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10/15/2026 10:35

DPG fordert nach IQB-Bildungstrend & PISA-Studie entschlossenes Handeln für Naturwissenschaften

Melanie Rutowski Pressekontakt
Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

    Kein Aufwärtstrend in Sicht: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) fordert die Politik auf, gezielte Maßnahmen für besseren Physikunterricht in allen Schulstufen zu ergreifen und gibt konkrete Handlungsempfehlungen.

    Die kürzlich veröffentlichte PISA-Studie 2025, deren Schwerpunkt in diesem Zyklus ebenfalls auf den Naturwissenschaften liegt, bestätigt den Abwärtstrend der Leistungen von Schülerinnen und Schülern, der sich bereits im deutschlandweiten Bildungstrend des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) im Oktober 2025 abzeichnete.

    Zwischen 2018 und 2024 zeigt der Bildungstrend einen bundesweiten Stillstand bzw. Rückgang der Schülerleistungen in Fachwissen und naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung. Zudem schwinden das fachliche Interesse und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten der Jugendlichen. Rund die Hälfte der Neuntklässler:innen in Deutschland gibt an, nur geringes Interesse an Mathematik, Chemie und Physik zu haben.

    „Der IQB-Bildungstrend leistet einen entscheidenden Beitrag, die Bildungslandschaft in Deutschland transparent darzustellen. Dies trägt zu einer Basis bei, auf der bildungspolitische Entscheidungen wissenschaftlich fundiert getroffen werden können.“, betont Anja Spaeth, DPG-Vorstandsmitglied für Schulangelegenheiten. Unter ihrer Mitwirkung hat sich eine Arbeitsgruppe in der DPG, bestehend aus Lehrkräften und Physikdidaktiker:innen, mit dem IQB-Bildungstrend auseinandergesetzt. Die nun veröffentlichte Stellungnahme der DPG mit konkreten Handlungsempfehlungen an die Bildungspolitik sieht drei zentrale Maßnahmen vor:

    1. Der Erhebungsauftrag des IQB soll erweitert werden, um künftig alle vier in den Bildungsstandards verankerten Kompetenzbereiche – Fachwissen/Sachkompetenz, Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Bewertung – sowie unterrichtsbezogene Merkmale wie Fachmethoden und -medien zu erfassen. Nur so lasse sich die tatsächliche Unterrichtsrealität abbilden und passgenauere Maßnahmen ableiten.

    2. Die DPG fordert, jetzt gezielte Maßnahmen für die naturwissenschaftlichen Fächer in allen Schulstufen zu ergreifen. Bereits laufende Programme wie StarS, Startchancen oder QuaMath setzten wichtige Impulse bei den Basiskompetenzen, wirkten sich auf Biologie, Chemie und Physik aber nur indirekt aus. Angesichts der Bedeutung naturwissenschaftlich gebildeter Fachkräfte für den Hochtechnologiestandort Deutschland braucht es direkte, Maßnahmen für wirksamen Physikunterricht – möglichst mit Wirkung bis zum nächsten IQB-Bildungstrend 2031.

    3. Die DPG plädiert für eine flächendeckende, datengestützte Unterrichtsentwicklung, wie sie auch die Ständige Wissenschaftliche Kommission der KMK (SWK) in ihrem Gutachten vom März 2026 empfiehlt. Lehrkräfte sollen mit geeigneten Werkzeugen eine objektive Rückmeldung zur Wirksamkeit ihres Unterrichts erhalten, ohne dass daraus zusätzliche Belastung oder ein Vergleichs- und Kontrollinstrument zwischen Lehrkräften entsteht. Ziel sei eine ipsative, konstruktive Qualitätsentwicklung.

    Der vom IQB veröffentlichte Bildungstrend erhebt deutschlandweit Kompetenzen von Neuntklässler:innen in den Bereichen Erkenntnisgewinnung und Umgang mit Fachwissen in den naturwissenschaftlichen Fächern sowie Kompetenzen im Fach Mathematik. Die PISA-Studie hingegen ist eine internationale Schulleistungsuntersuchung.

    Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit mehr als 50.000 Mitgliedern auch mitgliederstärkste physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. In Berlin unterhält die DPG ihre Hauptstadtrepräsentanz zur Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Gesellschaft. Website: www.dpg-physik.de


    Contact for scientific information:

    Anja Spaeth
    Deutsche Physikalische Gesellschaft
    Vorstandsmitglied Schule
    spaeth@dpg-physik.de


    More information:

    https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/stellungnahmen-der-d... DPG-Stellungnahme zum IQB-Bildungstrend 2024
    https://www.iqb.hu-berlin.de/de/schule/sekundarstufe-i/bildungstrend/2024/ IQB-Bildungstrend 2024


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    Die DPG fordert die Politik auf, Maßnahmen für besseren Physikunterricht zu ergreifen, um den Abwärtstrend in den Leistungen von Schülerinnen und Schülern entgegenzuwirken.
    Die DPG fordert die Politik auf, Maßnahmen für besseren Physikunterricht zu ergreifen, um den Abwärt ...

    Copyright: Bild von Ali Ahmad DANESH auf Pixabay


    Criteria of this press release:
    Journalists, Teachers and pupils
    Physics / astronomy, Teaching / education
    transregional, national
    Schools and science
    German


     

    Die DPG fordert die Politik auf, Maßnahmen für besseren Physikunterricht zu ergreifen, um den Abwärtstrend in den Leistungen von Schülerinnen und Schülern entgegenzuwirken.


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