB - Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
    ISFH - Institut für Solarenergieforschung GmbH
    IZES gGmbH - Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme
    Forschungszentrum Jülich
    KIT - Karlsruher Institut für Technologie
    UFZ - Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH
    Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
    ZAE Bayern - Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V.
    ZSW - Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung


    More information:

    https://www.fvee.de/ Reader mit den Vortragsfolien (kostenfrei)
    https://www.fvee.de/veranstaltung/fvee-jahrestagung-2026/ Programm zur Jahrestagung
    https://www.fvee.de/forschungsverbund-warnt-vor-massiven-kuerzungen-der-angewand... Hintergrundinformation zu den geplanten Haushaltskürzungen


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    FVEE-Tagungsleiter Dr. Andreas Hauer (ZAE Bayern)
    FVEE-Tagungsleiter Dr. Andreas Hauer (ZAE Bayern)

    Copyright: ZAE Bayern (zur freien Verwendung)

    FVEE-Tagungsleiter Prof. Dr. Andreas Bett (Fraunhofer ISE)
    FVEE-Tagungsleiter Prof. Dr. Andreas Bett (Fraunhofer ISE)

    Copyright: Fraunhofer ISE (zur freien Verwendung)


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    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students, all interested persons
    Economics / business administration, Energy, Environment / ecology, Mechanical engineering, Physics / astronomy
    transregional, national
    Science policy, Scientific conferences
    German


     

    FVEE-Tagungsleiter Dr. Andreas Hauer (ZAE Bayern)


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    FVEE-Tagungsleiter Prof. Dr. Andreas Bett (Fraunhofer ISE)


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